Facharzt für Radiologie
Fachärzte für Radiologie befassen sich mit der Erkennung von Krankheiten mittels ionisierender Strahlen, kernphysikalischer und sonographischer Verfahren und mit der Anwendung interventioneller, minimalinvasiver radiologischer Verfahren
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Fachärzte für Radiologie sind für das Teilgebiet der Medizin zuständig, das sich mit der Anwendung von elektromagnetischer Strahlung und mechanischer Wellen zu diagnostischen, therapeutischen und wissenschaftlichen Zwecken befasst.
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Facharzt für Radiologie
Überblick über die Tätigkeiten:
Der Facharzt für Radiologie ist zuständig für die Diagnostik von Erkrankungen wie zum Beispiel Brustkrebs, Zysten, Gefäßverengungen, -verschlüsse oder Steinleiden mit Hilfe von Ultraschallgeräten.
Die Computertomographie ermöglicht den Radiologen das Anfertigen von Querschnittsbildern verschiedener Körperabschnitte mittels spezieller Röntgenverfahren. Dieses Verfahren kommt zum Beispiel bei Verdacht auf Gehirntumor oder -ödem, Schlaganfall oder Bandscheibenvorfall zur Anwendung.
Auch die Technik der Kernspin-Tomographie (MRT) wird von den Fachärzten für Radiologie genutzt: Sie dient ihnen dazu, mittels Magnetfeldern und Radiowellen beispielsweise Gallenwege, Kniegelenke, Lenden-, Brust- oder Halswirbelsäule untersuchen zu können.
Bei der Untersuchung zum Beispiel vom Zwerchfell, von Lungen, vom Herz oder Skelett kommen üblichen Röntgendurchleuchtungen in Frage, wenn der Verdacht einer Lungenentzündung, Tumorerkrankung der Lunge, Herzvergrößerung, Gelenkveränderung oder eines Knochenbruchs besteht.
Die Radiologen befunden nicht nur Bilder, sondern führen auch sehr viele Interventionen durch, angefangen bei CT-gesteuerten Punktionen und den vielen Gefäßinterventionen. Da punktieren die Radiologen die Gefäße und führen teilweise entscheidende Therapien durch (z.B. Coiling zur Blutstillung).
Auch in der Notfalldiagnostik sind Radiologen tätig. Inbesondere Patienten von Verkehrunfällen sowie Patienten auf Intensivstationen bedürfen häufig der Hilfe eines Radiologen.
Weiterbildung:
Die Zeit der Weiterbildung bei einem Weiterbildungsermächtigten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 umfasst 60 Monate, davon können bis zu
- 12 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet werden
- 12 Monate in den Schwerpunktweiterbildungen des Gebietes abgeleistet werden.
Nach dieser 60-monatigen Weiterbildung sind vertiefende Weiterbildungen in den Schwerpunkten Kinderradiologie und Neuroradiologie möglich.
Inhalte der Weiterbildung:
Im Zentrum der 60 Monate umfassenden Weiterbildung zum Facharzt für Radiologie steht der Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen in
- der Indikation der mit ionisierenden Strahlen und kernphysikalischen Verfahren zu untersuchenden Erkrankungen
- den radiologischen Untersuchungsverfahren mit ionisierenden Strahlen einschließlich ihrer Befundung
- der Magnetresonanzverfahren und Spektroskopie einschließlich ihrer Befundung
- der Sonographie einschließlich ihrer Befundung
- den interventionell-radiologischen Verfahren auch in interdisziplinärer Zusammenarbeit
- Analgesierungs- und Sedierungsmaßnahmen einschließlich der Behandlung akuter Schmerzzustände
- der Erkennung und Behandlung akuter Notfälle einschließlich lebensrettender Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und Wiederbelebung
- den Grundlagen der Strahlenbiologie und Strahlenphysik bei Anwendung ionisierender Strahlen am Menschen
- den physikalischen Grundlagen der Magnetresonanzverfahren und Biophysik einschließlich den Grundlagen der Patientenüberwachung sowie der Sicherheitsmaßnahmen für Patienten und Personal
- den Grundlagen des Strahlenschutzes beim Patienten und Personal einschließlich der Personalüberwachung sowie des baulichen und apparativen Strahlenschutzes
- der Gerätekunde
Jobs:
Radiologen arbeiten natürlich in den meisten Kliniken, aber auch zunehmend in radiologischen Praxen.
Durch die rasche technische Entwicklung scheint sich der Beruf aber noch stark zu wandeln, eine Entwicklung, die man berücksichtigen sollte.


