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Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin befassen sich mit der Diagnostik, Behandlung und Rehabilitation von körperlichen Beeinträchtigungen, Struktur- und Funktionsstörungen und deren Folgen.


Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin

Überblick über die Tätigkeiten:

Das Hauptaugenmerk von Fachärzten für Physikalische und Rehabilitative Medizin liegt auf der Wiederherstellung des Gesundheitszustandes von Patienten, die an Krankheitsfolgen leiden. Zu diesem Zweck erstellen sie einen Rehabilitationsplan, der konservative, physikalische, manuelle und naturheilkundliche Therapiemaßnahmen sowie Verfahren der rehabilitativen Intervention beinhalten kann. Außerdem leiten sie die Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Fachkräften fachlich und organisatorisch an. Zu ihren Aufgaben gehören ebenfalss die Früherkennung und -behandlung funktioneller Organerkrankungen.

Patienten versorgen sie mit Informationen über gesundheitsförderndes Verhalten und mit Verhaltensschulungen, die die Patienten auf die Zeit nach der Rehabilitationsmaßnahme vorbereiten sollen. Außerdem bewerten Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin Belastbarkeit, die Leistungsfähigkeit, die Berufs- und Erwerbsfähigkeit sowie die Pflegebedürftigkeit von Patienten.

Weiterbildung:

Die Weiterbildungszeit zum Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin muss bei einem Weiterbildungsermächtigten an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 abgeleistet werden. Die Weiterbildung umfasst 60 Monate, davon

  • 12 Monate in der stationären Patientenversorgung im Gebiet Chirurgie oder in Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Neurochirurgie und Urologie
  • 12 Monate in der stationären Patientenversorgung im Gebiet Innere Medizin und Allgemeinmedizin oder in Anästhesiologie, Kinder- und Jugendmedizin oder Neurologie
  • können bis zu 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden

Inhalte der Weiterbildung:

Im Zentrum der Weiterbildung zum Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin steht der Erwerb von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen in

  • der Rehabilitationsabklärung und Rehabilitationssteuerung
  • der Klassifikation von funktionalen Gesundheitsstörungen
  • der Durchführung von Rehabilitationsmaßnahmen einschließlich der Frührehabilitation mit dem Ziel der Beseitigung bzw. Verminderung von Krankheitsfolgen, der Verbesserung und Kompensation gestörter Funktionen und der Integration in die Gesellschaft einschließlich der Langzeitrehabilitation
  • den Grundlagen der Diagnostik von Rehabilitation erfordernden Krankheiten und deren Verlaufskontrolle
  • der Funktionsdiagnostik, Indikationsstellung, Verordnung, Steuerung, Kontrolle und Dokumentation von Maßnahmen und Konzepten der physikalischen Medizin einschließlich der Heil- und Hilfsmittel unter kurativer und rehabilitativer Zielsetzung
  • den physikalischen Grundlagen, physiologischen und pathophysiologischen Reaktionsmechanismen einschließlich der Kinesiologie und der Steuerung von Gelenk- und Muskelfunktionen, der therapeutischen Wirkung und praktischen Anwendung von Physiotherapiemethoden
  • der Besonderheit von angeborenen Leiden und von Erkrankungen des Alters
  • der physikalischen Therapie wie Krankengymnastik, Ergotherapie, medizinische Trainingstherapie, manuelle Therapie, Massagetherapie, Elektro- und Ultraschalltherapie, Hydrotherapie, Inhalationstherapie, Wärme- und Kälteträgertherapie, Balneotherapie, Phototherapie
  • der Behandlung im multiprofessionellen Team einschließlich Koordination der interdisziplinären Zusammenarbeit
  • den Grundlagen und der Anwendung von Verfahren zur Bewertung der Aktivitätsstörung/ Partizipationsstörung einschließlich Kontextfaktoren (Assessments)
  • der Erstellung von Rehabilitationsplänen einschließlich Steuerung, Überwachung und Dokumentation des Rehabilitationsprozesses im Rahmen der Sekundär-, Tertiärprävention und Nachsorge
  • der Patienteninformation und Verhaltensschulung sowie in der Angehörigenbetreuung
  • der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie
  • psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen
  • der Bewertung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, der Arbeitsfähigkeit, der Berufs- und Erwerbsfähigkeit sowie der Pflegebedürftigkeit

Jobs:

Fachärzte für Physikalische und Rehabilitative Medizin arbeiten häufig in Rehakliniken und Kureinrichtungen.

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