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Facharzt für Nuklearmedizin

Fachärzte für Nuklearmedizin befassen sich mit der Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von Erkrankungen zum Beispiel der Schilddrüse, von Krebserkrankungen oder chronischen Gelenkerkrankungen.


Facharzt für Nuklearmedizin

Überblick über die Tätigkeiten:

Fachärzte für Nuklearmedizin verwenden bei ihrer Arbeit winzige Mengen radioaktiver Substanzen sowie kernphysikalische Verfahren zur Funktions- und Lokalisationsdiagnostik von Organen, Geweben und Systemen sowie offener Radionuklide in der Behandlung.

So erhalten sie Bilder von Stoffwechselvorgängen im Körper des Menschen, zum Aufnehmen dieser Bilder benützen sie Gammakameras. So können sie die Ausdehnung eines Tumors, die Organdurchblutung, den Knochen- und Zuckerstoffwechsel oder die Verteilung von Medikamenten an ihren Wirkungsorten erkennen.

Radionkliden werden zur Bestrahlung zum Beispiel eines erkrankten Gelenks verwendet. Zunehmend führen Nukleamediziner auch Schmerztherapien bei Skelettmetastasen durch.

Auch Fachärzte für Nuklearmedizin müssen neben der Arbeit am Patienten noch Gutachten und Krankenberichte schreiben, gegebenenfalls eine Station organisieren bzw. leiten und dabei Arbeitsabläufe regeln und ärztliche Leistungen abrechnen.

Weiterbildung:

Die Zeit der Weiterbildung mit dem Ziel der Erlangung der Fachkompetenz im Gebiet der Nuklearmedizin umfasst 60 Monate, abzuleisten bei einem Weiterbildungsermächtigen an einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1. Davon

  • 12 Monate in der stationären Patientenversorgung, davon können
    • 6 Monate in einem anderen Gebiet angerechnet werden
  • können bis zu 12 Monate in der Radiologie angerechnet werden

Inhalte der Weiterbildung:

Im Zentrum der Weiterbildung zum Nuklearmediziner steht der Erwerb von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen in

  • den Grundlagen der Strahlenbiologie und Strahlenphysik in der Anwendung ionisierender Strahlen am Menschen
  • den Grundlagen des Strahlenschutzes beim Patienten und Personal einschließlich der Personalüberwachung sowie des baulichen und apparativen Strahlenschutzes
  • der Meßtechnik einschließlich Datenverarbeitung
  • der Indikationsstellung, Untersuchung und Behandlung mit Radiodiagnostika und -therpeutika
  • der nuklearmedizinischen in-vivo- und in-vitro-Diagnostik unter Verwendung von organ-/ zielgerichteten Radiodiagnostika und -therapeutika einschließlich Befundanalyse, Schweregrad-, Prognose- und Therapieeffizienz-Bestimmungen
  • der molekularen Bildgebung, insbesondere mit Radiopharmazeutika
  • der nuklearmedizinischen Therapie einschließlich der damit verbundenen Nachsorge
  • der Therapieplanung unter Berücksichtigung der Dosisberechnung
  • der Radiochemie und der gebietsbezogenen Immunologie und Radiopharmakologie
  • der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie
  • der interdisziplinären Zusammenarbeit zwecks Kombination mit anderen Behandlungsverfahren

Jobs:

Nuklearmediziner arbeiten auch in radiologischen Gemeinschaftspraxen mit, dort sind sie aber deutlich in der Minderzahl. Ansonsten sind ihre Domäne spezialisierte Kliniken und Unikliniken.

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