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Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Fachärzte für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie befassen sich mit der Vorbeugung, Erkennung, konservativen und operativen Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Frakturen, Formveränderungen und Fehlbildungen der nachstehenden Körperpartien: Zahn, Zahlhalteapparat, Alveolarfortsätze, Gaumen, Lippen, Naseneingänge, Oberkiefer, Jochbein, Speicheldrüsen, Gesichtsschädel einschließlich der bedeckenden Weichteile und Unterkiefer einschließlich des Kiefergelenks.


Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie

Überblick über die Tätigkeiten:

In den Tätigkeitsbereich eines Facharztes für Mund-Kiefer-und Gesichtschirurgie fallen die chirurgische Kieferorthopädie, die prothetische Versorgung sowie die Implantalogie. Ihm obliegen also Korrekturen des Mundes, des Mundbodens und der Biss- und Kaufunktion sowie die Eingliederung von Resektionsprothesen und anderer prothetischer und orthopädischer Hilfsmittel sowie die plastische Chirurgie der oben aufgeführten Bereiche.

Weiterbildung:

Die Zeit der Weiterbildung bei einem Weiterbildungsermächtigten bei einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1 umfasst 60 Monate, davon können bis zu

  • 12 Monate im Gebiet chirurgie oder in Anästhesiologie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde oder Neurochirurgie angerechnet werden - 24 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet werden

Inhalte der Weiterbildung:

Im Zentrum der Weiterbildung steht der Erwerb von Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen in

  • der Gesundheitsberatung, Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Erkrankungen des Zahnes, des Zahnhalteapparates, der Alveolarfortsätze einschließlich der Implantologie
  • der Erkennung und Behandlung von Erkrankungen der Kiefer, Kiefergelenke und des Jochbeins einschließlich der chirurgischen Kieferorthopädie und Korrekturen der Biß- und Kaufunktionen
  • der Erkennung, Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen einschließlich Tumoren des Gaumen, der Lippen, der Zunge, der Mundhöhlenwandungen, der Speicheldrüsen, des Naseneingangs, der Weichteile des Gesichtsschädels einschließlich der gebietsbezogenen Nerven und regionalen Lymphknoten
  • den Grundlagen der gebietsbezogenen Tumortherapie
  • der Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • der Indikationsstellung, Durchführung und Interpretation gebietsbezogener Röntgenuntersuchungen einschließlich Strahlenschutz
  • der prothetischen Versorgung
  • den Grundlagen der Indikationsstellung zur operativen und konservativen Behandlung einschließlich der Risikoeinschätzung und prognostischen Beurteilung
  • der Behandlung akuter und chronischer Schmerzzustände, die keinen eigenständigen Krankheitswert erlangt haben
  • psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen
  • der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie
  • der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse in das jeweilige Krankheitsbild

Jobs:

Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen sind entweder an Kliniken angestellt, wo mithilfe eines Teams größere Eingriffe vorgenommen werden, oder sind mit einer Praxis selbstständig. Dort können sie mithilfe eines Assistenten kleine Eingriffe durchführen.

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