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Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin

Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin befassen sich mit der Erkennung, Erfassung, Bewertung und Vermeidung schädlicher exogener Faktoren, die die Gesundheit eines Einzelnen oder der gesamten Bevölkerung negativ beeinflussen. Auch die Entwicklung von Grundsätzen für den Gesundheitsschutz und den gesundheitsbezogenen Umweltschutz gehört zu ihrem Aufgabengebiet.

Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin - Ausgewählte Artikel

Von Affenbiss und Parasitologie

Von Affenbiss und Parasitologie

Ein Gespräch mit Prof. Dr. med. Wolfgang Bommer über Tropenmedizin, Medizinstudium und ferne Länder. Immer mehr Menschen zieht es in die Ferne. Ob ein Dschungeltrek auf Borneo, Bergsteigen im Himalaya oder eine Fahrradtour nach Katmandu – in unserer globalisierten Welt scheint es für Reisende keine unüberwindbaren Grenzen mehr zu geben. Doch natürlich birgt jedes Abenteuer Gefahren und gerade gesundheitliche Probleme können in einer fremden Gegend auftreten und als ungewolltes Souvenir mit nach Hause gebracht werden. Deshalb lohnt es sich, bei einer Reise Vor- und Nachsorge eines Tropenmedizinischen Beratungszentrums in Anspruch zu nehmen. Hat man dabei das Glück, auf einen Tropenmediziner wie Dr. Bommer zu stoßen, so führt einen bereits diese Reisevorbereitung in eine ferne Welt.
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Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin

Überblick über die Tätigkeiten:

Das Gebiet des Facharztes für Hygiene und Umweltmedizin umfasst also die Erhaltung und Förderung der Gesundheit des Menschen. Zu diesem Zwecke beschäftigen sich Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin mit den Auswirkungen von Klimafaktoren, Strahlung, Schad- und Fremdstoffen in Umwelt und Nahrung auf die Gesundheit. Zu ihrem Arbeitsalltag gehört die Erarbeitung von Methoden zur Erkennung, Erfassung, Beurteilung und Vermeidung dieser schädlichen Einflüsse. Diesbezüglich unterstützen und beraten sie Ärzte und Institutionen in der Krankenhaus- und Praxishygiene, in der Umwelthygiene und -medizin, in der Individualhygiene sowie im gesundheitlichen Verbraucherschutz.

Weiterbildung:

Die Weiterbildung zum Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin umfasst 60 Monate, die bei einem Weiterbildungsermächtigten in einer Weiterbildungsstätte gemäß § 6 Abs. 1 Satz 1. Von diesen 60 Monaten sind

  • 12 Monate in der stationären Patientenversorgung anderer Gebiete, abzuleisten.

Außerdem können bis zu

  • 12 Monate im Gebiet Pharmakologie oder in Arbeitsmedizin, Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie oder Öffentliches Gesundheitswesen

angerechnet werden.

Inhalte der Weiterbildung:

Während der 60-monatigen Weiterbildung sollen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in folgenden Bereichen erworben werden:

In:

  • der Krankenhaus- und Praxishygiene sowie Infektionsprävention und hygienisches Qualitätsmanagement einschließlich der Mitwirkung bei Planung und Betrieb von Gesundheitseinrichtungen und Erstellung von Hygieneplänen
  • der Beratung bezüglich Infektionsverhütung, -erkennung und -bekämpfung sowie der Überwachung der Desinfektion, Sterilisation, Ver- und Entsorgung
  • der Erkennung nosokomialer Infektionen und Auswertung epidemiologischer Erhebungen
  • der Vorbeugung und Epidemiologie von infektiösen und nicht infektiösen Krankheiten einschließlich des individuellen und allgemeinen Seuchenschutzes
  • der Umwelthygiene wie Wasser-, Boden-, Lufthygiene und Hygiene von Lebensmitteln, Gebrauchs- und Bedarfsgegenständen
  • der Beurteilung der Beeinflussung des Menschen durch Umweltfaktoren und Schadstoffe
  • der klinischen Umweltmedizin einschließlich Biomonitoring
  • der Umweltanalytik und Umwelttoxikologie
  • dem gesundheitlichen Verbraucherschutz
  • den Grundlagen der Reisemedizin

Jobs:

Fachärzte für Hygiene und Umweltmedizin sind gefragte Ansprechpartner und Berater bei wohnungs- und bauhygienischen Problematiken, bei gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang mit Umweltbelastungen, bei der Trinkwasserversorgung durch Hausbrunnen, bei Schädlingen im Haushalt, bei Infektionskrankheiten und lebensmittelbedingten Erkrankungen.

Sie arbeiten unter anderem im Bereich Arbeits- und Sozialhygiene.

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