Assistenzarzt/Assistenzärztin
Nach dem Studium der Humanmedizin beginnt der Arbeitsalltag eines/r Arztes/Ärztin meist mit der Zeit als Assistenzarzt/ärztin. Diese/r ist zwar approbiert, hat aber noch keine Facharztweiterbildung genossen – die Facharztweiterbildung wird während der Zeit als Assistenzarzt/ärzten geleistet. Dementsprechend übernimmt ein/e Assistenzarzt/ärztin Aufgaben in allen Bereichen des medizinischen Fachgebietes, in welchem er/sie sich zum/r Facharzt/ärztin weiterbildet.
In der Regel arbeiten Assistenzärzte und Assistenzärztinnen in Krankenhäusern und Fachkliniken. Auf der Station, auf der sie eingesetzt sind, erledigen Assistenzärzte und Assistenzärztinnen Routinearbeiten. So führen sie gemeinsam mit dem Stationsarzt die tägliche Visite durch, ordnen Untersuchungen an und verabreichen Medikamente. Auch bei der Diagnostik von Erkrankungen, der Einschätzung der Schwere einer Erkrankung und dem Finden einer geeigneten Therapie unterstützen Assistenzärzte und Assistenzärztinnen die Stations-, Ober- und Chefärzte und -ärztinnen.
Die Versorgung der Patienten und der Umgang mit ihnen stehen im Mittelpunkt der Tätigkeiten eines/r Assistenzarztes/ärztin. Bei Untersuchungen ist Körperkontakt mit den Betroffen oftmals nicht zu vermeiden, daher sollte ein/e Assistenzarzt/ärztin sensibel auf die Bedenken der Patienten eingehen können. Neben diesen Aufgaben arbeiten Assistenzärzte und Assistenzärztinnen auch viel am PC. Organisation, Krankenberichte schreiben und Leistungen abrechnen gehören zu ihren Aufgaben.
Wichtig ist für eine/n Assistenzarzt/ärztin eine große physische und psychische Belastbarkeit. Während ihrer Tätigkeit werden Assistenzärzte und Assistenzärztinnen mit vielem konfrontiert. Krankheit und Tod zählen ebenso dazu wie Stress, Unfreundlichkeit und lange Arbeitszeiten. Assistenzärzte und Assistenzärztinnen arbeiten im Schichtdienst. Auf eine unregelmäßige Lebensweise sollten sie gefasst sein. Auch Wochenend- und Nachtdienste bleiben ihnen nicht erspart.
Assistenzärzte und Assistenzärztinnen sind üblicherweise bei Krankenhäusern oder Fachkliniken beschäftigt. Seltener arbeiten sie in Facharztpraxen. Je nach medizinischer Fachrichtung werden Assistenzärzte und Assistenzärztinnen vor andere Aufgaben gestellt. So assistieren Assistenzärzte und Assistenzärztinnen in der Chirurgie beispielsweise bei operativen Eingriffen.
Das monatliche Bruttoentgelt liegt laut Arbeitsagentur bei etwa 3.800 Euro. Um als Assistenzarzt/ärztin angestellt zu werden, muss das mit Staatsexamen abgeschlossene Studium der Humanmedizin nachgewiesen werden. Die ärztliche Approbation, die Erteilung der Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufs, wird auch benötigt. Eine regelmäßige Weiterbildung muss ebenfalls erfolgen.
Nicht zuletzt obliegt den Assistenzärzten und -ärztinnen eine hohe Verantwortung für das Wohl ihrer Patienten.


