Zahnärztliche Existenzgründungen 2009
Wenn Zahnärzte sich selbstständig machen wollen, haben sie drei Möglichkeiten: Sie können sich zu einer Berufsausübungsgemeinschaft zusammenschließen, eine bestehende Praxis übernehmen oder eine neue Praxis gründen.
Wenn Zahnärzte sich selbstständig machen, dann übernehmen sie in den meisten Fällen eine bestehende Einzelpraxis. Das war auch 2009 der Fall. In den neuen Bundesländern war dies in 81 Prozent und in den alten Bundesländern in 45 Prozent aller Gründungen der Fall. Doch auch der Trend zu Berufsausübungsgemeinschaften hielt weiter an, wobei diese Form der Existenzgründung in den neuen Bundesländern eine eher geringe Bedeutung hat (elf Prozent). In den alten Bundesländern sind es dagegen 38 Prozent aller Gründer, die eine Kooperation eingegangen sind. Die dritte Form der Existenzgründung bei Zahnärzten, die Gründung einer neuen Praxis, wurde 2009 von 16 Prozent der westdeutschen und acht Prozent der ostdeutschen Zahnärzte gewählt. Dies hängt sicherlich auch mit den Finanzierungskosten (für medizinisch-technische Geräte, Bau bzw. Umbau und Betriebsmittel). Wer 2009 eine Einzelpraxis gründen wollte, musste z. B. in den alten Bundesländern mit einem Finanzierungsbedarf von rund 420.000 Euro rechnen. Bei der Übernahme einer bestehenden Praxis waren diese Kosten um ein Vielfaches geringer: nämlich 286.000 Euro in den alten und 178.000 Euro in den neuen Bundesländern.
Die Gründer werden dabei sowohl im Osten als auch im Westen immer jünger. Das Durchschnittsalter lag 2009 in Westdeutschland bei 34,9 Jahren und im Osten bei 33,3 Jahren: 19 Prozent (West) bzw. 32 Prozent (Ost) der Zahnärzte waren bei ihrer Existenzgründung zwischen 25 und 30 Jahre alt. Das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Gründern ist in den beiden Teilen Deutschlands immer noch verschieden: In den alten Bundesländern sind es immer noch mehr Männer (43 Prozent Frauen; 57 Prozent Männer), während in den neuen Bundesländern die Frauen den größeren Teil einnehmen (62 Prozent Frauen, 38 Prozent Männer). Generell sprechen die Prognosen davon, dass der Frauenanteil weiter zunehmen wird.
Quelle: Zahnärztliche Existenzgründungsanalyse 2009 – Eine Analyse der apoBank und des Instituts Deutscher Zahnärzte (IDZ)


