Der Businessplan mehr als nur Mittel zum Zweck
Für Existenzgründer, die Fördermittel - wie zum Beispiel den Gründungszuschuss - oder einen Kredit beantragen möchten, ist die Erstellung eines Businessplanes Pflicht. Doch auch darüber hinaus ist der Businessplan ein sehr wichtiges Instrument bei der Vorbereitung auf die Existenzgründung, ist er doch der strategische Fahrplan für die angestrebte Unternehmensentwicklung.
Der Businessplan beginnt, anders als die meisten Schriftstücke, mit einer Zusammenfassung. In dieser Einleitung wird die Geschäftsidee, Chancen und Risiken sowie die Unternehmensziele kurz erläutert. Nach der Zusammenfassung werden die Gründungspersonen mit ihren fachlichen und kaufmännischen Qualifikationen vorgestellt. Danach erst wird die Geschäftsidee detailliert beschrieben. Die Dienstleistungen und Produkte sowie ihr Nutzen für den potentiellen Kunden sollen dabei so ausführlich wie möglich erläutert werden. Dabei ist es besonders wichtig, auf die besonderen Stärken des eigenen Leistungsportfolios, den sogenannten USP (Unique Selling Proposition), einzugehen.
In einem vierten Punkt stehen nun der Markt und die Mitbewerber i Fokus. Hier muss der Existenzgründer intensive Recherchearbeit leisten und sich den Markt, auf dem er zukünftig mitspielen möchte, genau anschauen. Neben den Mitbewerbern muss auch die Zielgruppe identifiziert werden. Nur wer weiß, wer seine Mitbewerber sind, was diese gut und was diese weniger gut machen, und wer außerdem seine Zielgruppe so genau wie möglich kennt, kann erfolgreich am Markt agieren.
Im nächsten Schritt wird die Marketing- und Vertriebsstrategie dargelegt. Eine durchdachte Preispolitik ist ebenso wichtig für den Unternehmenserfolg wie die passenden Marketingmaßnahmen und richtigen Vertriebkanäle. Handelt es sich um die Gründung einer Gesellschaft, so muss auch die geplante Organisation des Unternehmens, wie zum Beispiel die Geschäftsführung, festgeschrieben werden. Ein Ausblick zur kurz- und langfristigen Mitarbeiterplanung rundet das Bild ab. Auch auf die Wahl der Rechtsform und die Gründe für diese Wahl sollte eingegangen werden.
Die Chancen und Risiken der Geschäftsidee, die in der Zusammenfassung schon angerissen wurden, sollten in Form einer Worstcase- und Bestcase-Betrachtung näher ausgeführt werden. Zum Schluss kommt das Herzstück des Businessplan: der Finanzplan. Neben einer Umsatz- und Ertragsvorschau für die ersten drei Jahre der Unternehmensgründung, gehört ein Plan über die Finanzierung und ein detaillierter Liquiditätsplan auf monatlicher Basis zum Finanzplan.
Wird der Businessplan für die Beantragung von Krediten oder Fördermitteln benötigt, so sind ihm die Lebensläufe der Gründungspersonen inklusive Zeugnisse und Qualifikationsnachweise, sowie falls erforderlich der Gesellschaftsvertrag, beizulegen.


