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Markt- und Konkurrenzanalyse

Zur Realisation einer Geschäftsidee Bedarf es vielfältiger Informationen über den Markt und die Konkurrenz. Wer sind die potentiellen Kunden und welche Anbieter für das Produkt oder die Geschäftsidee gibt es noch? Kenne deine Freunde und sei deinen Feinden immer einen Schritt voraus.

Markt- und Konkurrenzanalyse

Wenden wir uns erst einmal den Kunden zu. Die Kunden sind das Wichtigste. Bei großer Konkurrenz bestimmen sie den besten Anbieter durch ihre Kaufkraft, daher muss sich jedes Unternehmen vorwiegend an den Kunden und nicht an der Konkurrenz orientieren.

Hier gilt es die Zielgruppe zu definieren. Das schließt Alter, soziale Klasse und Geschlecht ein. Welche Bedürfnisse hat die Zielgruppe? Sind die Kunden treu oder sprunghaft? Wie viele Kunden werden es ungefähr sein? Was motiviert sie, ein Produkt zu kaufen und was erwarten und wünschen sie sich von dem Produkt? Denn danach müssen sich die Marketing-Maßnahmen richten Um dies herauszufinden, bietet sich eine Umfrage mit dementsprechenden Fragen an. Bei selbstständiger Erhebung der Daten, handelt es sich um eine Primärforschung. Werden Materialen schon vorhandener Umfragen herangezogen, so spricht man von einer Sekundärforschung. Informationsquellen der Sekundärforschung können beispielsweise Statistiken von Bund oder Ländern sein, Wirtschaftsinformationsdienste, die entsprechende Fachpresse, Absatzstatistiken von anderen Unternehmen oder Messeberichte.

Zur Wettbewerbsanalyse (bei international operierenden Unternehmen auch Competitive Intelligence genannt) gehören Anbieter, deren Produktpalette und Preise sowie Marketingstrategien und Marktpräsenz. Um nicht in der Wirtschaftsspionage aktiv zu werden, dürfen dafür natürlich nur öffentliche Informationen genutzt werden.
Gibt es beispielsweise nur einen Anbieter monopolistischer Ausmaße, kann es schwer sein ihn zu verdrängen, jedoch unter Umständen auch leicht, eine spezialisiertere und kundennähere Nische zu besetzen. Wichtig ist vor allem, Produkte entweder günstiger oder qualitativ höherwertiger anzubieten als die Konkurrenz und die eigene Andersartigkeit auch im Unternehmensimage darzustellen.

Zu guter Letzt erweist sich eine Analyse der wirtschaftlichen Situation, nicht nur der Branche, sondern auch der Wirtschaft im Ganzen als sinnvoll. Obwohl die Wirtschaft in einem permanenten Aufwärtstrend ist, fluktuiert sie, so dass es nach jeder Rezession eine Zeit des Aufschwungs gibt, die zu einem Boom führt, woraufhin wieder ein Abschwung folgt. Vor der Gründung eines Unternehmens ist es gut, zu wissen, in welcher Phase sich die Wirtschaft befindet. Denn in einer Rezession sind die Kunden eher geneigt zu sparen anstatt Geld für große Neuanschaffungen auszugeben oder mit neuartigen Produkten zu experimentieren. Während eines Booms tritt genau der entgegengesetzte Effekt ein. Die Kunden sind großzügiger mit ihrem Geld.
Das ist natürlich auch für eine Existenzgründung von Bedeutung, um sich eine Vorstellung von den zu erwartenden Einnahmen machen zu können.

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