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Die Geschäftsidee

Wäre es nicht schön, eines Morgens einfach mit einem Geistesblitz aufzuwachen? Mit einer weltverändernden Idee, aus der sich eine Karriere aufbauen lässt, von der man leben kann und die vielleicht auch noch Spaß macht? Der Großteil aller Ideen ist leider weder revolutionär, noch neu. Dennoch kann man heutzutage aus fast jeder Idee ein Geschäft aufbauen – Kreativität ist gefragt.

Die Geschäftsidee

Oftmals ist es einfach eine kleine Unannehmlichkeit, die im Alltag auffällt und eigentlich behoben werden könnte: Die Marktlücke ist entdeckt. Dann heißt es: „Hat denn noch keiner an ... gedacht?“ Und das wäre der Moment, in dem man darauf kommen könnte, selber derjenige zu sein, welcher daran denkt dieser Nachfrage ein Angebot gegenüberzustellen.

Vorausgesetzt, es gibt Leute, die sich für die Idee interessieren.
Genauso wie Gottfried Daimler seine Erfindung unterschätzte (er glaubte es würden maximal 500 Autos produziert werden, dann wäre der Markt gesättigt), kann es passieren, dass der enthusiastische Existenzgründer in spe seine Idee überschätzt. Daher ist eine Testphase angeraten, die sehr gut auch erst einmal nebenberuflich gestartet werden kann, um, im Falle des Scheiterns, nicht ohne Job dazustehen.
Auch wenn ein Einzelunternehmer natürlich kein Vermögen in Forschungs- und Entwicklungsarbeit stecken kann, sollte es doch das Mindeste sein, einen Prototyp herzustellen und bei der Verwandtschaft vorzustellen; besser noch, ein paar potentielle Kunden finden und ihre Meinung zu der Geschäftsidee erfragen. Vielleicht haben die ja ganz andere Vorstellungen, von dem, was sie kaufen wollen. So kann die Geschäftsidee im Kleinen gestartet und nach und nach ausgebaut werden. Weiterhin kann es von Interesse sein, ein wenig in die Zukunft zu denken. Taugt die Idee auch in mehreren Jahren noch etwas, oder wird sich die Gesellschaft, die Technologie, der Wirtschaftszyklus, eben alles, was das Geschäft beeinflussen kann, bis dahin ändern und die Geschäftsidee nichtig machen?

Eine Idee muss nicht einmal neu sein. Sie kann auch einfach ein bekanntes Konzept auf ein neues Beschäftigungsgebiet oder in eine neue geographische Region übertragen. Wie ca. 95 % aller „neuen“ Geschäftsideen, ist auch das Onlineportal für Studenten studivz.net nur ein aus den USA kopiertes „Me-too“-Konzept.
Genauso können bereits existierende Ideen weiterentwickelt oder neu aufbereitet und so neu verkauft werden, frei nach dem Prinzip „aus alt mach neu“. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Konkurrenz nicht parallel ähnliche, womöglich günstigere Produkte konzipiert.

Genauso gut können Spezialisierungen funktionieren, jedoch nur in einem entsprechenden Umfeld. Ein Fleischer, der sich beispielsweise auf die Beschaffung und Verarbeitung von Schlangenfleisch spezialisiert, kann sicher sein, dass er exklusive Kunden findet, wenn er dies in einer Großstadt tut, nicht jedoch in einem kleinen Dorf.

Die wohl praktischste Möglichkeit ist die Übernahme eines bereits bestehenden kleinen Unternehmens, dass einen Nachfolger sucht. Neben sämtlichen Nachteilen, die mit einem alteingesessenen Betrieb einhergehen, ist der bestechende Vorteil, dass das Untenehmen bereits existiert und eine neue Idee somit nicht mehr notwendig ist.

Wer fest entschlossen ist, sich selbstständig zu machen, aber partout keine Idee hat, dem kann immer noch geholfen werden. Internet-Datenbanken mit Vorschlägen zu Geschäftsideen können ebenso wie Gründermessen als Quellen kreativer Inspiration durchaus von Nutzen sein. Allerdings stellt sich die Frage, ob man, wenn man so ideenlos ist, den Schritt in die Selbstständigkeit überhaupt wagen sollte, denn spätestens wenn es zur Vermarktung der Idee kommt, benötigt man wieder Kreativität.

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