Bei einer Gründung besonders wichtig: der Marketingplan
Das dringendste Ziel von Existenzgründern ist es, Kunden zu gewinnen. Aller Anfang ist schwer, denn Kunden kommen in der Regel nicht von alleine. Die Leistungen oder Produkte müssen beworben und bei der Zielgruppe bekannt gemacht werden. Schließlich nützt eine hervorragende Qualität und ein besonders kundenorientierter Service wenig, wenn der potentielle Kunde nichts davon weiß.
Planlose und spontane Marketingmaßnahmen können jedoch leicht ineffektiv und kostspielig werden. Es empfiehlt sich daher schon vor der Existenzgründung einen Marketingplan aufzuschreiben. Der Marketingplan besteht aus vier Bausteinen: der Situationsanalyse, den Zielsetzungen, den strategischen und den operativen Stellgrößen im Marketing.
In der Situationsanalyse werden sowohl die internen als auch die externen Unternehmensfaktoren untersucht. Ein beliebtes Analyseverfahren ist die SWOT-Analyse. SWOT ist ein englisches Akronym der Begriffe Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunties (Chancen) und Threats (Risiken). Die Stärken und Schwächen des Unternehmens werden den externen Chancen und Risiken gegenüber gestellt. Ohne eine gründliche Situationsanalyse ist eine sinnvolle Marketingplanung nicht möglich.
Auf Grundlage der Ergebnisse aus der Situationsanalyse werden dann die kurz- und langfristigen Marketingziele definiert. Neben qualitativen Zielen, wie zum Beispiel die Erhöhung der Kundenzufriedenheit oder die Verbesserung des Unternehmensimages, sind dies vor allem quantitative, also messbare Ziele, wie zum Beispiel eine Umsatzerhöhung von 10% oder die Gewinnung von 50 neuen Kunden.
Sind die Ziele definiert, lassen sich Marketingstrategien ableiten, welche dann mit operativen Marketingmaßnahmen unterfüttert werden. Die Marketingstrategien und -maßnahmen werden in Form eines detaillierten Jahresplanes festgeschrieben. Der entstandene Marketingplan muss in regelmäßigen Abständen überprüft und an die neuen Umstände angepasst werden.


