Schlüsselkompetenzen
Literatur recherchieren in Bibliotheken und Internet
Du suchst Überblicksliteratur zu Schiller? Du findest die internationale Studie zum Borkenkäfer im Harz nicht? Und wie findet man elektronische Zeitschriften im Internet? Die Rettung und Antwort auf all diese Fragen naht: Der Ratgeber "Schlüsselkompetenzen: Literatur recherchieren in Bibliotheken und Internet" führt Studenten in die Geheimnisse der Uni-Bibliothek ein.
Findwissen staat Fachwissen
Nicht nur Erstsemester sollten sich von diesem Buch angesprochen fühlen. Viele Studierende merken erst bei der ersten großen Hausarbeit oder bei der Bachelorarbeit, dass sie in ihrem Studium brauchbare Literatur finden müssen. Statt Fachwissen geht es also um Findwissen.
Wie aber funktioniert die eigenständige Recherche? Das vermitteln dem Leser drei doktorierte AutorInnen, die jede(r) an großen Universitätsbiliotheken arbeiten und leitende Funktionen innehaben. Fabian Franke, Anette Klein und André Schüller-Zwierlein kennen das Arbeiten in einer Bilbiothek in- und auswendig.
Zitieren heißt Führen
Ein zentrales Problem vieler Studenten ist das richtige Zitieren. Wie etwa verweise ich korrekt auf einen Artikel über Schiller? Den Autoren zufolge kann man sich das Zitieren physisch als Führen vorstellen: Sie nehmen ihren Professor bei der Hand und leiten ihn zu der "Zeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft". Doch welche Ausgabe ist es? Sonderheft Nummer 6.
Der Name des Herausgebers ist in diesem Fall Georg Braungart, der Titel des Artikels "Leben, Denken und literarisches Schaffen". Das Zitat befindet sich auf S. 56. So genau musst du beim Zitieren sein. Stell dir vor, du vergisst die Seitenzahl - der Professor hätte eine Zeitschrift mit 1000 Seiten vor sich und damit keine Chance, dein Zitat zu finden.
Überlegen, kombinieren, suchen
Das Buch liefert zudem Informationen über Online-Kataloge, Datenbanken, die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) und die gängigen Suchmaschinen. Wenn man die Quellen gefunden hat, steht man allerdings vor einem neuen Problem: Wie formuliere ich meine Suche? Oftmals "denkt" der Computer nicht wie ein Mensch und man findet überhaupt nicht das, wonach man sucht.
Statt wahllos nach Schlagwörtern zu suchen (wie etwa "Schiller"), kann man zum Beispiel eine thematische Suche vollziehen. In diesem Fall kann man eine Liste von Suchbegriffen zusammenstellen: "Schiller - Ästhetik - Aufklärung - Erziehung". Diese Begriffe kannst du miteinander kombinieren, in verschiedenen Sucheinstellungen eingeben und dadurch ganz unterschiedliche Ergebnisse erwarten.
Wer sich bisher nicht in den Irrungen und Wirrungen der Universitätsbibliothek zurechtgefunden hat, erhält durch den Ratgeber etwas Licht im Dunkel. Anhand von konkreten Beispielen werden die Vorteile verschiedener Suchformen erklärt und auch die typischen Fehler angesprochen. Gerade für Anfänger ist das Buch eine große Hilfe.
Christoph Schlüter
Schlüsselkompetenzen
Autor/en:
Fabian Franke, Annette Klein, André Schüller-Zwierlein
Verlag:
ISBN: 3476022668
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Quelle: Eigene Rezension


