Der Campus-Knigge
Von Abschreiben bis Zweitgutachten
Zu Beginn des Studiums stellt sich ein Erstsemesterstudent häufig viele Fragen: Redet man einen Professor mit seinem Titel an? Womit beschäftigen sich Altphilologen und was ist eigentlich ein HiWi? Der Campus-Knigge gibt Antworten auf diese Ungewissheiten.
Das Buch ist eine Art Lexikon, das den Uni-Alltag beschreibt. Die 69 Verfasser der einzelnen Artikel sind zum Teil selbst als Professoren an einer Universität tätig und sprechen daher von langjährigen Erfahrungen. In den einzelnen Artikeln philosophieren die Autoren ironisch über den Tagesablauf eines Studenten, schildern Erlebnisse aus ihrer Jugend und versuchen zum Teil auch den Ursprung der Worte zu klären.
Der Begriff „Englisch“ wird im Campus-Knigge folgendermaßen erklärt: „Eine schöne, eine große Sprache – wenn man sie beherrscht. Nicht zu verwechseln mit Globalesisch.“ „Zerstreutheit“ ist „neben dem Ausschlafen der zweite Grund für ein glückliches Leben in der Wissenschaft“. Und wer kennt ihn nicht, den zerstreuten Professor?
Ob Erstsemestertage, Antrittsvorlesung, Bibliothek, Studentenwohnheim oder Sprechstunde – die geschilderten Erlebnisse sind verschieden, doch eines ist den Einträgen gemeinsam: Es sind Erinnerungen wie das 11,5 qm große Zimmer im Studentenwohnheim oder das Jobben als Aushilfe in einem Restaurant, die Studenten verbinden.
Die Darstellung des Uni-Alltags ist sehr humorvoll, zum Teil aber auch überzogen. Man sollte keine sachlichen Informationen erwarten. Der Campus-Knigge wird Studenten und Wissenschaftler mit Sicherheit belustigen. Akademiker werden sich in vielen dieser kleinen Anekdoten wiedererkennen.
Der Campus-Knigge
Autor/en:
Bettina Beer, Milos Vec, Eva-Maria Engelen
Verlag:
Beck
ISBN: 3406550622
Weitere Informationen bei
amazon.de
Quelle: Eigene Rezension


