Keine Angst vor dem leeren Blatt
Ohne Schreibblockaden durchs Studium
Wer kennt das nicht, die Semesterferien sind da und die Hausarbeiten häufen sich mal wieder, doch wo fange ich an und wie verliere ich bei all der Schreibarbeit nicht den Kopf? So sitzt man dann wieder stundenlang vor der Flimmerscheibe des PCs und es will einem einfach nichts Gescheites einfallen! Genau dieses Problem packt der Professor der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und Leiter des Zentrums für professionelles Schreiben in seinem neuen Buch „Keine Angst vor dem leeren Blatt“ an und gibt nützliche Tipps diese Schreibblockaden zu überwinden.
Schreiben zwingt einen sich tiefgründig mit einer Problematik zu beschäftigen und anders als beim Hören oder Lesen, wo man schnell wieder Sachen vergisst, ist das Schreiben etwas Beständiges. Es gilt Probleme und aufgeworfene Fragen zu bewältigen und dafür Lösungen zu entwickeln. Durch den eigenen Schreibprozess lernt man mit seinem Wissen einen anderen Blickwinkel auf bestimmte Dinge zu werfen und genau diese Arbeit ist für viele Studenten sehr schwierig.
So sollte doch eigentlich der Klappentext das Motto der wissenschaftlichen Arbeit sein: Schreiben soll nicht Pflicht, sondern intellektuelles Abenteuer sein! Doch ist dies nicht immer so.
Dafür bietet das Buch vor allem Studenten hilfreiche Tipps und gibt wertvolle Anregungen für den kreativen Schreibprozess aus der Perspektive der Lernenden.
Nach Kruse ist es der einfachste Weg sich zuallererst Anregungen und Tipps aus anderen wissenschaftlichen Texten zu holen. Warum lese ich diesen langen Text zu Ende? Wie ist er aufgebaut und welche Fragen werden aufgeworfen, die mich zum weiter lesen anregen. Auch kann man sich am Schreibstil oder an den vorhandenen Strukturierungen orientieren und in die eigene Arbeit mit einbeziehen. Zur sprachlichen Verbesserungen des Textes sollten die Überarbeitungen erst zum Schluss vorgenommen werden und nicht im Laufe des Schreibprozesses. Um nicht den Überblick zu verlieren, hilft es sich den Text in kleinere Abschnitte einzuteilen und diese dann erst einmal einzeln zu bearbeiten. Diese stetige Arbeit hilft die Qualität der eigenen Arbeit zu steigern. Ein komplettes Kapitel beschäftigt sich mit der Entstehung einer wissenschaftlichen Arbeit und gibt dazu eine Arbeitsanleitung. Dieses ist perfekt für Einsteiger und auch Fortgeschrittene gleichermaßen. Außerdem werden Themen wie das richtige Zitieren oder auch das anrüchige Plagiat angepackt und interessant diskutiert, so werden Ängste und Unwissen durch praktische Hinweise aus der Welt geräumt. Otto Kruse versteht es, die vielschichtige Theorie mit der Praxis anhand von anschaulichen Beispielen zu verbinden.
Als Fazit: Es wird nicht nur auf die Ursachen eingegangen, sondern es werden auch nützliche Hilfen gegeben!
Von Mandy Sasse
Keine Angst vor dem leeren Blatt
Autor:
Otto Kruse
Verlag:
Campus Verlag
ISBN: 3593384795
Weitere Informationen bei
amazon.de
Quelle: Eigene Rezension


