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Bildwörterbuch: Der Mensch von Pons

Bildwörterbuch: Der Mensch von Pons
Bildwörterbuch: Der Mensch von Pons

Jeopardy der Anatomie: "A large, flat, triangular muscle enabling many shoulder movements; it also helps to extend the head." So oder so ähnlich könnte die Antwort im amerikanischen Jeopardy-Quiz zum Thema Anatomie lauten. Doch wovon ist hier die Rede? Mit dem neuen Pons Bilderwörterbuch in der Hand fällt die Antwort bzw. Frage leicht: "What is a trapezius?". 1700 Begriffe in Englisch und Deutsch hält der kleine und leichte Bildband bereit.

Wenn man das neue Bilderwörterbuch von Pons aufschlägt, staunt man nicht schlecht: Auf jeder Seite strahlen dem Leser klare und detaillierte Bilder entgegen. Die Seiten sind klar strukturiert: Am oberen Bildrand steht das Hauptthema auf Deutsch, in den äußeren Ecken steht jeweils der Titel, der am Anfang jedes Kapitels einmal ins Englische übersetzt und erklärt wird. Die verschiedenen Begriffe sind den Abbildungen mit Linien zugeordnet und werden auf Englisch definiert. Bei den Substantiven ist das Geschlecht mit einem kleinen hochgestellten Kapitälchen angegeben.

In sechs Hauptbereichen werden Themen wie Anatomie, Sinnesorgane und der menschliche Körper abgedeckt. Das Bildwörterbuch beschränkt sich aber nicht nur auf rein anatomische Themen, auch Rettungswagen, Krankenhäuser und Schutzkleidungsstücke sind auf den über 160 bebilderten Seiten zu finden. Wer einen bestimmten Begriff sucht, kann mithilfe der Register am Ende des Buches entweder den deutschen oder englischen Begriff direkt nachschlagen und die genaue Bedeutung anhand der Abbildung überprüfen. Dank der gut illustrierten Bilder ist es aber auch möglich, einen Begriff zu finden, wenn man keine genaue Vorstellung von diesem hat. Bei jedem anderen Wörterbuch muss man das betreffende Stichwort vor dem Nachschlagen wissen und kann es nicht einfach so durchblättern.

Fraglich ist allerdings doch, was Schutzhelm oder Gehhilfen mit der Anatomie des Menschen zu tun haben. Auch wenn die Erweiterung des Themenbereiches nicht von Nachteil ist, fragt man sich bei dem Büchlein schon manchmal, ob nicht der Schwerpunkt oder die Zielgruppe doch ein bisschen verfehlt wurde. Die Bildwörterbuchreihe wurde laut Pons für Laien entworfen, ob diese aber etwas mit Begriffen wie "oropharyngealtubus" anfangen können, ist eher fraglich. Auch die dazugehörige englische Erklärung kann für Laien, die ihre Englischkenntnisse aufbessern wollen, etwas schwer verständlich sein, da keine deutsche Übersetzung angeben ist. Man sollte sich also schon ein wenig mit dem Thema Medizin auskennen, um die Definitionen nachvollziehen zu können.

Die aufgeführten Fachbegriffe sind eher etwas für Biologie- oder Medizinstudenten, die schon die Bedeutung und Funktion der deutschen Begriffe kennen und nun eine englische Übersetzung suchen. Auch in der Patientenversorgung kann das Buch von Nutzen sein und Verständnisprobleme vermeiden. Wenn ein deutscher Arzt einem Nicht-Muttersprachler etwas erklären möchte, kann er auf die ausführlich illustrierten Bilder und die dazugehörigen Erklärungen verweisen. Für nicht einmal zehn Euro ist das Buch auch keine große Anschaffung und kann als kleine Hilfestellung in der Arztpraxis zur Verfügung stehen.

Sarah Kreienmeier

Bildwörterbuch: Der Mensch von Pons

Autor/en: Jean-Claude Corbeil, Ariane Achambault
Verlag:
ISBN:

Quelle: Eigene Rezension

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