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Schreiben im Beruf

Wirksame Texte durch effiziente Arbeitstechnik

Schreiben im Beruf
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„Wie man effizientes und effektives Schreiben lernt, zeigt dieses Buch.“ Auf so genannten Schreibcoachings aufbauend, versuchen Daniel Perrin und Nicole Rosenberger dem Leser zu einer gewissen Schreibroutine zu verhelfen. Die berühmte Angst vor dem leeren Blatt muss nicht zwangsläufig zu einer Blockade führen, vorausgesetzt man beherrscht eine Arbeitstechnik, der man vertrauen kann.

„Schreiben braucht Rhythmus“ lautet das erste Kapitel dieses Taschen-Ratgebers aus der Reihe „Pocket Business“ von Cornelsen. Die Gratwanderung zwischen Kontrolle und Loslassen kann durch die Schreibspirale gelingen: Zunächst muss einem das eigene Ziel bewusst werden, nachdem der Aufbau geplant ist geht es darum den Schreibfluss zu steuern und zu schreiben ohne sich an Kleinigkeiten und einzelnen unvollendeten Passagen aufzuhalten. Erst zum Schluss, nach diesem ersten Schreib-Durchlauf wird der Text noch einmal überdacht und gegebenenfalls überarbeitet.

Die 12 Arbeitstechniken, die diesen Prozess erleichtern sollen, sind simpler als man denkt und vielleicht gerade deshalb effektiv. Als erstes geht es darum den Arbeitsplatz zu nutzen, aber auch Ortswechsel in betracht zu ziehen, wenn die Arbeit zum stocken kommt.
Um das Ziel zu finden, also den Kern des zu verfassenden Textes zu treffen bzw. zu erarbeiten, kann man zum Beispiel die „Überfall-Technik anwenden“. - Hier geht es darum beispielsweise einem Freund unter Zeitmangel (z.B. an einer Bushaltestelle) die Kernaussagen des Textes zu vermitteln. Danach wird es Ihnen, das behaupten die Autoren, leichter fallen auch auf dem Papier das Thema auf den Punkt zu bringen.

In der zweiten Schreibphase geht es darum den Aufbau des Textes zu planen, denn das Konzept im eigenen Kopf ist die Grundlage für einen erfolgreichen Schreibakt. Die Gedankengänge sollten bereits vor dem eigentlichen Schreiben zurecht gelegt werden, sodass Überflüssiges entfernt werden kann. Jedes Wort mehr als notwendig ist ein Wort zu viel. Hier kann man sich auch an eine bekannte Person wenden, mit der man dann den „Rückerklär-Test“ durchführen kann. So sieht man ob die Hauptaussage des Textes transparent dargestellt wurde.

Um den Schreibfluss zu steuern (Schreibphase drei) bietet sich u.a. die E-Mail-Technik an. Hier soll der Verfasser ebenfalls einen Bekannten per Mail anschreiben, um ihm mit Hilfe eines informalen Vokabulars, das Thema näher zu bringen. Dies kann Knoten im Schreibfluss lösen und zu einer Erleichterung logisch komplexer Sachlagen führen. Zum Abschluss kann man den Text noch einmal überarbeiten, allerdings würde man ihn eher überfliegen als gründlich durchzulesen, da man sich ja bereits seit einer längeren Zeit mit dem Inhalt vertraut ist. Dafür gibt es den Typo-Test – Nur indem man den Text beispielsweise mit dem Schrifttyp Arial statt dem bekannten Times New Roman anzeigen lässt, verändert sich die Wahrnehmung des Lesers. Das Geschriebene wird neu aufgenommen und kann so leichter überarbeitet werden.

Dies sind nur einige der insgesamt 12 Arbeitstechniken zur Optimierung des eigenen Schreibprozesses. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass in jedem Kapitel auch mehrere Textbeispiele mit einer überarbeiteten Version und Erläuterungen zur falschen Herangehensweise enthalten sind.

Fazit: Wieder ein empfehlenswerter Ratgeber von Cornelsen.

Von Ali Konyali

Schreiben im Beruf

Autor/en: Daniel Perrin , Nicole Rosenberger
Verlag: Cornelsen
ISBN: 3589234407 Weitere Informationen bei amazon.de

Quelle: Eigene Rezension

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