Das Jobwechsler-Buch (Selbsttraining Karriere)
Mit der richtigen Strategie zum neuen Job: Cornelsen-Autor Hans-Georg Willmann im Interview Wer seinen Job wechseln will oder muss, tut sich oft schwer. In seinem Ratgeber Das Jobwechsler-Buch (Cornelsen Verlag Scriptor, 14,95 Euro) beschäftigt sich Hans-Georg Willmann mit geeigneten Prozessen des aktiv gestalteten Jobwechsels. Der Cornelsen-Autor im Interview:
Zu Beginn eine persönliche Frage: Wie viele Jobs hatten Sie schon? Und: Sind Sie stetig mit einem Masterplan initiativ vorausgegangen?
Willmann: Jobs im Sinne von „Geld verdienen“ hatte ich unzählige. Vom Kohlenschleppen, übers Zeitungsaustragen bis hin zur Sekretariatsarbeit. Jobs im Sinne von „Beruf und Berufung“ hatte und habe ich einen. Als Diplom-Psychologe und Industriekaufmann arbeite ich seit elf Jahren als Personalberater und Coach. Und als Selbständiger habe ich natürlich jede Menge Jobs im Sinne von Aufträgen. Also viele Wechselsituationen. Einen Masterplan? Nun, ich habe stets für mich selbst entschieden – was mir gut tut und was ich machen will, bevor andere das für mich entschieden hätten.
In Zeiten der Krise: Warum dieses Buch, zum jetzigen Zeitpunkt?
Willmann: Weil bei den Menschen gerade in Zeiten der Krise der Druck und das Gefühl der Abhängigkeit von einem Arbeitgeber wachsen. Den Jobwechsel zu beherrschen, macht unabhängig von einem einzelnen Arbeitgeber und gibt selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Sicherheit. Das Jobwechsler-Buch vermittelt diese Fähigkeit.
Der Buchtitel klingt wie eine Ermunterung oder gar Aufforderung. Wen sprechen Sie konkret an?
Willmann: Jeder von uns ist ja ein Jobwechsler, mehrmals in seinem Berufsleben. Das ist eine statistische Binsenweisheit. Mit meinem Buch spreche ich Arbeitnehmer an, die sich schon seit längerem mit dem Gedanken tragen den Job, also den Arbeitgeber, zu wechseln, weil sie sehr unzufrieden sind oder der nächste Schritt in der Laufbahnplanung ansteht. Diese beiden Zielgruppen sind in Krisenzeiten erfahrungsgemäß eher verunsichert und denken, dass sie die Füße stillhalten müssten, aus Angst, bald auf der Straße zu stehen. Und natürlich habe ich das Buch für die vielen Arbeitnehmer geschrieben, die sich einer drohenden Arbeitslosigkeit gegenübersehen.
Der Untertitel „Wie Sie es sich leicht machen, einen neuen Job zu finden“ - ist das nicht ein Widerspruch?
Willmann: Nein, absolut nicht. Selbst in Krisenzeiten gibt es Arbeit. Natürlich ist es schwieriger, sie zu finden. Da braucht der Jobwechsler gute Strategien, Mut, Motivation und das Wissen, wo sich die Arbeit versteckt, und eben, wie er es sich leicht macht, sie zu finden. Denn jobwechseln kann jeder lernen – wie schwimmen oder Auto fahren.
Welche Fehler beim Jobwechseln sollte man tunlichst vermeiden?
Willmann: Der Jobwechsler sollte bereit und fähig sein, den notwendigen Einsatz für sein Jobziel zu leisten. Unrealistische Ziele stellen bei Weitem den größten Misserfolgsfaktor beim Jobwechseln dar. Eine zweite Fehlerquelle ist das Unwissen über die Arbeit eines Personalentscheiders im Unternehmen. Die Kandidaten machen sich erfahrungsgemäß viel zu wenig Gedanken darüber, was das neue Unternehmen eigentlich braucht. Und drittens spielt eine große Rolle, wie aktiv der Jobsucher seinen Wechsel angeht.
Wie kann es als Jobwechsler gelingen, aus der Perspektive der Personalentscheider zu denken?
Willmann: Indem der Jobwechsler sich überlegt, was für die Arbeit bei der Personalauswahl wichtig ist.. Was ein Personalentscheider von einem Bewerber wissen muss, um eine „sichere“ Entscheidung für ihn treffen zu können. Überlegen Sie, was die andere Seite braucht. Überlegen Sie, was davon Sie zu bieten haben, und dann teilen Sie es Ihrem Gegenüber so mit, dass er es auch versteht.
Welche Prozesse muss man persönlich in Gang setzen?
Willmann: Aktiv sein. Machen. Handeln. Egal wie Sie es ausdrücken wollen: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Ein erfolgreicher Jobwechsler ist deshalb erfolgreich, weil er das Heft des Handelns nicht aus der Hand gibt. Er wartet nicht darauf, dass ihm die gebratenen Tauben in den Mund fliegen. Er lernt zu jagen. Beim Jobwechseln ist das ähnlich: Der erfolgreiche Kandidat bietet seine Arbeitskraft ohne zu zögern aktiv an.
Und was, wenn es nicht gleich beim ersten Mal klappt?
Willmann: Oh, es wird nicht bei der ersten Bewerbung klappen. Das kann ich Ihnen versprechen. Wer das erwartet, wird schnell frustriert aufgeben. Was ich Ihnen aber versprechen kann ist, dass den Job zu wechseln, das heißt einen neuen Job zu suchen und zu finden, eine endliche Aufgabe ist. Wer das weiß und akzeptiert, wird sich viel leichter tun, einen neuen Job zu finden. Nur wenn ein Jobwechsel über mehr als sechs Monate nicht klappt, dann sollten Jobwechsler fachmännischen Rat bei einem Jobcoach suchen. Mehr zu den Selbsttrainings Karriere im Internet unter: www.berufskompetenz.de
Das Jobwechsler-Buch (Selbsttraining Karriere)
Autor:
Hans-Georg Willmann
Verlag:
Cornelsen
ISBN: 3589237368
Weitere Informationen bei
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Quelle: Eigene Rezension


