Bewerbung um ein Praktikum
Fragt man heutzutage einen Personalverantwortlichen nach den Qualifikationen, die ein Bewerber mitbringen muss, um für eine ausgeschriebene Stelle in Frage zu kommen, so kommt eine Antwort ganz bestimmt, und zwar unabhängig von Position oder Branche: Berufserfahrung bzw. praktische Erfahrung.
Das macht deutlich, welchen Stellenwert Praktika in der heutigen Berufswelt einnehmen. Oft werden Praktika bereits in der Schul- oder Studiumszeit absolviert, und dies macht auch durchaus Sinn. Doch gerade junge Menschen unterschätzen häufig den Aufwand, den die Praktikumsplatzsuche und die anschließende Bewerbung so mit sich bringen.
Fakt ist, dass Personalverantwortliche auch von Jugendlichen perfekte Bewerbungsunterlagen und ein souveränes Auftreten erwarten. Und genau dabei wollen Christian Püttjer und Uwe Schnierda mit ihrem Ratgeber „Bewerben um ein Praktikum“ Hilfestellung leisten.
Natürlich gelten für die Praktikums-Bewerbung die gleichen grundlegenden Regeln wie für die Bewerbung um einen Arbeitsplatz, doch es gibt auch jede Menge Besonderheiten, auf die man definitiv achten sollte, wenn die Bewerbung letztlich von Erfolg gekrönt sein soll.
Die Autoren begleiten die Bewerber von Anfang an bei ihren Bemühungen um ein Praktikum und beginnen schon bei der effektiven Suche und den damit verbundenen verschiedenen Möglichkeiten der Recherche.
Hat man sich schließlich für einen oder sogar mehrere potentielle Plätze entschieden, so folgt der zweite Schritt: Die Kontaktaufnahme. Die Autoren des Ratgebers gehen dabei auf die unterschiedlichen Möglichkeiten (Schriftliche Kontaktaufnahme, Kontaktaufnahme per E-Mail, Persönliche Kontaktaufnahme und Telefonische Kontaktaufnahme) genau ein, erläutern Vorteile und Nachteile, helfen bei der Entscheidung und führen schließlich alle Punkte nochmals detailliert und einzeln aus.
Auch das Vorstellungsgespräch als dritter Punkt nach Suche und Kontaktaufnahme wird ausführlich thematisiert. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf den unterschiedlichen Themengebieten, zu denen Bewerber im altbekannten Frage- und Antwort-Stil häufig Stellung nehmen müssen. Dazu gehören u.a. Fragen zum Praktikumswunsch, zur Schule oder Hochschule, zu Stärken und Schwächen und zur Persönlichkeit. Durch die im Buch aufgeführten Beispielfragen und die dazugehörigen Negativ- und Positivbeispiele für Antwortmöglichkeiten kann sich der Bewerber optimal auf ein eventuell anstehendes Vorstellungsgespräch einstellen und durch ein sicheres Auftreten überzeugen.
Püttjer & Schnierda verlassen den Leser nach diesem Punkt jedoch nicht etwa und wünschen ihm weiterhin viel Glück. Sie verweisen auf die Wichtigkeit eines guten Praktikumszeugnisses und geben Tipps, wie man Schwachstellen im Zeugnis erkennen kann, geben Zeugnisbeispiele und ermutigen dazu, um eine eventuell nötige Verbesserung des Zeugnisses zu bitten.
Doch auch die persönlichen Erfahrungen, die man durch ein absolviertes Praktikum erlangt hat, sind wichtig. Und so heißt das letzte Kapitel des Buches: „Rückblende: Reflektieren sie ihr Praktikum.“.
Der Ratgeber selbst ist übersichtlich aufgemacht und verständlich geschrieben. Die Autoren gehen Schritt für Schritt vor, erläutern die einzelnen Punkte ausführlich und geben viele anschauliche Negativ- und Positivbeispiele, an denen sich der Leser leicht orientieren kann. Hilfreich sind auch die vielen Checklisten, in denen die wichtigsten Punkte der einzelnen Kapitel nochmals zusammengefasst wurden. So hat der Bewerber die Möglichkeit, nach jedem Schritt noch einmal zu überprüfen, ob er an alles gedacht und keine Fehler gemacht hat.
Der Ratgeber „Bewerben um ein Praktikum“ von Püttjer & Schnierda ist somit all jenen zu empfehlen, die sich der Wichtigkeit von Praktika bewusst sind und bei ihrer Bewerbung auf Nummer Sicher gehen wollen.
Von Anika Möbus
Bewerbung um ein Praktikum
Autor/en:
Christian Püttjer, Uwe Schnierda
Verlag:
Campus Verlag
ISBN: 3593378159
Weitere Informationen bei
amazon.de
Quelle: Eigene Rezension


