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Kauderwelsch, Spanisch für Panama

Kauderwelsch, Spanisch für Panama
Kauderwelsch, Spanisch für Panama

Panama ist das schönste Land der Welt – zumindest nach der Kindergeschichte „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch. Aber auch in der Realität verzaubert es mit der Schönheit seiner Berge, der Lage zwischen Karibik und Pazifik und seinem dichten Dschungel. Man kann also hinfahren, sich einen schönen weißen Panama-Hut aufsetzen und wochenlang faul in der Hängematte liegen. Wer das aber schon zu Hause tut und beim Reisen lieber Land und Leute kennenlernen möchte, der sollte am besten etwas Spanisch können. Zu empfehlen ist hierfür der Sprachführer „Spanisch für Panama“ aus der Kauderwelsch-Reihe des „Reise Know-How“ Verlags.

„¿Qué hace en Panamá?“ - Was machen Sie in Panama? Dies ist wohl eine der ersten Fragen, die man als Tourist in Panama gestellt bekommen wird. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man sich bis dahin eine kreativere Antwort als „Reisen.“ ausgedacht hat. Überhaupt sollte man sich laut Sprachführer sehr höflich benehmen, da auch die Einwohner Panamas überaus freundlich miteinander umgehen. Empfohlen wird deshalb die Benutzung der Höflichkeitsform „usted“ (Sie).

Als Anrede wird üblicherweise "señor" bzw. "señora" benutzt. Für unverheiratete Frauen gibt es außerdem die Bezeichnung "señorita" (Fräulein). Wer aber ist nun bereits señora und wer noch señorita? „Woher man das wissen soll, ist die andere Frage. Doch machen Sie sich nicht zu viele Gedanken, da señorita auch „Sie sehen aber gut / jung aus“ bedeuten kann.

Das Spanisch Panamas ist durchaus mit dem „spanischen Spanisch“ vergleichbar, es gibt jedoch Unterschiede. Teilweise ähneln die sprachlichen Ausdrücke sogar den deutschen Begriffen. So gleicht das panamaische „computadora“ dem deutschen Computer mehr als das spanische „ordenador“. Dass "regadera" in Panama "Dusche" bedeutet, lässt sich nicht herleiten. Anders in diesem Fall das spanische „ducha“. Ein typisch panamaischer Ausdruck ist übrigens „alboroto“ (Chaos), das bei Verabredungen durchaus einmal entstehen kann. Wenn man sich mit einem Panamaer verabredet, darf man keine Pünktlichkeit erwarten. 20 Minuten Verspätung sind keine persönliche Beleidigung sondern gehören zum guten Ton. So sollte man auch bei Einladungen 5-10 Minuten später kommen, um die Gastgeber, die mit dem Essen wohl noch nicht ganz fertig sind, nicht in Verlegenheit zu bringen. Wenn es dann aber heißt: „¡La comida está lista!“ (Das Essen ist fertig!), sollte man ordentlich zulangen, das ist (wohl nicht nur in Panama) gern gesehen!

Neben zahlreichen Tipps zu Gesprächen mit Einheimischen und Gepflogenheiten des Landes enthält der Sprachführer auch ein paar grundsätzliche grammatische Regeln. Diese gehen aber nie in die Tiefe sondern liefern lediglich eine solide Grundlage für das Erlernen der Sprache. Sehr hilfreich ist zudem die Übersetzung „Wort für Wort“. So wird der Satz „¿Dondé están las regaderas?“ zunächst mit „wo (sie-) sind die Gießkannen?“ wiedergegeben. Die wortwörtliche Übersetzung gibt so einen Einblick in den Aufbau des panamaischen Spanisch. Im richtigen Deutsch werden in diesem Fall aus „Gießkannen“ allerdings „Duschen“.

Eine umfassende Darstellung der Sprache Panamas bietet der Sprachführer nicht. Wer aber einen Urlaub plant und ein paar Floskeln und Gesprächshilfen sucht, der ist mit dem Buch „Spanisch für Panama“ gut bedient und kann herausfinden, ob Panama wirklich das schönste Land der Welt ist.

Christoph Schlüter

Kauderwelsch, Spanisch für Panama

Autor: López, Maritza
Verlag: Reise Know-How Verlag
ISBN: 9783894163136 Weitere Informationen bei amazon.de

Quelle: Eigene Rezension

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