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Spanisch für Cuba

Wort für Wort

Spanisch für Cuba
Spanisch für Cuba

La perla de Caribe – Kuba gilt aufgrund seiner Schönheit als die „Perle der Karibik”. Dank der Nähe zu den USA kommt man hier als Tourist gut und gern mit Englisch zurecht. Noch besser für uns ist die Tatsache, dass man selbst mit der deutschen Sprache in Kuba durchaus seinen Weg machen kann. Warum das so ist und man vielleicht trotzdem ein wenig Spanisch lernen sollte, erklärt uns der Sprachführer „Spanisch für Cuba“ aus der Kauderwelsch-Reihe des „Reise Know-How“ Verlags.

Gleich zu Beginn des Sprachführers wird eine erste Ähnlichkeit zur deutschen Sprache festgestellt: Die Vokale (a,e,i,o und u) werden im kubanischen Spanisch genauso ausgesprochen. Auch der Papa ist in Kuba der papá. Vergisst man allerdings, die zweite Silbe zu betonen, ist der papa plötzlich der „Papst“ oder gar die „Kartoffel“. Wobei ja auch wir gern Kartoffeln mögen, wenn auch meist von „Mama“ zubereitet und nicht vom „Papa“.

Die eigentliche Verbundenheit von Kuba und Deutschland liegt in einem gemeinsamen Teil der Geschichte. Kuba galt der DDR lange als sozialistisches Vorbild und so wurden Tausende von Kubanern in der DDR ausgebildet. Viele Jahre waren die beiden Länder wichtige Wirtschaftspartner und Fidel Castro gab es ja sogar noch länger als die DDR. Mit einem leicht sächsischem Dialekt hat man in Kuba also keine schlechten Chancen.

Der Sprachführer wäre aber kein Sprachführer, wenn er nicht trotzdem Wert auf das Erlernen des einheimischen Spanisch legen würde. Es werden grundlegende grammatische Regeln vermittelt, die sich wirklich nur auf das Wesentliche konzentrieren. Sie sollen dazu anregen, überhaupt erst einmal die Sprache kennenzulernen. Wenn einem etwa das Geld ausgegangen ist und man etwas abheben möchte, hilft etwa der Satz: „¿Dónde hay un banco?“

Um die Unterschiede zur deutschen Sprache zu verstehen, sind vor allem die Übersetzungen „Wort für Wort“ hilfreich. So wird z.B. der Satz „Tengo treinta y tres años“ zunächst mit „Ich habe dreißig und drei Jahre“ übersetzt. Gemeint ist natürlich „Ich bin dreiunddreißig“, doch mit der wortwörtlichen Wiedergabe erkennt man etwas leichter die Struktur des kubanischen Spanisch. Richtig gut lernen kann man die Sprache natürlich erst im direkten Kontakt mit den Menschen.

Ein Geheimtipp für solche Gespräche kommt vom Autoren selbst, einem Mann mit dem schönen Namen Alfredo L. Hernández. Er ist in Kuba aufgewachsen und weiß um die Gastfreundschaft seiner Landsleute. Obwohl es offiziell noch immer verboten ist, vermieten immer mehr Kubaner Schlafplätze an Touristen. Diese Alternative zum Hotel ist zum Einen billiger und zum Anderen kommt man gleich mit den Menschen ins Gespräch. Dabei wird man als Europäer schnell feststellen, dass Kuba ein Land des „Machismo“ ist.

Auch wenn das Reisen mit Bus oder Bahn sich manchmal als schwierig gestalten kann, so ist es doch die Mühe wert. „Das ist der schönste Flecken Erde, den ich je gesehen habe!“, soll etwa Christopher Kolumbus ausgerufen haben, als er das erste Mal Kuba betrat. Und wie stolz die Kubaner auf ihr Land sind, zeigt das weltweit bekannte Nationallied „Guantanamera“.

Yo soy un hombre sincero de donde crece la palma y antes de morirme quiero echar mis versos del alma.

Nach dem Genuss des Sprachführers kann man sicherlich auch diesen Text übersetzen. Nur so viel sei gesagt: Er handelt von blühenden Palmen, einer gequälten Seele und aufrichtigen Menschen. Na dann, du meine Perle der Karibik – „Viva la revolucion!“

Christoph Schlüter

Spanisch für Cuba

Autor: Alfredo Hernandez
Verlag: Reise Know-How Verlag
ISBN: 3894163232 Weitere Informationen bei amazon.de

Quelle: Eigene Rezension

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