Practical Everyday English – A self study method of spoken English for upper intermediate and advanced students
"Ich spreche fließend Englisch!" Das kann mittlerweile ein großer Teil der Weltbevölkerung von sich behaupten. Doch wie sieht es mit der Umsetzung in der Praxis aus? Den meisten fiel es leicht sich mit dem Lehrer in Schule, Studium oder Sprachkurs zu verständigen, doch das „Everyday English“ ist ein ganz anderes.
Schon wenn wir uns selbst einmal einen Tag beim alltäglichen Sprachgebrauch beobachten, fällt uns schnell auf, dass wir Wörter und Redewendungen benutzen, die für einen Deutsch-Lernenden nur schwer zu begreifen und/oder kaum herzuleiten sind. Wenn dann ein Nicht-Muttersprachler versucht deutsch zu reden und dabei grammatikalisch richtige Sätze wie „Ich aß gestern Nudeln.“ von sich gibt, rümpfen wir die Nase weil wohl die Meisten eher einen weniger hochgestochenen aber auch grammatikalisch falschen Satz wie „Ich habe gestern Nudeln gegessen.“ verwendet hätten.
Übertragen auf uns als Sprachschüler wird schnell deutlich, das „fließend“ in Deutschland noch lange nicht „fließend“ in Großbritannien und Co. bedeuten muss. Wortgruppen wie „to look forward to“, „Day off“ oder „to turn up“ sind normale und gebräuchliche Aussagen, die aber vielen in ihrem Vokabular fehlen.
Dieses Problem hat Steven Collins erkannt und genau solchen alltäglichen englischen Aussagen sein Buch „Practical Everyday English“ gewidmet. In seiner Einleitung stellt er schnell klar: gute Grammatik und großes Vokabular sind noch lange nichts alles. Für gute Noten in Prüfungen reicht es allemal, für den Alltag ist man aber lange nicht gewappnet. Muttersprachler benutzen ungewöhnliche Wörter und Satzkonstruktionen und vor allem reden sie sehr schnell. An diesem Punkt unterscheidet sich auch die beigelegte Audio-CD von anderen Englisch-Lern-CD’s.
„Your are not children!“… so begründet der Autor die fehlenden Zusätze wie Musik, farbige Bilder oder Spiele. Und vor allem die Geschwindigkeit, in der die Sprecher reden. Nur so kann man nach Meinung des Autors wirklich auf den alltäglichen Gebrauch vorbereitet werden.
Das Buch ist unterteilt in neun Kapitel, jedes Kapitel beinhaltet drei Lektionen, die in der Regel zwischen 10 und 15 Wörter und Wortgruppen beinhalten. Am Ende jedes Kapitels gibt es zusätzlich Dialoge und Übungen zur Festigung des Gelernten. Die Wörter bzw. Wortgruppen werden genannt und in einer leichteren englischen Übersetzung erklärt. Dann gibt es ein Beispiel für das bessere Verständnis, dem dann zusätzliche Ergänzung zur Verwendung oder Besonderheiten folgen. Deutsche Erklärungen gibt es logischerweise (es handelt sich um einen britischen Autor) nicht. Für Anfänger ist das Buch also mehr als ungeeignet.
Wer der englischen Sprache aber schon relativ mächtig ist und sich auch intensiv mit dem Buch beschäftigt, kann schnell gute Erfolge damit erzielen.
Von Juliane Pohl
Practical Everyday English – A self study method of spoken English for upper intermediate and advanced students
Autor:
Steven Wayne Collins
Verlag:
ISBN: 0952835827
Weitere Informationen bei
amazon.de
Quelle: Eigene Rezension

