Bewerbungsmappen
Hat ein Bewerber alle relevante Unterlagen für eine gelungene Darstellung zusammen gestellt, steht er vor der Entscheidung: Bewerbungsmappe – ja oder nein? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Während einige Bewerbungsratgeber zu einer möglichst teuren und aufwendigen Bewerbungsmappe raten, bevorzugen die meisten Personalverantwortlichen einfache Klemmhefter. Häufig spielt die Wahl der Mappe aber ohnehin eine eher untergeordnete Bedeutung und letztendlich ist das auch einfache eine Geschmacksfrage. Wichtiger sind Form und Inhalt der Bewerbungsmappe. Viele Unternehmen bevorzugen mittlerweile die E-Mail-Bewerbung. In diesem Fall erübrigt sich die Frage nach einer passenden Bewerbungsmappe.
Dennoch gibt es zwei entscheidende Kriterien, die Sie bei der Wahl einer Bewerbungsmappe beachten sollten: gutes Aussehen und einfache Handhabung. Zum guten Aussehen gehört neben einem schlichten und modernen Design vor allem auch die richtige Farbe. Personaler raten hier zu eher unaufdringlichen Farben wie Schwarz, Blau, Grau oder Weinrot. Verzichten Sie hingegen auf schrille Farben (Pink, Giftgrün oder Neongelb), sondern kaufen lieber dezente Bewerbungsmappen..
Für viele Unternehmen ist das zweite Kriterium, also das der einfachen Handhabung, sogar noch wichtiger. Gerade in großen Konzernen bekommen die Personalverantwortlichen häufig gar nicht die komplette Bewerbungsmappe in die Hand, sondern nur die eingescannten oder kopierten Dokumente. Daher ist es wichtig, dass Ihre Unterlagen leicht zu entnehmen und zu vervielfältigen sind. Von Spiral- und Klebebindungen sowie Schnellheftern und Klarsichthüllen ist deshalb eher abzuraten.
Auch die dreigeteilten Klappmappen sind nicht bei jedem Personalentscheider beliebt. Sie sind unhandlich und nehmen ausgeklappt viel Platz weg. Wenn Sie sich dennoch für diese Variante entscheiden sollten, achten Sie unbedingt darauf, dass beim Aufschlagen der Mappe sofort die wichtigsten Unterlagen ins Auge fallen.
Achten Sie bei der Anordnung der Unterlagen auf die richtige Reihenfolge: das Anschreiben liegt immer lose auf der Mappe auf und wird nicht eingeheftet oder eingeklemmt, die erste Seite der Mappe bildet das Deckblatt oder der Lebenslauf. Danach folgen die Anlagen, chronologisch oder nach Wichtigkeit angeordnet.
Einige Bewerber legen Ihren Unterlagen Rückport bei. Auch wenn das nett gemeint ist, ist dennoch dringend davon abzuraten. Denn damit erwecken Sie den Eindruck, dass Sie sich selbst keine Chancen auf die Stelle ausmalen und ohnehin damit rechnen, dass man Ihnen die Unterlagen zurückschickt. Wie soll dann der Personalverantwortliche Vertrauen in Sie und Ihre Befähigung haben?
Auch wenn nicht alle Personaler Wert auf eine Mappe (egal ob Klemmhefter oder Klappmappe) legen, sollten Sie dennoch nur dann Ihre Unterlagen komplett ohne Mappe verschicken, wenn das in der Stellenanzeige ausdrücklich gewünscht ist oder man Sie telefonisch darauf hingewiesen hat. Sonst könnte das Unternehmen den Eindruck gewinnen, dass Sie sich keine Mühe gegeben haben oder an Kosten sparen wollen.


