Wie finanziere ich den ERASMUS-Aufenthalt?
Je nach dem wo man hinfährt, ein ERASMUS-Aufenthalt ist oft nicht billig, zwar muss man an der Gastuni keine Studiengebühren bezahlen, aber in vielen Ländern sind die Lebenshaltungskosten und vor allem die Miete deutlich höher als in Deutschland.
Wie teuer ein Auslandssemester mit dem Erasmus-Programm wird, hängt in erster Linie von dem Land ab, in das man fährt, aber auch davon, wie sparsam oder freigiebig man ist. Am teuersten ist das Leben in den großen Städten wie Paris, London oder Rom und allgemein in den Ländern Norwegen, Dänemark, Großbritannien, Schweden, Irland, Frankreich und Finnland.
In Osteuropa ist es im Allgemeinen günstiger als in Deutschland, auch wenn die Preisunterschiede nicht mehr so groß sind wie noch vor einigen Jahren. In Ländern wir Irland und Großbritannien muss man häufig die Miete für den gesamten Auslandsaufenthalt im Voraus bezahlen, die sich inklusive Nebenkosten auf etwa 500 Euro monatlich belaufen kann.
Wenn man am Erasmus-Programm teilnimmt, hat man in der Regel Anspruch auf den Erhalt eines Erasmus-Stipendiums vom DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst), dieses beläuft sich auf etwa 50 bis 200 Euro im Monat. Normalerweise reicht das nicht zum Leben, vor allem da der Betrag nicht an die Lebenshaltungskosten im Gastland angepasst wird. Daher muss sich der durchschnittliche Erasmus-Student auf eine hohe finanzielle Eigenbeteiligung einstellen, denn schließlich möchte man während seines Auslandssemesters auch mal was unternehmen, zum Beispiel Essen oder ins Kino gehen.
Eine Möglichkeit zur Unterstützung ist das Auslands-BAföG, das im Einzelfall auch Studenten bewilligt wird, die in Deutschland kein BAföG bekommen. Da es aber oft lange dauert, bis die Leihgabe vom BAföG-Amt eintrifft, empfiehlt es sich, ein finanzielles Notpolster zu haben, auf das man im Bedarfsfall zurückgreifen kann.
Manche Studenten nehmen sich vor, während ihres Auslandssemesters im Gastland zu jobben, und sich so ein Taschengeld zu verdienen. Diese Möglichkeit besteht zwar generell, ist jedoch ziemlich unsicher, da man meist vorher nicht einschätzen kann, wie die Situation im Gastland sein wird. Oft reichen die Sprachkenntnisse nicht aus, um einen Job im Ausland zu bekommen oder die Arbeitsbelastung durch das Studium ist doch höher als erwartet. Darum ist der bessere Weg, vor dem Auslandsaufenthalt zuhause zu arbeiten, um sich etwas anzusparen, damit man seinen Erasmus-Aufenthalt unbeschwert genießen kann.


