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Bienvenue á la Suisse – Auslandsstudium in der Schweiz

Ein Auslandsstudium ist keine einfache Entscheidung. Der Versuch in die absolute Selbstständigkeit hinauszugehen, wird von immer mehr angehenden Studenten unternommen. Amerika, England und Spanien sind dabei für die meisten von uns utopische Ziele, ob sprachlich oder finanziell. Doch es gibt noch eine schöne Möglichkeit für diejenigen unter uns, die metaphysische Überlegungen nicht auf Spanisch untersuchen oder für ihre Unabhängigkeit nicht über den großen Teich fliegen wollen. Die Schweiz bietet auf kleinem Raum alles was das Studentenherz begehrt. Und selbst wenn man aus dem hohen Norden Deutschlands kommt, ist die Strecke aus der Heimat zum Studienort vergleichsweise klein.

Berner Oberland
Berner Oberland

Universitäten

Die Schweiz ist ja gemeinhin eher für ihren Käse und ihre Neutralität bekannt, was aber für Studenten eher eine untergeordnete Rolle spielt. Die großen Universitäten der deutschsprachigen Schweiz: Basel, Bern und Zürich haben durchweg einen guten Ruf und bieten eine wettbewerbsfähige Alternative zu den großen Universitäten Deutschlands. Ihre vergleichsweise geringe Studentenzahl schafft eine echte familiäre Atmosphäre unter den Studenten und eine Nähe zu den Dozenten, welche vor allem in den Prüfungsphasen einen nicht zu unterschätzenden Vorteil bietet. Auch die einzige zweisprachige Universität Freiburg/Fribourg ist ein spezieller Reiz für die, die sich vielleicht nur ein Stück weit auf ein Fremdsprachenstudium einlassen wollen. Das Angebot an Studiengängen ist trotzdem ähnlich vielfältig wie das einer deutschen Universität.

Land und Leute

Die Schweizer sind durchweg ruhige und entspannte Menschen, was sie von deutschen Studenten daher nicht groß unterscheidet. Die schweizerische „Mundart“ ist entgegen vieler Meinungen nicht das Sprechen von Hochdeutsch mit schweizerischer Prägung, sondern ein eigener Sprachstil des Deutschen, der schwer zu verstehen aber leicht zu lieben ist. Wenn Schweizer sich miteinander unterhalten, erhöht sich das Sprechtempo und die Sprache entwickelt sich zu mehr als einem bloßen Dialekt. Nach ein paar Monaten ist aber auch diese Hürde genommen und man versteht etwas mehr, auch wenn es so gut wie unmöglich ist die Mundart als Deutscher sprechen zu lernen. Die malerische Landschaften außerhalb der Städte und die unberührten Altstädte sind sehr schön anzusehen und versüßen den Aufenthalt zusätzlich.

Leben als Student

Die Lebenskosten in der Schweiz sind im Prinzip tragbar. Sie sind zwar nicht zu vergleichen mit einem WG-Zimmer in Deutschland und auch die ansässigen Supermärkte haben keine Aldi-Preise aber sie entsprechen eben dem Lebensstandard eines Studenten in der Schweiz. In einem WG-Zimmer und mit einem nicht ganz so abwechslungsreichen Ernährungsplan kann man mit 400 Euro im Monat gut auskommen. Die Lebensmittelpreise sind nicht viel höher und durch die geringe Mehrwertsteuer sind die teureren Anschaffungen sogar billiger, was natürlich ein zusätzlicher Reiz für elektronische Unterhaltungsmedien ist.

Abschließend ist zu sagen, dass das Auslandsstudium im deutschsprachigen Raum wirklich wie ein Auslandsstudium wirkt, denn obwohl die Vorlesungen auf Hochdeutsch gehalten werden, sind die Landsleute sympathisch anders. Wer sich also nicht scheut, neben dem Studium vielleicht zu arbeiten oder Hilfe vom Bafög anzunehmen, kann hier ohne Probleme seine Unabhängigkeit ausleben. Ein paar Filialen von „Aldi Suisse“ gibt es übrigens auch schon.

Von Jan Heemann

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