Erasmus hoch zwei
Ein junges Austauschprogramm will mehr
Wem ERASMUS und Co. zu wenig bieten, könnte bei Campus Europae (CE) hellhörig werden. Seit drei Jahren existiert dieses europäische Austauschprogramm. Bis dato sind 16 Universitäten an Campus Europae beteiligt. Darunter so Exoten wie Riga in Lettland oder Ankara in der Türkei. In Deutschland sind bisher nur die Uni Hamburg und die Uni Greifswald in Campus Europae integriert.
Aber welche Vorteile bietet Campus Europae denn nun im Gegensatz zu anderen Austauschprogrammen?
Campus Europae verspricht Studenten, dass alle im Ausland erbrachten Leistungen anerkannt werden. Im Klartext: Kein Zeitverlust durch ein Auslandsstudium
Bernd Justin Jütte kann dies bestätigen. Er ist Jurastudent an der Universität Greifswald und war mit Campus Europae an der University of Limerick. „Im Nachhinein wurden mir alle Kurse angerechnet“, berichtet der 25-jährige. Überzeugt haben ihn auch die exzellente Betreuung, sowie die Möglichkeit einen zusätzlichen akademischen Grad zu erwerben. „Alle Studenten die ein Jahr mit Campus Europae im Ausland studieren, bekommen solch ein Campus Europae degree“, weiß Jütte. Aufgrund seiner guten Erfahrungen mit CE wird er ein zweites Mal mit dem Programm ins Ausland gehen. „Ab September studiere ich an der Universität Luxemburg“, freut sich der angehende Jurist.
Zweimal im Ausland studieren? Mit CE kein Problem, im Gegenteil: Mobilität wird bei Campus Europae gefördert.
A propos Förderung – wie sieht es mit finanzieller Unterstützung aus?
Innovatives Stipendienprogramm
Campus Europae wird von der Europäischen Union unterstützt. Somit haben Campus Europae Studenten die Möglichkeit ein Free-Mover-Stipendium zu erhalten. Dieses Stipendium ist in etwa so hoch wie ein ERASMUS-Stipendium. Damit ist aber noch lange nicht Schluss!
Wer mit Campus Europae ins Ausland geht, kann an dem Programm Learning Employability Places (LEP) teilnehmen. Das LEP-Programm stellt einen Brückenschlag zwischen Uni und Berufspraxis dar: Studenten erhalten ein Stipendium für ihr Auslandsstudium und zahlen dies in Form eines Praktikums zurück. Das Praktikum soll eine Bereicherung des Auslandaufenthaltes sein. So kann eine BWL-Studentin zum Beispiel in der Marketingabteilung einer ausländischen Firma ein Praktikum absolvieren. Noch sind nicht alle Campus Europae Universitäten an diesem Projekt beteiligt, aber in naher Zukunft sollen die LEP´s fest in Campus Europae verankert sein.
Einziger Wermutstropfen: Bisher nehmen erst wenige Hochschulen an CE teil.
Daher bleibt zu hoffen, dass weitere Universitäten Campus Europae beitreten und Studenten so ein weiterer Weg ins Ausland geebnet wird.
Wer bis dahin noch mehr über Campus Europae erfahren möchte, findet unter www.campuseuropae.org Informationen.
Martha Kuhnhenn


