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Was ist eigentlich „Public Viewing“? - Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch

Die Deutschen haben so ihre Probleme mit Anglizismen. Sie gelten als hip, trendy und total cool, doch nicht jeder weiß was er da überhaupt sagt. Forsa fand für CASIO heraus: Das Verständnis von englischen Begriffen im deutschen Sprachgebrauch nimmt mit sinkendem Bildungsstandard ab.

Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch
Anglizismen im deutschen Sprachgebrauch

Die EU hat sich hohe Ziele gesetzt, im Zuge der europäischen Integration ist es das Ziel, dass jeder europäische Bürger neben seiner Muttersprache noch zwei weiteren Sprachen beherrscht. Die Weltsprache Englisch soll logischerweise eine davon sein. Doch noch ist das Ziel lange nicht erreicht. Schon bei geläufigen englischen Wörtern im deutschen Sprachgebrauch stoßen viele Menschen an die Grenze des Verständnisses. So vor allem Menschen mit niedrigem oder gar keinem Schulabschluss.

Obwohl Hauptschüler und Hauptschulabsolventen Anglizismen gegenüber sehr positiv eingestellt sind und man auch häufig Jugendliche aus niedrigeren Bildungswegen als Nutzer der typisch “verenglischten” Jungendsprache vermutet, sind es nach Auskunft von forsa vor allem sie, die Probleme mit dem Verständnis der englischen Begriffe haben.

Forsa fragte dabei bestimmte im deutschen Sprachgebrauch übliche Anglizismen ab. „Public Viewing“ war bei 62 Prozent der Hauptschulabsolventen gänzlich unbekannt. Dagegen konnten nur 22 Prozent der Abiturienten nichts mit dem Begriff anfangen. Beim Begriff „Outsourcing“ wussten mit 72 Prozent der Hauptschulabsolventen noch weniger Bescheid, während immerhin nur 21 Prozent der Abiturienten hiermit nichts anfangen können. Aber nichts nur das Verständnis solcher geläufigen Begriffe ist ein Problem. Viele Begriffe sind bekannt, werden verwendet, die meisten wissen aber gar nicht, welche wirkliche Bedeutung hinter der Bezeichnung steht. 18 Prozent der Hauptschüler und 9 Prozent der Abiturienten kennen zum Beispiel die Bedeutung des Begriffes „Making of“ nicht, haben ihn aber schon einmal gehört.

Juliane Pohl

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