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Raus aus der Krise – rein nach Australien!

„Irgendwo auf dem Weg von Bonn nach Sydney habe ich die Krise bezwungen.“ Das verspricht jedenfalls die Austauschorganisation „Stepin“. Anstatt hierzulande nach dem Abi auf einen Job zu hoffen, sollte man einfach einmal die Sorgen über Bord werfen und zu einem Work & Travel-Jahr nach Australien schippern. Besonders die Landung im Gebirge lohnt sich, da einem die Organisation einen kostenlosen Skipass für die gesamte Saison zur Verfügung stellt.

Raus aus der Krise – rein nach Australien!

Das beliebteste Land, in dem man „Arbeiten und Reisen“ verbinden kann, ist seit einiger Zeit nun einmal Australien. Da kann es schon einmal passieren, dass man morgens nichts ahnend auf die Straße tritt und denkt: "Moment, den Typ da drüben kenne ich doch irgendwoher." War der im selben Flugzeug auf der Reise hierher? Oder hab ich ihn letzte Woche an der Botany Bay gesehen? Vielleicht war es auch diese Nervensäge, die gestern in der Bar „Crocodile Dundee“ auf dem Tisch getanzt und herumgeschrien hat, die Stimme kommt mir so bekannt vor.

Eure Blicke treffen sich und plötzlich denkt ihr beide: "Oh mein Gott, der war bei mir auf der Schule!" Solche Geschichten erzählen viele Australienreisende, gerade Deutsche scheint der riesige exotische Kontinent in Massen anzuziehen. Wen das nicht abschreckt oder wer sich sogar freut, hier und da ein paar bekannte Gesichter zu entdecken, für den ist das Work & Travel-Programm genau das Richtige.

Allein im Zeitraum Juni bis September 2009 vermittelt „Stepin“ über 250 Stellen. Man kann sich zwischen schönen Badeorten, Großstädten aber auch Skigebieten wie New South Wales und Victoria entscheiden. Ein Highlight und zusätzliches Bonbon in diesen Gebieten ist der kostenlose Skipass im Werte von 1.000 Australischen Dollar. Das reicht locker für die gesamte Saison und wer z.B. aus Norddeutschland kommt, wird sich wie im Paradies fühlen: Berge, die weitaus größer sind als 300 Meter, meterhoher Schnee und dann noch kostenlos die Rampe herunterbrettern.

Nebenbei muss man natürlich auch ein wenig arbeiten. Ob in der Gastronomie, im Klamottenladen oder als Aufpasser am Skilift – für jeden ist etwas Passendes dabei. So kann man die Arbeitszeit auch gut nutzen, um sein Englisch in Australien etwas aufzubessern. In den Akzent muss man sich erst einmal hineinhören, und falls man später noch einmal nach England oder in die USA fahren sollte, wird man zweifellos an diesem Akzent erkannt.

„Oh, you`re from Down Under?“

„No, from Germany!“

Das glaubt dir dann kein Mensch mehr, denn vielleicht hast du in der Zwischenzeit auch schon einen Teil der australischen Mentalität angenommen. „Stepin“ zufolge wird der Aufenthalt nämlich zu einer „entspannten, aber dennoch unvergessenen Lebenserfahrung.“ „Down Under“ läuft alles ein bisschen gelassener ab, die gechillte Surfermusik von Jack Johnson konnte scheinbar nur hier entstehen. Dabei kommt der Junge gar nicht aus Sydney sondern aus Hawai, aber die Musik passt einfach nach Australien.

Wer nun endlich einmal ans andere Ende der Welt will, braucht eigentlich nur zwischen 18 und 30 Jahren zu sein, ein bisschen Schulenglisch können und Engagement zeigen. Bis acht Wochen vor der geplanten Ausreise kann man sich bei „Stepin“ bewerben und gedanklich schon einmal den Rest Deutschlands mit seiner Krise allein lassen. Wenn man dann wirklich an einem der göttlichen Strände sitzt, auf die Wellen blickt und etwas chillige Musik hört, kann man sich mit Supertramp fragen: „Crisis? What crisis?“

Christoph Schlüter

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