Sprachreisen nach Spanien und Lateinamerika
Wer kennt das nicht: Man lernt in der Schule eine Sprache und bekommt nur Grammatik und langweilige Lehrer zu Gesicht, die einem nicht viel vermitteln können. Man studiert eine Sprache und ärgert sich darüber, dass man sie in Deutschland nicht anzuwenden kann, oder man steht im Beruf und möchte sich einfach nur sprachlich weiterbilden.
Welcher Grund auch immer es ist, eine Sprache in einem Land zu lernen, in der sie gesprochen wird, ist ganz sicher aufregender, fordernder, nützlicher und abwechslungsreicher als hierzulande.
Aus diesem Grund sind Sprachreisen ins Ausland sehr beliebt. Doch wie soll man bei der Masse von Angeboten den Überblick bekommen und das Richtige für sich finden? Hier eine kleine Hilfe:
Die Sprachreise als Paket buchen:
Eine Sprachreise über einen Veranstalter zu buchen ist wahrscheinlich die leichteste Art ins Ausland zu kommen, aber von allen Alternativen wahrscheinlich auch die Teuerste. Flüge sind manchmal, aber nicht immer mit im Reisepreis inbegriffen, deshalb variiert der Preis von Veranstalter zu Veranstalter. Dennoch bietet das Buchen einer Sprachreise über einen Veranstalter eine Art Sicherheit, da der Veranstalter die Organisation des Sprachkurses, die Unterkunft, die Betreuung, Ausflüge und evtl. den Flug übernimmt. Der ein oder andere Veranstalter bietet auch Frühbucherrabatte und Last-Minute Angebote.
Reise, Sprachschule und Unterkunft selber buchen:
Ich habe mich auf die Suche gemacht um euch das Finden der passenden Sprachschule zu erleichtern. Generell sei gesagt: Es gibt zwar zahlreiche Reiseveranstalter, die Sprachreisen ins Ausland anbieten und euch von Anfang bis Ende betreuen, aber es gibt auch eine Menge guter, versteckter Sprachschulen, die nur darauf warten, von "Schülern" entdeckt zu werden.
Ein Beispiel für eine Sprachschule in Guatemala: die Academia Zamora. Hier könnt ihr Spanisch lernen und anwenden, indem ihr Land und Leute kennenlernt.
Sprachkurse an Universitäten
Was viele nicht wissen: Zahlreiche Universitäten in Spanien und auch in Mittel- und Südamerika bieten Sprachkurse an. Es lohnt sich also, mal bei den Homepages der jeweiligen Universitäten vorbeizuschauen.
Die Dauer der Reise bleibt jedem selbst überlassen. Der Standard liegt bei etwa 3-4 Wochen, um die Sprache aufzufrischen und zu vertiefen. Oder aber man bleibt längere Zeit dort, um das international anerkannte Sprachexamen D.E.L.E (Diploma de Español como Lengua Extranjera) zu machen, welches das Pendant zum englischen TOEFL (Test of English as a Foreign Language) ist.
Die Entscheidung, die Sprachreise über den Veranstalter oder auf eigene Faust zu buchen, liegt letztlich bei euch. Seid ihr spontan, organisiert gern selbst und möchtet auf den Geldbeutel achten, so kommt ihr eher auf eure Kosten, wenn ihr euch die Sprachreise aus Schule, Unterkunft und Anreise selbst zusammenbastelt. Nachteil: Es ist zeitaufwendiger. Wollt ihr aber ein Reisepaket mit allem drum und dran auf einmal buchen und das am besten gleich im Reisebüro um die Ecke, so ist der Sprachreisenveranstalter das Richtige für Euch. Nachteil: Ihr müsst tiefer in den Geldbeutel greifen.
Letztlich ist jede Wahl eine gute Wahl, denn ein Sprachreisenaufenthalt ist mehr als nur das Lernen einer Sprache.
von Sonia Küpeliyan


