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Weitere Praktikumsvermittlungen

Es gibt noch eine Reihe von Vermittlungen, die sich an Studenten bestimmter Fachbereiche richten, selbst aber keine studentischen Organisationen sind. Für alle Praktikanten sind ein fortgeschrittenes Studium sowie bestimmte Sprachkenntnisse (meist Englisch und die Landessprache) Voraussetzung.

InWent: Die „Internationale Weiterbildung und Entwicklung gemeinnützige GmbH“ (InWent) vermittelt berufsbezogene und entwicklungspolitische Auslandspraktika (Zielgruppen: Berufstätige, Absolventen, Studierende, Auszubildende), teilweise werden diese auch gefördert. Auf der Homepage www.inwent.org gibt es zudem einen Überblick über die Programme anderer Organisationen. Praktika werden hauptsächlich aus den Bereichen Wirtschaft, Naturwissenschaften, Technik, Tourismus, Medien, Grafik, Informatik und Kommunikationstechnik angeboten. An InWent ist eine geringe Anmelde- bzw. Bearbeitungsgebühr zu zahlen, die Anreise und Lebenshaltungskosten müssen selbst getragen werden, es kann aber zur Unterstützung ein Teil- bzw. Reisestipendium beantragt werden. Sollte in einem Programm ein Sprachkurs vorgesehen sein, wird dieser meist von InWent getragen. Informationen gibt es im Netz unter www.inwent.org.

DAAD-Sprachenassistenz: Der DAAD bietet Jahresstipendien für eine Sprachassistenz im Fach Deutsch als Fremdsprache an. Die Studenten geben an Hochschulen im Ausland Deutschunterricht, meist dauert so ein Aufenthalt ein Hochschuljahr.

Fremdsprachenassistenz über den Pädagogischen Austauschdienst der KMK: Besonders Studierende der Sprach- und Kulturwissenschaften können als Assistent/in für deutschen Sprachunterricht an Schulen in Europa, den USA, Kanada, Australien oder Neuseeland arbeiten. Sie sollen damit ihre Sprach- und Kulturkenntnisse verbessern und vertiefen. Die Aufenthalte dauern zwischen sieben und zehn Monaten. Man kann auch hierfür ein Stipendium beantragen, die Reisekosten müssen allerdings selbst getragen werden. Informationen gibt es beim Akademischen Auslandsamt oder den jeweiligen Seminaren.

Fremdsprachenassistenz mit SOKRATES/COMENIUS: Für zukünftige Fremdsprachenlehrer ist das EU-Schulprogramm COMENIUS im Rahmen des Sokrates-Programm eine Alternative. Hierbei sollen gezielt die Fremdsprachenkenntnisse sowie die Landeskunde gefördert werden. Im Rahmen des drei- bis achtmonatigen Aufenthalts kann ein Zuschuss zu den Fahrtkosten und den Lebenshaltungskosten beantragt werden. Informationen und Anträge gibt es beim zuständigen Kultusministerium.

Robert-Bosch-Stiftung: Sie ist eine der größten Stiftungen deutscher Unternehmen und vermittelt einjährige Sprach- und Fachlektorate für Mittel- und Osteuropa. Man sollte schon ein abgeschlossenes Studium vorweisen können, von Vorteil sind auch Landeskenntnisse, Lehrerfahrungen und ehrenamtliches Engagement. Die Förderung beträgt monatlich ca. 800 Euro. Daneben vermittelt und fördert die Stiftung zwecks Völkerverständigung auch drei- bis sechsmonatige Hospitationen und Assistenzen an Gastschulen, hauptsächlich für Lehramtsstudenten und Geisteswissenschaftler mit Deutsch als Muttersprache. Informationen bei der Robert-Bosch-Stiftung (www.bosch-stiftung.de) oder dem Pädagogischen Austauschdienst.

Deutscher Famulantenaustausch: Der DFA vermittelt Famulaturen im Ausland für Studenten der Humanmedizin, die sich schon im klinischen Studium befinden. In ungefähr 40 Länder, ausgenommen die meisten englischsprachigen, vermittelt der DFA. Für die USA, Kanada, Australien, Neuseeland oder Großbritannien kann zumindest ein Fahrtkostenzuschuss beantragt werden. Die Famulaturen dauern in der Regel ein bis drei Monate und werden in den Semesterferien geleistet. Der DFA hat an jeder medizinischen Fakultät eine lokale Vertretung, informieren kann man sich oft auch bei der Fachschaft oder im Internet: www.dfa-germany.de. AIPler und Assistenzärzte finden Stellen bei der „Zentralstelle für Arbeit“ (ZAV), Zahnmedizin-Studenten können sich über den „Zahnmedizinischen Austauschdienst“ (ZAD) für eine (freiwillige) Famulatur bewerben.

CIEE: Das „Council on International Educational Exchanges“ dient vor allem dem Bildungsaustausch mit englischsprachigen Ländern, Praktika werden organisatorisch unterstützt. Partner von CIEE (www.ciee.org) in Deutschland ist „TravelWorks“ (www.travelworks.de). Geboten wird hier unter anderem Hilfestellung bei der Einreise und der Bewerbung (mit Beantragung des Visums), teilweise auch Vermittlung von Praktikumsstellen. Vorteilhaft ist die relative Kurzfristigkeit, im Gegensatz zu vielen anderen Programmen, die mitunter Vorlaufzeiten von einem Jahr haben. Die Kosten sind allerdings hoch, es wird selten finanzielle Unterstützung geboten.

Verein für internationalen Austausch: Der VIA vermittelt Studenten aller Fachrichtungen Praktikumsstellen und Projektarbeiten in bestimmten Ländern Zentralasiens, Südamerikas und Afrikas. Meist sind auch Sprachkurse in den jeweiligen Programmen integriert, allerdings muss man die Kosten selber tragen. Einzelheiten: www.via-ev.org.

InterSwop e.V.: Der Verein vermittelt fachbezogene Praktika in verschiedene Länder Südamerikas, Asiens, nach Australien, Neuseeland, die USA, Kanada, Südafrika, England, Irland und Spanien. Die Kosten sind allerdings auch hier hoch und die Praktika meist unbezahlt. Infos: www.interswop.de.

Weitere Vermittler von Praktika (oft kombiniert mit Sprachkursen):

  • AIFS Deutschland, www.aifs.de
  • Carl Duisberg Centren (CDC), www.cdc.de
  • Carpe diem Sprachreisen, www.carpe.de, www.gapyear24.com
  • Deutsch-Kanadische Gesellschaft e.V., www.dkg-online.de
  • Deutsch-Südafrikanisches Jugendwerk e.V., www.dsjw.de
  • Dr. Frank Sprachen und Reisen, www.dfsr.de, www.workinternational.de
  • Europäisch-Lateinamerikanische Gesellschaft, www.elg-online.de
  • Go International Work and Travel Providers, www.gointernational.ca
  • Oneworldworking, www.owowo.de
  • King und Schneider GbR, www.praktikumsvermittlung.de
  • STEP IN, www.step-in.de
  • TravelWorks, www.travelworks.de, www.praktikum-usa.org
  • Von Gleichen Travel, www.vonGleichen.de, www.Terre-des-Langues.de
  • World of Xchange, www.world-of-xchange.com

Auf der Website von InWent kann in der Datenbank eine ausführliche Liste mit Organisationen, die Auslandspraktika vermitteln, eingesehen werden. Eine frühzeitige Bewerbung ist bei allen Vermittlungen ratsam.

Andere Möglichkeiten, eine Zeit im Ausland zu verbringen sind Auslandssemester oder ganze Studienteile im Ausland, Workcamps und Freiwilligen Arbeit oder ein Au-pair Aufenthalt.

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