Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden

Finanzierung und Förderungsmöglichkeiten

Praktika sind nicht immer vergütet und wenn oft nicht ausreichend. Daher sollte man sich schon früh Gedanken machen, wie man die Kosten für Reise und Lebensunterhalt, Visa, evtl. anfallende Vermittlungsgebühren oder auch für anfallende Sprachkurse bzw. weiterlaufende Mietkosten im Heimatland finanzieren kann. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die wir im Folgenden vorstellen (Die Stipendien im Rahmen der EU-Programme werden nicht mit berücksichtigt).

Auslands-BAföG:

Nicht nur Studienaufenthalte, auch Praktika im Ausland können durch das BAföG gefördert werden. Selbst wer in Deutschland aufgrund des hohen Einkommens der Eltern kein BAföG bekommt, kann für den Aufenthalt im Ausland Unterstützung beantragen, denn es gelten andere Förderungssätze. Das Praktikum muss mindestens drei Monate dauern. Es wird gefördert wenn es in der Studienordnung vorgeschrieben ist, für die Ausbildung förderlich ist, von der heimatlichen Hochschule anerkannt wird und ausreichende Sprachkenntnisse vorhanden sind. Die Förderung wird nicht für das außereuropäische Ausland gewährt. Informationen gibt es beim lokalen BaföG-Amt.

Bildungskredit:

Der Bildungskredit ist nicht nur nützlich, um Studiengebühren zu zahlen, auch für Studierende in höheren Semestern, die einen Auslandsaufenthalt finanzieren wollen, kann er hilfreich sein. Er ist immer zeitlich befristet und zu sehr günstigen Konditionen erhältlich, kann maximal bis zum 36. Lebensjahr oder 12. Studien-/Hochschulsemster beantragt werden und wird maximal in Höhe von 7200 Euro gewährt. Beantragt wird er beim Bundesverwaltungsamt und kann neben dem BAföG als zusätzliche finanzielle Quelle laufen, da er auch unabhängig vom elterlichen Einkommen ist. Vier Jahre nach der ersten Auszahlung beginnt die Rückzahlung.

DAAD-Förderung:

Hier werden drei verschiedene Förderungsmöglichkeiten für studienbezogene Fachpraktika von Studenten im Haupt- oder Aufbaustudium angeboten: Das Praktikumsstipendium (Carlo-Schmid-Programm oder Praktikumsstipendium für auslandsbezogene Studiengänge), ein kombiniertes einjähriges Studien- und Praktikumsvorhaben (muss von der Hochschule als Praxissemester anerkannt werden) und ein separater Fahrtkostenzuschuss (grundsätzlich für alle Pflichtpraktika außerhalb Westeuropas möglich). Die Bewerbung und Information muss über die Fachbereiche oder das Akademische Auslandsamt erfolgen, die Praktika müssen zwischen zwei und sechs Monaten dauern. Wichtig sind Fremdsprachenkenntnisse und meist der Abschluss des Grundstudiums.

Studienstiftung des deutschen Volkes:

Für Praktika in internationalen Organisationen gibt es das Carlo-Schmid-Programm. Die Praktika können in Eigeninitiative gesucht werden, die Stiftung bietet aber auch selbst eine gewisse Anzahl von Praktikumsstellen an. Bei letzteren muss die Bewerbung sich auf das spezielle Anforderungs- und Aufgabenprofil beziehen. Die Studierenden und Graduierten aus allen Fachbereichen sollten sich schon während des Studiums mit internationaler Politik beschäftigt haben und dies in der Bewerbung auch darstellen. Höchstalter für das Programm ist 28 Jahre, Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch oder einer weiteren Fremdsprache werden vorausgesetzt und das Grundstudium sollte abgeschlossen sein.

Juristen, die das erste Staatsexamen bestanden haben und nicht älter als 30 Jahre sind, können sich für das Bucerius-Jura-Programm bewerben, ein Forschungs- oder Studienprojekt ist allerdings die Voraussetzung. Ziel des Programms ist es, Kenntnisse ausländischer Rechtssysteme zu vertiefen, Auslandserfahrungen zu sammeln und die sprachlichen Fähigkeiten der angehenden Juristen zu verbessern. Das Projekt sollte auf mindestens sechs Monate angelegt sein, Vorgaben für bestimmte Länder gibt es nicht.

Für Absolventen mit dem Berufsziel Journalismus besteht das Programm Wissenschafts- und Auslandsjournalismus. Hierbei soll die Vermittlung journalistischer Fähigkeiten gefördert werden, es geht vor allem darum, praktische Erfahrungen zu sammeln im Rahmen von Volontariaten oder Praktika in Redaktionen, Verlagen oder Rundfunkstationen. Auch ergänzende Schulungen an Journalismusschulen können ggf. unterstützt werden.

Die Stiftung bietet daneben noch verschiedene andere Programme an. Informationen (auch zu den Bewerbungsmodalitäten) im Internet unter www.studienstiftung.de.

Leonardo-Programm:

Gefördert werden beim Leonardo-Programm Auslandspraktika in den Mitgliedsstaaten der EU, Island, Liechtenstein, Norwegen und einigen osteuropäischen Ländern. Das Praktikum sollte mindesten drei und höchstens zwölf Monate dauern. Es werden Studenten gefördert, die schon im Hauptstudium sind und bei denen das Praktikum in der Studienordnung vorgesehen ist.

Stiftungskolleg für internationale Aufgaben:

 20 Stipendien jährlich vergeben die Robert-Bosch-Stiftung und die Studienstiftung des deutschen Volkes zusammen mit dem Auswärtigen Amt an Hochschulabsolventen aller Fachrichtungen, die internationale Führungsaufgaben möglichst in Organisationen anstreben. www.bosch-stiftung.de.

Stiftungen:

Es gibt in Deutschland eine Reihe von Stiftungen, die nicht nur ein Studium, sondern auch Praktika fördern. Dazu zählen: die Hans-Böckler-Stiftung, die Stiftung der deutschen Wirtschaft, die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Heinrich-Böll-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Friedrich-Naumann-Stiftung oder auch das Evangelische Studienwerk. Bewerbungen sind direkt an die jeweilige Stiftung zu richten.

Förderung von Freiwilligendiensten:

Im Rahmen des Programms „Jugend für Europa“ können Jugendliche zwischen 18 und 25 für sechs bis zwölf Monate in einem gemeinnützigen Projekt im europäischen Ausland mitarbeiten. Ziele sind die Länder der EU, Osteuropas und einige Länder in Lateinamerika. Infos unter www.jugendfuereuropa.de

InWent:

Die InWent bietet verschiedene Programme zur Vermittlung und Förderung von Auslandspraktika an. Im Bereich der internationalen Qualifizierung von deutschen Nachwuchs-, Fach- und Führungskräften fördert InWEnt jährlich über 7.000 Teilnehmer, die mit praxisorientierten Fortbildungsprogrammen Auslandserfahrung erwerben und sich sowohl fachlich als auch interkulturell weiterbilden. Zielgruppe sind vor allem Auszubildende und junge Berufstätige, Studenten und Absolventen sowie Fachkräfte der Berufs- und Erwachsenenbildung. Die Programme richten sich an Interessenten aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Branchen, wobei die Fortbildungsangebote im kaufmännischen und technischen Bereich am reichhaltigsten sind.

Teilnahmevoraussetzungen sind meist eine abgeschlossene Ausbildung oder ein abgeschlossenes Grundstudium und möglichst erste Berufspraxis. Zudem werden in der Regel Fremdsprachenkenntnisse vorausgesetzt. Eigeninitiative bei der Suche nach einem Praktikumplatz erhöht die Chance, in ein Programm aufgenommen zu werden, ist oft sogar Bedingung. Informationen unter www.inwent.org.

Artikelaktionen

Sprachreisen 2011

NEU: Den Sprachreisenkatalog 2011 kostenlos bestellen: Sprachreise-Katalog 2011 bestellen
Sprachreise-Katalog kostenlos anfordern.
T5 Jobmessen