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Bewerbung für ein Auslandspraktikum

Hat man sich einige interessante Stellenangebote ausgeguckt, fehlt noch eine aussagekräftige Bewerbungsmappe. Auch Vermittlungsstellen wollen Bewerbungsunterlagen, meist schon bevor sie sich überhaupt auf die Suche nach einer geeigneten Stelle machen. Dabei kann es, vor allem bei Arbeitgebern in anderen Ländern, einige Stolperfallen geben.

Die Bewerbung sollte möglichst frühzeitig erfolgen und gemäß der Stelle und vor allem der Landessitte formuliert werden, natürlich in der jeweiligen Sprache. Allgemeine Bewerbungstipps für ein Praktikum gibt es unter Die Praktikumsbewerbung.

Im Anschreiben sollte man auf jeden Fall Beginn und Dauer des Praktiums nennen. Darüber hinaus kann man auch Vorstellungen über die Anreise, Vergütung und Unterbringung erwähnen. Sinnvoll ist, einen internationalen Antwortschein (Postamt) und einen adressierten Rückumschlag beizulegen.

Vor allem der Lebenslauf sollte länderspezifisch und an die Zielstelle angepasst werden, da es z.B. unterschiedliche Gepflogenheiten gibt, was die persönlichen Daten angeht oder bisherige Erfahrungen erwähnt werden sollten, die zur Praktikumsstelle passen.

Meist wird bei den Vermittlungsstellen eine zusätzliche Begründung verlangt, warum man das Praktikum machen will. Sinnvoll ist sie vor allem bei längeren Praktika, auch wenn diese initiativ gesucht werden.

Da es in den verschiedenen Ländern in Puncto Bewerbung andere Gepflogenheiten als in Deutschland gibt, kann man auch Musterbeispiele zu Rate ziehen, um nicht von der geltenden Norm abzuweichen. Es gibt viele Bewerbungsratgeber, die sich dem Thema „Bewerbung im Ausland“ widmen, auch im Internet kann man über die Suchmaschinen an Informationen kommen. Im Netz gibt es einen europäischen Standardlebenslauf unter http://europass.cedefop.europa.eu/

Zunächst kann man sich an den folgenden Tipps orientieren:

Frankreich

Hier erwarten Arbeitgeber meist ein handschriftliches Anschreiben, welches dreigeteilt wird: Kurze Vorstellung, Begründung, warum man gerade dieses Unternehmen wählt und eine „Zusammenführung“ von Gründen, warum man genau der/die Richtige ist. Referenzen, Belege und Zeugnisse werden nicht beigefügt, daher sollte man am Ende darauf hinweisen, dass man weitere Informationen gerne gibt und jederzeit zu einem persönlichen Gespräch bereit ist. Die Gestaltung des tabellarischen und maschinengeschriebenen Lebenslaufes ist sehr wichtig und auch ein Foto sollte dabei sein. Auf der linken Seite stehen Name und Adresse, aber nicht Curriculum Vitae. Er sollte umgekehrt chronologisch und nicht länger als eine Seite sein. Wichtige Rubriken sind: Fiche d´identité (Angaben zur Person), Formation (Ausbildung), Langues (Sprachen), Expériences (Berufserfahrung), Divers (Verschiedenes), Objets de Carrière (Berufliche Ziele) und Références (Referenzen). Besondere Qualifikationen werden oft am Anfang hervorgehoben.

Spanien

Auch in Spanien werden keine Referenzen und Zeugnisse beigefügt, dafür noch ein Begleitschreiben. Der Lebenslauf ist tabellarisch und sollte eine persönliche Note haben, ansonsten gibt es keine starren Regeln, außer dass er unterschrieben sein sollte. Ein Foto kann beigefügt werden. Untergliedert wird er in: Datos personales (persönliche Angaben), Estudios (Studienabschlüsse/Studienzeit), Formación (Ausbildung), Experiencia (Berufserfahrung), Objetivos profesionales – laborales (Berufliche Ziele), Idiomas (Sprachen).

Großbritannien

Erwartet werden ein Lebenslauf, der nicht unterschrieben und ohne Datum ist, sowie ein Begleitschreiben. Es müssen auch kein Foto oder Zeugnisse beigefügt werden, Referenzen gehören in den Begleitbrief, man kann sie aber auch weglassen. Der Lebenslauf untergliedert sich meist folgendermaßen: Career objective (Karriereziel), Personal details (Angaben zur Person), Education and Training (Schul- und Berufsausbildung), Career history / Career development / work experience (Berufserfahrungen), Additional Skills (zusätzliche Kenntnisse), Personal Interests / Leisure activities (Hobbys und Interessen).

USA

In den USA werden Lebenslauf und Begleitschreiben erwartet, Zeugnisse hingegen nicht. Man sollte aber auf eine Referenzperson hinweisen. Hohe Erwartungen gibt es bezüglich der Gestaltung des Lebenslauf, er sollte genau auf die Stelle zugeschnitten werden. Er wird nicht unterschrieben und trägt kein Datum, auch ein Foto gehört niemals dazu. Die Länge sollte eine Seite nicht überschreiten. Meist wird er in folgende Rubriken gegliedert: Personal Information (persönliche Angaben, aber ohne das Alter!), Education (Bildung, Ausbildung), Experience (Berufliche Erfahrungen, Praktika), Awards / Honors (besondere Auszeichnungen), Activities (Hobbys), References (Hinweise auf Referenzpersonen).

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