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Freiwilligenarbeit in Vietnam: Kegelförmige Hüte und die verrückteste Hauptstadt der Welt

Sara Thielsch reiste als Stepin-Programmkoordinatorin der Freiwilligenprojekte in Asien 14 Tage lang durch vier asiatische Länder. Nach Thailand und Kambodscha besuchte sie auch Vietnam. Dort suchte sie die Projekte der Volunteers auf und kam dem Land auch auf spannenden Ausflügen ganz nah. Ihre vielfältigen Eindrücke und Erfahrungen hat sie insbesondere für potenzielle Freiwillige dokumentiert.

Freiwilligenarbeit in Vietnam: Kegelförmige Hüte und die verrückteste Hauptstadt der Welt

In Hanoi angekommen schleppte mich mein Ansprechpartner Tick direkt auf den Night Market in der Altstadt von Hanoi, wo Kleidung, Schmuck und Taschen zum Spottpreis verkauft wurden. Mein Hotel lag direkt an einer sehr geschäftigen Straße am nördlichen Ende des Hoan Kiem Sees, so dass ich quasi mitten im Geschehen war. Der Verkehr in Hanoi ist verrückt, alle fahren gleichzeitig, egal in welche Richtung und doch kommen nur vergleichsweise wenige Menschen zu Schaden. Der Trick: wenn man die Straße überqueren will, einfach gleichmäßig losgehen, egal ob 10, 100 oder 1000 Motorroller von beiden Seiten auf einen zukommen. Irgendwie schaffen sie es immer, um einen herum zu fahren. (Achtung: wer unsicher ist, bitte in Begleitung eines Einheimischen üben!!!) Es ging dann aber auch gleich raus aus der Stadt Richtung Süden. Diese Tour ist auch Bestandteil der Abenteuerwoche in Vietnam. Erstmal haben wir den Hoa Lu Tempel besichtigt, der Ort der früheren vietnamesischen Hauptstadt. Danach ging es dann nach Tam Coc. Hier ragen die Karststeine gen Himmel während man unten mit dem Boot zwischen den Reisfeldern hindurch fährt. Tam Coc bedeutet "3 Höhlen", und durch diese sind wir dann auch mit dem Boot gefahren.

Die ganze Tour ist schön ruhig und idyllisch...man hört nichts ausser das Paddeln im Wasser....!

Tempel in Vietnam

Als wir nach Hanoi wiederkehrten, war es mit der Ruhe erstmal vorbei und im ganzen Chaos von Rollern, Fahrrädern und Tuk Tuks fanden wir ein kleines Restaurant, in dem wir halbwegs ruhig essen und das weitere Programm besprechen konnten. Auf dem Lande...

Früh morgens ging es los Richtung Nam Dinh, südlich von Hanoi. Hier finden die Freiwilligenprojekte statt. Im kleinen Dorf Giao Xian befindet sich das Eco Haus für die Volunteers sowie die Schulen und der Kindergarten. Nach der Ankunft hat die einheimische Köchin erstmal lecker für uns gekocht (auch vegetarisch) und danach ging es los, mit den Fahrrädern. Im örtlichen Tempel haben die vorherigen Volunteers vor 2 Wochen geholfen, den Vorplatz zu asphaltieren und die notwenigen Materialen heran zu tragen. Der Platz ist nun viel sauberer und ordentlicher als vorher und das ganze Dorf hat sich darüber gefreut.

Kindergarten Vietnam

Die Schulen in dieser Provinz sind sehr arm und dies zeigt sich vor allem am äußeren Erscheinungsbild. Die Freiwilligen, die hier aushelfen, haben auch schon die Wände gestrichen und kümmern sich mit um ein schöneres Aussehen des Schulgeländes.  Der Kindergarten liegt unweit der Schule und auch hier helfen Volunteers bei der Betreuung der Kleinsten. Die einheimische Kindergärtnerin (links) freut sich immer über Unterstützung!

Nach dem Rundgang durch Giao Xuan ging es dann mit den Fahrrädern noch an den Strand. Tick zeigte mir die Krebsfangboote am 5km entfernten Meer. Der Strand, an dem baden kann, ist von dort allerdings noch 2km entfernt. Dennoch verbringen die Volunteers gerne ihre Freizeit dort und erholen sich von der Arbeit mit den Kindern. Nach diesem anstrengenden Tag ging es dann wieder zurück nach Hanoi. Am meinem letzten Tag in Vietnam war Hanoi selbst an der Reihe: hier wird den Freiwilligen erklärt, wo Bank, Post, Internetcafé etc sind. Am besten deckt man sich mit dem wichtigsten ein, bevor es nach Giao Xian geht. Außerdem besichtigen sie alle wichtigen Attraktionen wie z.B. den Temple of Literature im Westen der Stadt und den Hoan Kiem See im Zentrum.

„Student Travel & Education Programmes International“ (Stepin) mit Sitz in Bonn Bad Godesberg bietet internationale Schüleraustauschprogramme und Work, Study & Travel Programme für junge Menschen zwischen 14 und 99 Jahren, die offen und tolerant sind, fremde Kulturen und Lebensweisen kennenzulernen. Stepin bietet Beratung, Begleitung und dauerhafte Betreuung sowie ein weitverzweigtes Netz an Partnerorganisationen vor Ort. Weitere Informationen unter: http://www.stepin.de/

Quelle der Bilder: Stepin

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