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Schulsystem und –abschluss in den USA

Das amerikanische Schulsystem unterscheidet sich in vielen Punken vom Schulsystem in Deutschland. Für einen Gastschüler an einer High School in den USA ist das erst einmal eine Umstellung, eröffnet aber auch viele neue Möglichkeiten.

Die Graduation-Zeremonie
Die Graduation-Zeremonie

Das amerikanische Schulsystem ist in zwei Phasen, die Primary und die Secondary Education, aufgeteilt. Die Primary Education ist gleichbedeutend mit der Grundschule, der Elementary School. Danach beginnt in der 5. Klasse die Secondary Education auf der Junior High oder Middle School, bevor ab der neunten Klasse schließlich die High School folgt. In den USA endet die Schulpflicht erst mit Abschluss der 12. Klasse.

In der High School trägt jede Klassenstufe eine spezielle Bezeichnung: Die Neuntklässler heißen Freshmen, die Zehntklässer Sophomores. Während der elften Klasse ist man ein Junior und in der zwölften schließlich ein Senior. Deutsche Austauschschüler werden in den USA meist als Juniors eingestuft, manchmal aber auch als Sophomore oder Senior. Diese Entscheidung trifft die Schule vor Ort.

Im Endeffekt macht es aber auch keinen allzu großen Unterschied, ob man als Junior oder als Senior eingestuft wird, da viele Kurse für alle Klassenstufen wählbar sind. Oft hängt es vom jeweiligen Bundestaat oder sogar der High School selbst ab, wann welcher Kurs belegt werden kann oder muss. Landesweit einheitliche Lehrpläne gibt es in den USA nämlich nicht.

Durchschnittlich hat ein Schüler fünf bis acht verschiedene Fächer, die an den meisten High Schools jeden Tag in der selben Reihenfolge unterrichtet werden. Nur an einigen Schulen gelten andere Regelungen. Der reguläre Unterricht dauert bis in den Nachmittag, unterborchen von einer Mittagspause, die in der schuleigenen Cafeteria oder zu Hause verbracht werden kann. Anschließend, ab ca. 15. Uhr, bietet fast jede amerikanische High School außerschulische Aktivitäten an. Diese Angebote sind keinesfalls verpflichtend, werden allerdings von den meisten Schülern gerne angenommen. Denn schließlich ist der „School Spirit“, das Zugehörigkeitsgefühl zur eigenen Schule, in den USA sehr wichtig, und dazu gehört eben auch das Engagement in den Clubs und Sportmannschaften.

Das Schuljahr in den USA wird entweder in zwei Semester oder drei Trimester eingeteilt. Ferien gibt es vier Mal im Jahr. Die Sommerferien sind dabei mit fast drei Monaten die längsten; sonst gibt es in der Regel nur eine Woche frei für Thanksgiving und Weihnachten sowie die berühmte „spring break“ im Frühling. Zu beachten ist, dass an vielen amerikanischen Schulen ein „Dress Code“ gilt, der vorschreibt, welche Kleidung getragen werden darf. Extrem kurze Röcke oder trägerlose Tops sind so in den meisten High Schools verboten.

Den offiziellen Schulabschluss, das „High School Diploma“ (nicht zu verwechseln mit dem deutschen Diplom), erhält man in Amerika nach der 12. Klasse. Die Abschlussfeier oder „Graduation“ ist in Amerika ein Großereignis, zu dem Freunde und Verwandte oft auch von weit her anreisen. Das High School Diploma wird in den gesamten USA anerkannt.

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