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Im Herzen Europas – Gundula studierte für ein Jahr in Budapest, der Hauptstadt Ungarns Architektur

"...momentan realisiere ich, wie wenig zeit mir nur noch hier bleibt und ich bin echt traurig darüber, weil mir immer mehr Dinge einfallen, die ich unbedingt hier noch machen will."

"...momentan realisiere ich, wie wenig zeit mir nur noch hier bleibt und ich bin echt traurig darüber, weil mir immer mehr Dinge einfallen, die ich unbedingt hier noch machen will."
"...momentan realisiere ich, wie wenig zeit mir nur noch hier bleibt und ich bin echt traurig darüber, weil mir immer mehr Dinge einfallen, die ich unbedingt hier noch machen will."

Das Studium

Uni

Also, erstmal zur Uni. Am Anfang ist es schon nicht ganz einfach sich zurechtzufinden, weil die Uni ein riesiger Palast ist, der wie ein Labyrinth wirkt. Aber es ist alles super gut organisiert für die Austauschstudenten. Es gibt einen Mentor für jeden Student und die "Betreuerin" vom "international office" kümmert sich so nett und wirklich liebevoll um alles.

Kurse

Es gibt Kurse auf englisch und auf französisch (für Architektur). Teilweise ist das Niveau um einiges niedriger als in Dresden, aber es gibt durchaus auch Kurse, die dem Anspruch in Dresden entsprechen. Außerdem gibt es viele extra-Kurse für die Austauschstudenten, wie z.B. "museums of budapest", bei dem man durch die ganze Stadt läuft oder Kurse über ungarische Kultur, Geschichte, Literatur, Kino usw. Man kann also viel über dieses Land lernen.

Vor allem für Architekturstudenten gibt es viele interessante Kurse. Natürlich kann man auch auf ungarisch studieren, aber da gibt es ein kleines Problem: die Sprache! Ungarisch ist wirklich nicht ganz einfach. es ist auf jeden Fall möglich, es zu lernen, aber man braucht schon viel Geduld und ich denke fast, studieren auf ungarisch ist fast nicht drin.

Leben in Ungarn

Sprache

Ich habe, bevor ich nach Budapest gegangen bin, einen 3-wöchigen von Erasmus gesponserten Sprachkurs in Szeged (Süd-Ungarn) gemacht, den ich nur weiter empfehlen kann, weil es echt ein guter Einstieg ist und man dann auch gleich ein paar Leute kennen lernt. Ich finde auch die ungarische Sprache sehr schön und interessant und mir macht es echt Spaß, das zu lernen. Ansonsten lässt es sich in Budapest sehr gut leben. Momentan bin ich dabei, neue Stadtviertel kennen zu lernen, was super interessant ist!

Klima

Im Winter war es schon ziemlich kalt und man konnte nicht soviel raus gehen, aber es gibt ja die vielen Thermalbäder mit Sauna und viele Pools, in denen man sehr gut ein paar tage und Wochen zubringen kann. Außerdem gibt es so viele Bars, Kneipen, Cafés, Diskos usw... Jetzt, wo es wärmer wird, ist die Stadt wie verändert. Die Menschen sitzen überall draußen und es erinnert mich schon ziemlich an südliche Städte.

Aktivitäten

Von der Uni aus wird auch andauernd irgendwas organisiert z. B. Ausflüge zum Wandern oder in Städte oder in die Brauerei oder die Besichtigung des Reaktors auf dem Unigelände - wozu Budapest sich noch sehr gut eignet und weshalb viele hierher kommen ist das Reisen. Die Lage "im Herzen Europas" ist wirklich super, um z.B. nach Osten und Süden zu reisen. Ich war bisher in Krakau (Polen), in Rumänien, Wien, Istanbul (das war von der Uni organisiert) und ich bin ganz viel in Ungarn herum gefahren.

Reisen

Zug fahren ist für Studenten nämlich super billig, man kriegt 65% Rabatt. Budapest ist in der Mitte Ungarn`s, so dass man innerhalb von vier Stunden überall hinkommt. So, das war alles positive. Ich würde jedem, der Lust hat, mal was neues kennen zu lernen und nicht nur Architektur zu machen, sondern auch offen ist für anderes, empfehlen, hierher zu kommen!

Fazit

Freundlickeit

Klar, gibt es auch ein paar Dinge, die nicht so toll sind. Zum Beispiel sind die Ungarn oft schon ganz schön unfreundlich, vor allem, wenn man nicht alles versteht, was sie sagen. Zum Beispiel in Geschäften wird man oft beschissen, wenn die Verkäufer merken, dass man nichts versteht. Aber da kann ich nur empfehlen, die zahlen zu lernen, dann ist das eigentlich kein Problem.

Andererseits habe ich hier auch schon so freundliche und hilfsbereite Leute getroffen, wie selten irgendwo anders. Ich glaube, was mich am meisten fertig gemacht hat, war, dass es im Winter alles so super grau und dreckig war hier. Es gibt hier auch so viele obdachlose und ich fand das schon sehr belastend zu sehen, wie sie im Winter hausen.

Budapest, die internationale Stadt

Was noch zu sagen wäre: die anderen Austauschstudenten sind super nett! Das ändert sich natürlich von Jahr zu Jahr, aber grundsätzlich kann man hier Leute aus so vielen Ländern treffen und das ist wirklich interessant. Es sind Leute hier aus ganz Europa, aus Finnland, Schweden, Norwegen, England, Schottland, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, Kroatien, Rumänien, Serbien, Zypern, Estland, und auch außerhalb Europas: Israel, Afrika, USA, Mexiko, Japan, Libyen, Iran... Budapest ist eine wirklich internationale Stadt. Es gibt viele Theater, Kinos usw. auf englisch und deutsch.

 O.k., das war's mal, jetzt fällt mir nichts mehr ein. Kommt einfach selber hierher und genießt es, hier zu leben ein Jahr! Eine Sache noch: es stimmt nicht, dass es billiger ist, hier zu leben, als in Deutschland. Man kann zwar ein billiges Zimmer im Wohnheim finden, aber manche Sachen sind um einiges teurer als in Deutschland, dafür andere wieder billiger, aber bisher sagten alle, dass das Geld hier viel schneller verschwindet als zu hause...

Viele Grüße aus Budapest!

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