UNO-Studie zum Lebensstandard: Die Schweiz erzielt den 9. Rang
In der 2009 erschienenen Studie der UNO zum Lebensstandard in 182 Nationen belegt die Schweiz den 9. Rang. Damit liegt unser südlicher Nachbar weit vor Deutschland, das „nur“ auf dem 22. Rang landete. Am Besten lebt es sich in Norwegen, gefolgt von Australien und Island. Die geringste Lebensqualität haben hingegen Einwohner der Länder Sierra Leone, Afghanistan und Niger. Der UNO-Bericht stützt sich bei der Studie allerdings auf Daten aus dem Jahr 2007 und bezieht wichtige, durch die Finanzkrise ausgelöste wirtschaftliche Umwälzungen nicht mit ein.
In der Schweiz leben 7,5 Menschen, der Anteil an Einwanderern beträgt etwa 22,3%. Damit liegt die Schweiz weit vor Deutschland, welches einem Immigranten-Anteil von 12,9% aufweist. Die hohe Zahl an Einwanderern in der Schweiz hängt mit der guten wirtschaftlichen Situation des Landes zusammen. 2007 lag das BIP pro Kopf bei 56.207US$ und übertraf damit die USA (45.592 US$) und Deutschland (40.324 US$) bei Weitem. Ein Großteil der Arbeitnehmer verteilt sich dabei auf den Dienstleistungssektor. Auch in Bezug auf die zu erwartende durchschnittliche Lebensdauer haben es die Schweizer besser als die Deutschen: Während sie auf 81,7 Lebensjahre hoffen dürfen, haben die Deutschen nur eine Lebenserwartung von 79,8 Jahren.
Die Schweiz bietet Auswanderern also gute Ausgangsbedingungen. Je nach Region spricht die Bevölkerung Deutsch, Französisch, Italienisch oder Rätoromanisch, wobei der deutschsprachige Anteil der Bevölkerung über 60% ausmacht. Allerdings sollten Auswanderer beachten, dass der Anteil an Immigranten, die keine Arbeit haben, in der Schweiz mit 10,4% sehr hoch ist (in Deutschland liegt die Quote nur bei 7,9%). Die Langzeitarbeitslosenquote der schweizerischen Bevölkerung liegt bei 1,5% und ist um ein Vielfaches geringer als in Deutschland (4,8%).
Die komplette Studie ist online unter http://hdr.undp.org/en/media/HDR_2009_EN_Complete.pdf


