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Teil II: Studieren an der Universität Wien

Marina machte vier Monate lang ein Auslandssemster in Österreich und besuchte die Universität Wien. Sie lebte in Wien in einem Studentenwohnheim mit weiteren ERASMUS-Studenten.

Teil II: Studieren an der Universität Wien

Studium/ Fachliche Betreuung:

Da man ja 30 ECTS- Punkte sammeln muss in dem Semester, hatte ich einiges zu tun für die Uni. Die fachliche Betreuung war OK, jedoch auch nicht herausragend. Die Uni Wien ist eine richtige Massenuniversität mit derzeit 80.000 Studierenden (und zwar ohne die anderen Unis WU/ TU, etc!). da ist eine individuelle Betreuung unmöglich. Wenn ich Fragen hatte, wurde ich aber kompetent beraten und meine Koordinatorin war auch sehr nett.

Das Korrigieren der Klausuren geht sehr schnell, da fast nur multiple- choice geschrieben werden mit einem kleinen Anteil von frei formulierten Fragen. Das muss auch so sein, da das Sommersemester bereits im März beginnt. Es hält sich das hartnäckige Gerücht, dass ERASMUS- Studenten milder bewertet werden. Dies kann gut sein! Da ich nun aber auch Deutsch spreche, vermute ich das bei mir mal nicht so sehr.

Stadt/ studentisches Leben

Wien ist eine ganz wunderbare Stadt mit unendlich vielen Möglichkeiten. Es wimmelt nur so vor Sehenswürdigkeiten und historischen Gebäuden. Auch das studentische Leben ist recht ausgeprägt. Für ERASMUS –Leute gibt es meiner Erfahrung nach sowieso ständig Partys. Wir mussten entweder gar keinen Eintritt zahlen oder nur sehr wenig. Zudem haben wir oft günstiger Getränke bekommen.

Hier möchte ich dem ESN- Team ein großes Lob aussprechen: Es wurden wirklich tolle Ausflüge, Veranstaltungen und wöchentliche Treffen a la Erasmus Stammtisch im Down Under, Ride Club, Loco, Clubschiff usw. angeboten. So hatten wir die Möglichkeit, uns ständig mit den anderen ERASMUS – Leuten zu treffen und gemeinsam zu feiern.

Kommunikation: Email/ Telefon, Handy

Wir hatten Internet im Wohnheim. Wir haben vom ESN- Team eine SIM- Karte bekommen, so dass man eine österreichische Handynummer hatte, was natürlich sehr praktisch war.

Es gab nur ein Münztelefon im Wohnheim, was nie jemand benutzt hat. Wir haben eigentlich alle über skype oder andere Chatprogramme in unser Heimatland telefoniert.

Finanzen: Lebenshaltungskosten, Konto

Ich habe gleich in der ersten Woche ein kostenloses Studenten- Konto bei der Ersten Bank eröffnet. Das dauerte dann erstmal drei Wochen, bis ich die Karte hatte. Per Onlinebanking habe ich aber gleich Geld überwiesen, das ich mir dann am Schalter auszahlen konnte. Ich habe dann regelmäßig Geld von meinem deutschen Konto auf das österreichische überwiesen, was meist auch recht schnell binnen 1-2 Tage ging.

Das Leben ist teuer in Wien! Ich habe einmal schmerzlich 90Euro für einen Friseurbesuch hingelegt, habe in einem typisch wienerischen Kaffeehaus völlig unnötigerweise Extramineralwasser bestellt, obwohl es ja immer ein Glas Wasser sowieso zum Kaffee dazugibt. Zudem war das Wohnheim recht teuer durch die Extrakosten. Auch die Läden in Uninähe sind teuer. (Ausnahme: Mc Donald´s gegenüber der Uni).

Die Schnitzel im berühmten Restaurant „Figlmüller“ sind so groß wie Pfannkuchen!

(von Marina Finster)

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