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Teil I: Mein Auslandssemester in Österreich - Anreise und Wohnen

Ein Semester zog es mich nach Wien, um an der ältesten Uni im deutschsprachigen Raum zu studieren. Gleichzeitig genoss ich das Leben eines ERASMUS- Studierenden in vollen Zügen. Vier Monate in einem Doppelzimmer im Studentenwohnheim für ausländische Studierende untergebracht, kann ich nun einige Wörter Polnisch und beherrsche den Wiener Walzer nun perfekt…

Die Kutsche ist ein traditionelles Transportmittel in Wien.
Die Kutsche ist ein traditionelles Transportmittel in Wien.

Anreise:

Die Anreise nach Wien ist meiner Meinung nach am Schnellsten mit dem Flugzeug möglich. Ich bin von Hamburg aus nur 1 Stunde 15 Minute geflogen. Ich hatte auch das Glück sehr günstige Flüge zu 29 Euro ergattern zu können (mit Air Berlin). Der Flughafen Wien- Schwechat befindet sich zwar etwas außerhalb, doch gibt es eine gute Anbindung mit der S-Bahn ins Zentrum von Wien. Den CAT zu nehmen, ist unnötig, da du auch mit der S7 fahren kannst! Am CAT- Schalter in Wien-Mitte einzuchecken und deinen Koffer bereits dort abzugehen, lohnt sich allerdings! Da die S-Bahn immer und die Straßenbahn meist fiese Stufen haben, nehme auf jeden Fall die U-Bahn auf dem Weg vom und zum Flughafen. Dein Buddy hilft dir! Frag ihn, ob er dich abholen kann, wenn du nach Wien kommst.

Soziale Betreuung/ Wohnen:

Die Betreuung war recht gut, da ich einen Buddy hatte, der mit mir zum International Office gegangen ist, mir die Uni am ersten Tag gezeigt hat und auch sonst immer für mich da war. Sie hätte mich normalerweise auch vom Flughafen abgeholt, wenn sie nicht hätte arbeiten müssen. Ich hatte das Glück, dass mein Buddy auch Soziologie wie ich studiert hat und mir dadurch viele Tipps geben konnte.

Ich war in einem der „ÖAD- Gästehäuser der Wiener Universitäten“ untergebracht. Ich wohnte sehr zentral im 8. Bezirk in der Tigergasse, einer kleinen Seitenstraße der Josefstädter Straße. Die Lage war wirklich optimal, da ich zu Fuß zum Rathaus, zur Uni und zur Oper gehen konnte. Mehrere Straßenbahnen fuhren praktisch direkt vor meiner Tür ab. Ich war in einem Doppelzimmer untergebracht. Ich wohnte mit einer sehr netten Polin in einem ca. 24 ² großen Zimmer. Wir haben uns sehr gut verstanden und vermissen uns jetzt richtig, ich hatte also großes Glück. Es handelte sich um kleine Wohnung mit zwei Zimmern- unserem Doppelzimmer und einem Einzelzimmer.

Wir haben uns zu dritt ein Badezimmer und eine Küchenecke geteilt, alles in unserer Wohnung. Es war zwar sehr klein und eng (vor allen die Küche), doch das hat einen umso mehr zusammengeschweißt. In dem Wohnheim waren nur ERASMUS- Studenten untergebracht. Wir haben oft Partys veranstaltet und uns in einem der größeren Wohnungen getroffen (in der dann vier Einzelzimmer waren). Die Unterkunft war zwar recht teuer (265Euro/Monat) plus Verwaltungsgebühr a 15Euro/Monat und Reinigungspauschale a 40Euro. So blieb von der 600Euro- Kaution nicht alles übrig (485Euro). Einmal die Woche kam eine Putzfrau, die unser Zimmer gereinigt hat. Es gab im Keller Waschmaschinen und Trockner.

Wenn man Besuch bekommen hat, musste man hierfür ein Extrabett für 12 Euro die Nacht bestellen. Es gab einige Fälle von Leuten, die einfach so Besuch über Nacht hatten, was aber offiziell verboten war; so dass es Gerüchte gab, dass bei einigen die Kaution einbehalten wurde. Auch mussten wir selbst unser Zimmer in Ordnung halten. Da vor allem einige Jungs- WGs sehr unordentlich waren, mussten manche Strafgebühren zahlen. Es herrschte Nachtruhe, die Partyräume durften nur bis 22 Uhr benutzt werden. Wir haben unsere Partys dann in die Wohnungen verlegt, allerdings gab es dann auch „Aufseher“, manchmal kam auch die Polizei, da sich Anwohner beschwert hatten.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass das Wohnheim eine Toplage hatte, es jedoch insgesamt teuer war und ständig Kosten anfielen (z.B. wenn eine Neonröhre ausfiel, mussten wir es bezahlen). Insgesamt hatte ich eine tolle Zeit in dem Wohnheim, was vor allem an dem einzigartigen „ERASMUS- Leute- Klima“ lag.

(von Marina Finster)

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