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2 Semester in Wien - eine tolle Erfahrung!

Unsere Mitarbeiterin Ines hat ein Interview geführt mit Johanna, die vom 01.10.05-30.06.06 in Wien studiert hat.

2 Semester in Wien - eine tolle Erfahrung!

Angaben zur Person der Studierenden:

1. Vorname: Johanna


2. Alter: 22
3. Wohnort: Twistringen
4. Name der Universität: Universität Trier
5. Studiengang: Psychologie
6. Auslandsstudium in (Ort/Land): Wien/Österreich
7. Name der Gastuniversität: Universität Wien

Dauer des Studienaufenthaltes und Motivation:

1. Von wann bis wann ging dein Aufenthalt in Wien?

 01.10.05-30.06.06


2. Aus welchen Gründen hast du ein Studienaufenthalt im Ausland angestrebt?

Eigentlich wollte ich nach dem Vordiplom die Uni wechseln, um mal wieder eine neue Stadt und neue Leute kennen zu lernen. Und dann kam mir die Idee mit dem Auslandsemester in Wien, die sowohl meiner Abendteuerlust entgegen kam, als auch aus studienbezogener Sicht vorteilhaft erschien.


3. War es Pflicht innerhalb deines Studiums, ein Auslandssemester zu machen?

Nein.


4. Wie bist du darauf gekommen, gerade nach Wien zu gehen?

Der Entschluss, nach Wien zu gehen, entstand eigentlich hauptsächlich aus dem geringen Angebot an Alternativen. Zur Wahl standen Belgien, Frankreich, Italien, Spanien und Österreich. Da ich außer Französisch keiner der Landessprachen mächtig bin und mir daran gelegen war, meine Studienzeit durch den Auslandsaufenthalt nicht unnötig zu verlängern, habe ich mich entschieden, in ein deutschsprachiges Land zu gehen. Außerdem hat die Universität Wien einen guten Ruf für Psychologie.

Information und Unterstützung:

1. Wie und wo hast du Informationen über die gastgebende Universität und das dortige Studienangebot erhalten?

Vom akademischen Auslandsamt (AAA) der Universität Trier und durch Internetrecherchen auf den Seiten der Uni Wien.


2. In welcher Form hast du Unterstützung bzw. Beratung von deiner Universität bei der Vorbereitung, fachbezogen und organisatorisch erhalten?

Einerseits durch Beratungsgespräche und Informationsveranstaltungen und andererseits durch regelmäßige Mails des AAA der Universität Trier.


3. Welche Unterlagen musstest du zur Bewerbung an die Gastuniversität schicken?

Anschreiben, Lebenslauf mit Lichtbild, zweiseitiges Motivationsschreiben, warum ich den Auslandsaufenthalt machen möchte, beglaubigten Nachweis über die bisher erbrachten Studienleistungen.


4. Welche Unterstützung bekamst du von der Gastuniversität bei der Vorbereitung?

An der Uni Wien wurden zahlreiche Einführungsveranstaltungen angeboten und es gab ein Buddy-Network. Dort bekommt man einen Wiener Studenten an die Seite gestellt, der einem bei Fragen und bei der Orientierung helfen soll. Zudem hat jeder Austauschstudent einen fachlichen Koordinator, der aus dem jeweiligen Fachbereich kommt und einem bei Fragen zum Studium behilflich ist.

Johanna mit ihren Freundinnen in der Wiener Staatsoper


5. Wurden während deines Aufenthaltes andere besondere Veranstaltungen für Erasmus-Studenten an der Gastuniversität organisiert?

Man hat sich in Wien wirklich unglaublich viel Mühe gemacht, dass sich die Austauschstudenten untereinander kennen lernen, aber auch Kontakte zu "Einheimischen" knüpfen können. So fanden z.B. wöchentliche Partys statt und es gab Treffpunkte nur für Erasmus Studenten. Außerdem wurden mind. viermal im Monat kulturelle Angebote gemacht, z.B. der Besuch der Wiener Staatsoper oder die Besichtigung des Parlaments. Im Winter gab es Skireisen im Angebot, die vom „Erasmus Student Network“ immer super organisiert werden. Einmal im Monat wird ein Newsletter herausgebracht, dem man die ganzen Programmpunkte entnehmen kann. Es musste also niemandem langweilig werden.

Unterbringung und Infrastruktur:

1. Wo hast du während des Aufenthalts gewohnt?

In einem Studentenwohnheim des Österreichischen Auslandsdienstes ÖAD (ein reines Wohnhaus nur für Auslandsstudenten).


2. Musstest du dich selbst um eine Unterkunft kümmern oder wurde das für dich organisiert?

Ja, ich musste mich selbst darum kümmern.


3. Wie war der Zugang zu Bibliotheken, Studienmaterialien?

Problemlos.


4. Wie war der Zugang zu PC und Email in der Gasthochschule?

Ebenfalls problemlos.

Mit einer Fiaka durch Wien

Beurteilung der Lehrveranstaltungen:

1. Welche Lehrveranstaltungen hast du an der ausländischen Universität absolviert? Bitte gib eine Beurteilung ab (1 (sehr gut) bis 7 (nicht empfehlenswert)):

Ich habe eine Vielzahl von Lehrveranstaltungen besucht, und es würde sicherlich den Rahmen dieser Befragung sprengen, wenn ich die alle aufzählen und bewerten würde. Erwähnenswert erscheinen mir allerdings die zwei Diplomprüfungen, die ich an der Uni Wien absolvieren konnte. Ich habe meinen Schwerpunkt auf klinische und pädagogische Psychologie gesetzt. Die Lehrveranstaltungen zu diesen Bereichen waren insgesamt sehr gut.

Kosten:

1. Hast du finanzielle Unterstützung bekommen, z.B. ein Stipendium?

Ja, ich habe 100 Euro im Monat bekommen.


2. Wie hoch betrugen monatlich im Durchschnitt die Kosten während des Studienaufenthalts?

ca. 600 Euro im Monat.


3. Wann hast du den Erasmus-Zuschuss erhalten?

 80 % des Zuschusses vor Beginn des Studienbeginns der Uni Wien und 20 % erhalte ich im September diesen Jahres.

Der Park in Wien


4. Wie viel mehr hast du im Ausland durchschnittlich im Monat ausgegeben verglichen mit dem was Sie normalerweise im Heimatland ausgeben?

 100 Euro.


5. Musstest du irgendwelche Gebühren an der Gasthochschule zahlen?

ca. 20 Euro pro Semester.

Deine persönlichen Erfahrungen - Bewertung des Erasmus-Studiums:

1. Beurteile die akademischen Ergebnisse des Aufenthaltes:

Aus fachlicher Sicht hat mich dieses Jahr sehr viel gebracht. Ich konnte, wie bereits erwähnt, 2 Diplomprüfungen machen und bin deshalb genauso weit wie meine Kommilitonen, die in Trier geblieben sind. Eigentlich habe ich sogar noch Zeit gewonnen, denn durch den frühen Beginn der Semesterferien und durch die Tatsache, dass ich bereits alle Klausuren für dieses Semester erledigt habe, kann ich momentan mein 3-monatiges Pflichtpraktikum absolvieren. Das wäre nicht möglich gewesen, wenn ich an der Uni Trier geblieben wäre.

Besichitung des Schloss Schönbrunn


2. Beurteile deine persönlichen Ergebnisse des Aufenthaltes:

Die Beantwortung dieser Frage kann ich ganz kurz halten: Es war einfach ein rundum tolles Jahr, in dem ich viele neue, nette Leute kennen gelernt habe und das mich um viele Erfahrungen reicher gemacht hat. Ich bin wirklich sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, ein Jahr in einer so tollen Stadt wie Wien zu studieren.


3. Welche Aspekte deines Aufenthaltes gefielen dir besonders und welche gar nicht?

Besonders positiv fand ich den Charme der Wiener, die wunderschöne Stadt mit einem einzigartigen, kulturellen Angebot und das Studium in historischer Kulisse.


4. Glaubst du, dass der Aufenthalt dir bei deiner beruflichen Zukunft weiter hilft?

Ja, ich glaube nämlich, dass Auslandsaufenthalte im Lebenslauf immer wichtiger werden, so dass sichtbar wird, dass man einmal über den Tellerrand hinaus geschaut hat.


5. Kannst du dir als Ergebnis deiner Erfahrungen vorstellen, nach Ende deines Studiums in diesem Land zu arbeiten?

Ja, auf jeden Fall.

Johanna besichtigt den Stephansdom


6. Hat es dich bezüglich deines Studiums weitergebracht, dieses Auslandssemester zu machen oder wäre es besser gewesen, an deiner Universität zu bleiben?

Wie oben beschrieben, waren die Auslandssemester sehr sinnvoll für mich.


7. Hattest du Probleme, dich in diesem Land zu integrieren?

Nein.


8. Wird dein Studienaufenthalt im Ausland akademisch anerkannt?

Ja.


9. Werden deine geschriebenen Prüfungen anerkannt?

Ja.


10. Traten während deines Erasmus-Aufenthaltes irgendwelche ernsthaften Probleme auf?

Nein.


11. Wie kann deiner Meinung nach das Erasmus-Programm verbessert werden?

Ich habe während der 2 Semester immer das Gefühl gehabt, dass man sich gut um uns Austauschstudenten gekümmert hat. Deshalb kann ich keine Verbesserungsvorschläge machen.

Empfehlungen/Infos/Tipps:

1. Ist es empfehlenswert, ein Auslandssemester zu machen? Wenn ja, warum?

Auf jeden Fall, weil es einen immer weiter bringt, sei es hinsichtlich der eigenen Persönlichkeit oder der fachlichen Kompetenz. Es ist allein schon interessant, zu erleben, wie dein Studiengang an einer anderen Universität in einem anderen Land gelehrt wird. Außerdem lernt man neue Leute auf beruflicher und freundschaftlicher Ebene kennen und knüpft wichtige Kontakte. Auch für den Lebenslauf ist ein Auslandssemester vorteilhaft, weil es zeigt, dass man flexibel und mutig genug war, um alles Vertraute hinter sich zu lassen und sich alleine auf etwas Neues und Fremdes einzulassen.


2. Was empfiehlst du jedem, der ein Auslandsaufenthalt machen möchte?

Vor der Planung eines Auslandssemesters sollte man sich gut überlegen, was man überhaupt möchte und erwartet und ob die betreffende Uni das bietet. Einen Plan zu haben, ist immer vorteilhaft... Außerdem würde ich jedem raten, in eine WG zu ziehen, weil man dadurch sehr schnell Kontakte knüpft und nicht Gefahr läuft, in der Anonymität einer Stadt oder Uni zu versinken. Hilfreich ist es auch, an möglichst allen Veranstaltungen teilzunehmen, die einem angeboten werden.

Pferde und Kutsche führen einen durch Wien


3. Ansprechpartner, Adressen, etc. für z.B. die Wohnungssuche, Universitäten:

www.univie.ac.at/international/

esn.univie.ac.at

www.oeh.univie.ac.at

www.housing.oead.ac.at

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