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Abenteuer am anderen Ende der Welt - Vorbereitung für ein halbes Jahr Neuseeland

Bis jetzt konnte ich mich vor dem größten Schritt in die Unabhängigkeit immer drücken: High-School Jahr in der Schule war zu teuer und Au-Pair Jahr nichts für mich. Doch nun, mit 20 Jahren und im 4. Fachsemester muss auch ich den Schritt ins Ausland machen. Denn ohne Auslandserfahrungen ist man als Akademiker in der heutigen Arbeitswelt chancenlos. Doch wo fängt man an, wenn der Plan steht und nun die Vorbereitung los gehen soll?

Abenteuer am anderen Ende der Welt
Abenteuer am anderen Ende der Welt

Das fünfte Semester ist das Semester der Auslandsaufenthalte: Schon im Januar ist das gesamte Semester in Aufruhr. Die Einen schreiben verzweifelt an ihren Bewerbung für Erasmus und Co. andere beginnen ihre Praktika zu organisieren und wieder andere freunden sich gerade erst mit dem Gedanken an, für ein halbes Jahr die geliebte Heimat zu verlassen und ans andere Ende der Welt zu fliegen. Zu der letzteren Gruppe gehöre wohl ich.

  20 Jahre meines Lebens habe ich meine Mutter nie länger als drei Wochen nicht gesehen, nie habe ich im Ausland gelebt, ein Visum beantragt, mehr als 1000 Euro für einen Flug bezahlt geschweige denn Weihnachten nicht daheim verbracht. Nun bin ich mitten in den Vorbereitungen für ein sechsmonatiges Neuseeland-Abenteuer.

Während alle anderen an Unis in Spanien, Holland, USA und Co. gehen und wieder andere bei Bosch, Zeiss, GM und den anderen Riesen den Fuß in die Tür bekommen, packt mich die Abenteuerlust. Ausnahmsweise in meinem Leben will ich mal nicht zu den vernünftigen Leuten gehören, sondern aus der Reihe tanzen. Mein Studium unterbrechen und das Abenteuer „Work & Travel“ wagen. Und das alles zu allem Unglück meiner traurigen Mutter am anderen Ende der Welt, in Neuseeland.

Doch durch die vielen finanziellen und organisatorischen Fragen sehe ich schon jetzt den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Flug buchen, Visum beantragen, bei der Sprachschule anmelden, Konto eröffnen, impfen lassen, Mutter beruhigen und natürlich Arbeit suchen. Doch wo ich anfange weiß ich immer noch nicht genau.

Die Preise der Flüge lassen mein Konto und die komplizierten englischsprachigen Visumsunterlagen mich ziemlich blass aussehen und immer wieder fallen mir neue Kleinigkeiten ein, die erledigt werden müssen. Zwischenmieter suchen, Pass beantragen, Koffer kaufen… die Liste nimmt kein Ende. Doch mit der richtigen Planung komme wohl auch ich in einem halben Jahr, wenn auch finanziell ruiniert, gut und vor allem glücklich in Christchurch an. Dann beginnt das Abenteuer…

Wie es weiter geht? Fortsetzung folgt… :-)

Juliane Pohl

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