UNO-Rangliste zum Lebensstandard: Italien auf dem 18. Rang
In der kürzlich von der UNO veröffentlichten Studie zum Lebensstandard in der Welt erreicht Italien den 18. Rang von insgesamt 182 Nationen. Damit reiht sich Italien knapp vor Deutschland (Platz 22), aber deutlich hinter den Niederlanden, Frankreich und den USA ein. Auf den Spitzenpositionen landen Norwegen, Australien und Island, die hintersten Plätze belegen Sierra Leone, Afghanistan und Niger.
Zum Erstellen der Rangliste wurde der HDI (Human Development Index) der Länder ermittelt, der Aspekte wie Bildung, Lebensdauer und Einkommen der Bevölkerung berücksichtigt. Die zu diesem Zweck verwendeten Daten stammen allerdings aus dem Jahr 2007 und bilden den Stand vor der Weltwirtschaftskrise ab. Im Vergleich zum Vorjahr (2006) verbesserte sich Italien um einen Platz.
Von den 59,3 Mio. italienischen Bürgern sind nur etwa 5,2% ausländische Einwanderer, die überwiegend aus Lateinamerika oder Ozeanien stammen. Im Hinblick auf das Bildungssystem sind die Voraussetzungen für Einwanderer allerdings nicht ideal. Die italienische Regierung verwendet nur 9,2% der Ausgaben für die Verbesserung der Bildung, was im Vergleich mit den übrigen Ländern der oberen 20 Ränge die geringste Summe darstellt. Unter den italienischen Bürgern profitieren nur 10,1% von der höheren Bildung an (Fach-)Hochschulen, unter den Immigranten sind es immerhin 11,5%. Nichtsdestotrotz stellen auch diese Zahlen den Tiefstand unter den ersten 20 Ländern des HDI-Rankings dar.
Auch in Bezug auf die Arbeitslosenquote unter den Einwanderern liegt Italien mit 8% im oberen Bereich und belegt in dieser Hinsicht, verglichen mit den 20 besten Ländern in der HDI-Rangliste den 4. Platz. Unter diesen Ländern weisen nur die Schweiz (10,4%), Luxemburg (8,8%) und Belgien (8,7%) höhere Arbeitslosenzahlen unter den Immigranten auf. Ganze 12,8% der italienischen Bevölkerung müssen mit weniger als 50% des Durchschnittslohnes auskommen. Auch die Verteilung des Reichtums unter den armen und den reichen Volksschichten ist laut der UNO recht ungleichmäßig (Gini-Index von 36).
Die komplette Studie ist online unter http://hdr.undp.org/en/media/HDR_2009_EN_Complete.pdf


