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Unterkünfte

Ein Problem, dass sich für jeden ganz elementar darstellt, ist es eine angemessene Unterkunft für den Aufenthalt in Triest zu finden. Für jemanden wie mich ist das eine absolut zentrale Frage, denn ich lebe gern komfortabel und kann mein Dasein immer nur dementsprechend genießen. Für Andere mag die Unterkunft nebensächlich oder nicht so wichtig sein. Jeder nach seinem Gusto – im Folgenden sind erstmal alle Möglichkeiten aufgelistet, die mir zu dem Thema eingefallen sind:

Unterkünfte

Ein Problem, dass sich für jeden ganz elementar darstellt, ist es eine angemessene Unterkunft für den Aufenthalt in Triest zu finden. Für jemanden wie mich ist das eine absolut zentrale Frage, denn ich lebe gern komfortabel und kann mein Dasein immer nur dementsprechend genießen. Für Andere mag die Unterkunft nebensächlich oder nicht so wichtig sein. Jeder nach seinem Gusto – im Folgenden sind erstmal alle Möglichkeiten aufgelistet, die mir zu dem Thema eingefallen sind:

Grundsätzlich sei angemerkt, dass Wohnen hier in Trieste kein billiges Vergnügen ist. Man muss mit Preisen rechnen, die sich eher am oberen Ende dessen befinden, was in Göttingen für eine Unterkunft zu berappen ist.

Einheimische Studenten, vor allem die männlichen, leben meistens noch Zuhause, auch wenn sie dafür unter Umständen jeden Tag eine ziemliche Strecke zu pendeln haben. So sparen sie sich die Mietkosten und genießen weiterhin die Vorteile, die der heimische Herd nebst dazugehöriger mütterlicher Pflege bringen.

Die Wohnungssuche ist nicht nur für Ausländer eine kleine Odyssee. Man kann sich auf unterschiedliche Weise über freien Wohnraum informieren.

Zum einen wären da die zahllosen schwarzen Bretter in den unterschiedlichen Uni-Gebäuden, mit den noch viel zahlloseren Zetteln und Hinweisen, die überall zu finden sind. Hier werden meistens WGs angeboten. Einzel- und auch Mehrbettzimmer, oft auch mit verschiedenen Auflagen und Anforderungen verknüpft. So haben weibliche in Italien oft den Vorzug vor männlichen Bewerbern. Ebenso geht es mit Nichtrauchern und „nicht Residenten“, die vor allem für Appartements immer wieder ausdrücklich gesucht werden. Das hat den Hintergrund, dass man sich 1. von Mädchen weniger Probleme erhofft, 2. gemischtgeschlechtliche WGs oft nicht erwünscht sind und 3. bei nicht in Trieste Residenten die Anmeldung bei der Commune für den Vermieter entfällt und er so die Mieteinnahmen besser an der Steuer vorbei lenken kann.

Die nächste Möglichkeit nach Wohnraum zu schauen, ist der wöchentlich erscheinende „Mercatino“, auch online unter www.ilmercatino.it nachzusehen, dort allerdings nie aktuell, jedoch mit Gesamtverzeichnis aller örtlichen Makler. Dies ist das lokale Anzeigeblatt wo alles zum Verkauf steht, was es gibt. Dieser ist besonders für Wohnungen und Appartements zu empfehlen. WGs sind dort eher weniger anzutreffen.

Des Weiteren gibt es diverse italienische Studentische Internetseiten auf denen Foren meist über Zimmer und Betten informieren. Hier ist durchaus auch mal ein guter Treffer zu landen. In allen Fällen heißt es: Wer etwas besonderes möchte, der muss sich besonders viel Mühe geben. So hat es in meinem Fall satte 4 Wochen Suche gekostet, bis ich mein Appartement gefunden hatte, dann aber auch mit allen Extras. Auch bei WGs gibt es bezüglich Lage, Ausstattung und Preis erhebliche Unterschiede.

Man kann sich auch bei den vielen Maklerbüros der Stadt umsehen und hier nach der passenden Bleibe anfragen. Diese bemühen sich mal mehr, mal weniger, kosten aber in jedem Falle Vermittlungsgebühren zwischen einer halben und anderthalb Monatsmieten. Mehr wäre Bauernfängerei.

Die beste Art, eine Wohnung zu finden ist allerdings zweifelsohne, bei der Anreise bereits eine sicher zu haben. Wie man das anstellen soll? Nun – die Erasmus-Gemeinde in Trieste wechselt stetig – alle 6 bzw. 12 Monate. Wenn man die Möglichkeit hat, einen Ansprechpartner hier vor Ort zu finden – egal ob durch Vermittlung durch den eigenen deutschen Erasmus-Koordinator oder aber durch Nachfrage bei Frau Foi, sollte man diesen Kontakt unbedingt nutzen. Dabei ist es noch nicht einmal zwingend notwendig auch einen deutschen Ansprechpartner zu finden – die Erasmusgruppe vor Ort ist klein und überschaubar. Hat man erst einmal jemanden gefunden, der bereit ist sich umzuschauen, ist die Wohnungssuche sogut wie vorbei, denn alle Erasmus-Studenten suchen Nachmieter. Beste Zeit, „einem Erasmus“ zu folgen sind der Februar und der Juli. Allerdings bleiben immer auch einzelne Länger oder kürzer und so lohnt es sich, etwas zu bohren oder weitere Kontakte zu erfragen, sollte man eben erst einmal diesen einen Ansprechpartner haben.

Ein weiterer Punkt, der bei der Suche Beachtung finden sollte ist, ob die Wohnung wärmetechnisch zentral oder autonom versorgt ist. Ganz im Gegensatz zu deutschen Verhältnissen ist hier nämlich die autonome Versorgung die mit Abstand billigere Alternative. Während bei einer zentralisierten Heizung monatliche Kosten von ca. 100 Euro anfallen, ist es bei der autonomen Variante nur ca. ein Drittel dessen. Weitere Kosten sind Reinigungs- und allgemeine Hausgebühren, die sich ebenfalls um die 30 Euro monatlich bewegen können.

Man sollte sich, egal, welche Art von Unterkunft man sucht, unbedingt mit dem Gedanken vertraut machen, dass dies meistens nur in der Landessprache vonstatten gehen könnte. Zwar sprechen viele Studenten englisch, bei normalen Vermietern sieht das allerdings gleich ganz anders aus – und da ist das Alter ganz unerheblich. Ich hatte dankenswerterweise eine italienische Bekannte, die für mich den ersten telefonischen Kontakt hergestellt hat, die Besichtigungen hingegen verliefen dann meist wie beschrieben auf Italienisch. Also ein Grundwortschatz sollte vorhanden sein. Der Vergleich von Lage, Ausstattung und Details macht sich sehr bezahlt. So kann man für das gleiche Geld sowohl in einer WG weit außerhalb in einfachsten Verhältnissen absteigen, oder aber auch superzentral mit TV, Internet, ADSL, Playstation und XBox, DVD und Stereo, Terrasse und Garten logieren. Dieses Angebot habe ich selbst gesehen! Also nicht gleich beim ersten Besichtigungstermin zuschlagen, wenn man unsicher ist. Analoges gilt, wenn auch nicht ganz so extrem für Appartements. Hier ist eine so genannte 1a-Lage eigentlich gar nicht auffindbar oder unbezahlbar jenseits der 700-800 Euro-Grenze, dennoch gibt es sehr unterschiedliche Renovierungs- und Ausstattungsmerkmale von blankem Zimmer bis hin zu vollständig neu möbliert und mit Tassen, Tellern und Geschirrspüler (das war meine Wahl J).

Ostello

Die örtliche Jugendherberge ist 3 Km vor der Stadt gelegen und super mit dem Bus erreichbar. Alle 10 Minuten fährt die Linie 36 direkt an der Tür vorbei bis in die City.

Man logiert in schmucklosen 8er – Zimmern und hat einen Schwimmbadspindt für sein Hab und Gut zur Verfügung. Ein Schloss für selbigen kann an der Rezeption ausgeliehen werden. Die Unterkunft kostet Mit Jugendherbergsausweis 13,50 Pro Tag inklusive Bettwäsche und Frühstück, welches allerdings nicht der Rede wert ist. Die Einrichtung ist insgesamt arg spartanisch. Stehtoiletten, Massenwaschraum, Aufenthaltsraum mit TV und Kaffeeautomat. Teuere Getränke an der Rezeption.

Unschlagbar ist dafür die Lage, denn obwohl vor der Stadt gelegen gibt es wohl in ganz Triest kein Haus, das näher am Meer gebaut ist. Von der Terrasse aus trennt nur noch eine kleine Straße das Wasser von der Hauswand. Insofern ist damit einiges wieder gutgemacht. Für längere Aufenthalte ist das Ostello nicht empfehlenswert, da es neben all den angesprochenen Unannehmlichkeiten auch durchaus passieren kann, dass man plötzlich zur Abreise gebeten wird, da sich Gruppen angemeldet haben. Also entweder schon von Zuhause aus frühzeitig für einen längeren Zeitraum reservieren oder auf gut Glück hoffen.

Ob das Ostello auch in der kalten Jahreszeit geöffnet hat, weiß ich nicht. Dies ist, sollte man mit dem Gedanken spielen, unbedingt in Erfahrung zu bringen.

B & B / private Pensionszimmer

Habe ich immer mal wieder an Häusern angepriesen gesehen, mich aber nicht wirklich darüber informiert. Sicher gibt es im Internet ein B&B – Verzeichnis, in dem auch Triestiner Gelegenheiten anzufinden sind. Wer sich hier auf Wohnungssuche begeben möchte, für den ist diese Lösung mit Sicherheit eine, die dem Ostello vorzuziehen ist. Wenngleich sie auch vermutlich etwas teuerer ist bekommt man doch ein eigenes Zimmer und genug Raum für das Gepäck bis man eine eigene Wohnung beziehen kann.

Hotel

Hotelzimmer der einfachen Kategorie, wenngleich zentral, sind für ab 40 Euro pro Nacht erhältlich. Nach oben gibt es natürlich kein Limit.

Wohnheim

rein optisch keine Schönheit: Das Wohnheim an der Uni Nuova

Direkt neben der Universitá Nuova und an die Mensa angrenzend liegt in Trieste das Studentenwohnheim.

Leider liegt die für uns maßgebliche Philosophische Fakultät ziemlich am anderen Ende der Stadt. Schon bei der Stellung eines Erasmusantrages in Deutschland besteht die Möglichkeit, sich gleichzeitig um einen der raren Wohnheimsplätze in Trieste zu bewerben. Anders als bei uns in Göttingen, wo Wohnheimsplätze zwar auch sehr begehrt sind, aber in großem Rahmen zur Verfügung stehen, herrscht hier großer Wohnheimsplatzmangel. Dementsprechend werden Erasmus-Studenten, soweit ich das überblicken konnte, auch nicht besonders bei der Vergabe bevorzugt und die realen Chancen für einen Wohnheimsplatz sind eher überschaubar.

Zudem sollte man sich vor Antragstellung im Klaren darüber sein, ob man wirklich einen dieser Plätze haben möchte, denn das Wohnheimsleben ist in Triest anders als man es u.U. in Göttingen gewohnt sein könnte.

Die Studentenwohnheime unterliegen staatlicher Kontrolle und –Regeln. So ist z.B. Besuch über Nacht verboten, ebenso wie das Kochen auf den Zimmern oder die Benutzung von Elektrogeräten mit großem Stromverbrauch. Man lebt in WGs; 2 oder mehr Personen teilen sich eine Wohneinheit mit Vorraum und Bad. Küchen gibt es nicht, auch nicht Etagenweise, dafür ist die Mensa nah gelegen und 7 Tage in der Woche mittags und abends geöffnet (Details siehe Punkt „Mensa“). Für die Reinigung der Räume gibt es, was vordergründig komfortabel klingen mag, Putzpersonal, dessen Kosten im niedrigen Mietpreis (ab 85 Euro!!!) inbegriffen sind. Eine Hauptaufgabe dieses Personals, so versicherte man mir allerdings, ist die Kontrolle der Bewohner und die Überwachung der Regeln für das Wohnen im Wohnheim. Insofern kam auch ein Wohnheimszimmer für mich nicht in Frage, aber jeder wie er oder sie mag.

Allerdings, so kam es mir bei meinen gelegentlichen Besuchen dort immer wieder vor, existiert ein ganz besonderes Jugendherbergs- Familienfeeling dort oben im Wohnheim, nicht zuletzt durch die regelmäßigen gemeinsamen Mahlzeiten. Also- u.U durchaus reizvoll!

WG

Die wohl gängigste Unterbringungsart für Studenten in Triest ist, neben dem Elternhaus, die Wohngemeinschaft. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten an einer solchen Gemeinschaft teilhaben zu können: die so genannte „Singola“, also wie auch bei uns üblich ein Einzelzimmer, oder aber ein „Posto Letto“, ein Bett in einem Zimmer zusammen mit meistens einem, manchmal auch mehreren Zimmergenossen.

Diese Art der Unterbringung ist dem Deutschen vollkommen Fremd, hier aber völlig normal, zumal viele Italiener auch an Wochenenden und Feiertagen sofort die Flucht nach Hause antreten und sich so also auch nicht permanent auf der Pelle hängen im Mehrbettzimmer. Für ein Bett im Mehrbettzimmer sind 120-200 Euro monatlich aufzubringen, zzgl. Der Verbrauchskosten (Gas und Strom). Für ein Einzelzimmer ab 150 bis 300 Euro.

Appartement

Wer es lieber für sich allein oder mit Partner hat, oder eine eigene WG gründen möchte, der muss sich auf die Suche nach einem Appartement machen. Sinnvollerweise wählt man die möblierte Variante, die auch die meistens angebotene in Italien ist. Leere Wohnungen, wie des bei uns üblich ist, findet man in Triest eher selten.

Wie oben schon angemerkt variiert die Art und Qualität der Ausstattung ganz enorm, was sich allerdings auch preislich niederschlägt. Die neu renovierten Unterkünfte liegen immer ca. 150 Euro über den eher rustikalen Altbauwohnungen. Ein 1-Zimmer-Appartement, also 1 Schlafzimmer, Küche mit Essbereich (Soggiorno oder Salone) ist ab ca. 300 Euro zu haben.

Besonders zu beachten ist die genaue Bezeichnung der Räume. Während man bei uns, wenn man von einer 2-Zimmer-Wohnung spricht, eine Unterkunft mit eben diesen 2 Zimmern plus Küche und Bad meint, ist in Triest immer von Schlafzimmern die rede. 2 Zimmer bedeuten hier also 2 Schlafzimmer. Dazu kommt fast immer noch ein Wohn- oder Esszimmer oder eine große Wohnküche. Das hat mich einige vergebliche Besichtigungen gekostet, bis ich es in der Form verinnerlicht hatte. Auch beim Appartement sollte man sich vor der Entscheidung Gedanken über die zu erwartenden Nebenkosten machen, ob diese (auch teilweise) incl. Sind und ob die Heizung zentral oder autonom ist.

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