UNO-Studie: Frankreich auf dem 8. Platz im Ranking zum Lebensstandard
Im Jahresbericht 2009 der UNO zur Entwicklung der Menschheit belegt Frankreich bezogen auf den Lebensstandard den 8. Platz von insgesamt 182 Nationen. Damit liegt das unser westlicher Nachbar weit vor Deutschland, welches „nur“ auf dem 22. Rang landete. Gemäß der Studie ist haben die Norweger den besten Lebensstandard, gefolgt von den Australiern und den Isländern. Die schlechtesten Lebensumstände wurden in Sierra Leone, Afghanistan und Niger ermittelt. Ausgehend von Daten aus dem Jahre 2007, also vor der Weltwirtschaftskrise, verglichen die UNO-Forscher unter anderem das Einkommen, die Lebenserwartung und die Bildung der Bevölkerung in den jeweiligen Ländern. Im Vergleich zur Platzierung im Jahre 2006 machte Frankreich drei Plätze gut.
Die Einwohner des westeuropäischen Landes können sich über eine Lebensdauer von durchschnittlich 81 Jahren freuen und liegen damit knapp über deutschen Verhältnissen (79,8 Jahre). Japaner werden im Vergleich allerdings durchschnittlich 2 Jahre älter und erreichen ein Alter von 82,7 Jahren.
Von den 61,7 Mio. Einwohnern Frankreichs sind etwa 10,6% Einwanderer aus dem Ausland. Damit scheint das Land des Sonnenkönigs weniger attraktiv für Auswanderer zu sein als Deutschland, das immerhin 12,9% Einwanderer zählt. Während die UNO für Deutschland jedoch einen Bevölkerungsrückgang, von 82,3 Mio. im Jahr 2007 auf 80,4 Mio. bis zum Jahr 2020, prognostiziert, soll die Einwohnerzahl Frankreichs bis 2020 auf 64,9 Mio. Menschen steigen. Der Großteil der Einwanderer kommt aus Afrika, Europa und aus Lateinamerika, wo noch vereinzelte, zu Frankreich gehörende Regionen, wie beispielsweise Französisch-Guayana, liegen.
Mit einer Quote an Dauerarbeitslosen von 3,1% liegt Frankreich 2007 noch unter Deutschland mit 4,8%, jedoch weit über Norwegen (0,2%), Island (0,1%) und den USA (0,5%). Die für Auswanderer besonders interessante Rate der Arbeitslosigkeit unter Immigranten liegt mit 7,7% im Mittelfeld. Einwanderer, die als Kinder oder Jugendliche nach Frankreich einreisen, haben gute Chancen, einen universitären Abschluss zu erlangen, da ca. 32% der Immigranten im Hochschulen oder Fachhochschulen eingeschrieben sind oder waren. Wer also die entsprechenden sprachlichen Kenntnisse mitbringt, hat in Frankreich gute Karriere- und Jobaussichten.
Die komplette Studie ist online unter http://hdr.undp.org/en/media/HDR_2009_EN_Complete.pdf


