Jobs suchen und finden: Stellenmarkt · Stellenangebote Ingenieure · Stellenangebote IT · Arbeiten in England
Benutzerspezifische Werkzeuge
  • Anmelden

Studieren in Frankreich – mit Erasmus nach Caen

Veronika hatte sich zwar vorgenommen, noch während ihres Studiums ein Auslandssemester zu absolvieren, das Angebot, den Winter in Frankreichs Norden zu verbringen, kam jedoch sehr kurzfristig. Nach einiger Bedenkzeit entschied sich die Studentin der Betriebswirtschaftslehre, sich diese Gelegenheit nicht entgehen zu lassen. Über ihr Leben und ihre Erfahrungen in der französischen Studentenstadt Caen soll an dieser Stelle berichtet werden…

Studieren in Frankreich – mit Erasmus nach Caen

Um sich die Anreise und den Transport des Gepäcks zu erleichtern, reiste Veronika mit dem eigenen Auto an. Da die Möglichkeit bestand, sich für zehn Euro ein Ticket zu kaufen, welches es erlaubt, das Auto auf dem Campus abzustellen, stellte sich die selbstorganisierte Anreise als sinnvoll heraus.

Caen ist eine Studentenstadt mit vielen Cafés und verwinkelten Gassen mit typisch französischem Flair. Untergebracht wurde die 23-jährige in dem Studentenwohnheim „Tilleus“, dessen strenge Regelungen ihr allerdings zunächst befremdlich erschienen. So musste sie sich beispielsweise an den wohnheimeigenen Security Service, welcher unter anderem die Einhaltung der Nachruhe ab 22 Uhr gewährleisten soll, erst gewöhnen. Die Zimmer hatten eine Größe von 9 Quadratmetern, zu deren Ausstattung ein Waschbecken mit Spiegel sowie eine große Fensterfront gehörten. Die beiden sanitären Anlagen wurden mit 20 weiteren Studenten geteilt, von denen die Mehrheit ebenfalls einen Erasmus Aufenthalt absolvierte.

Eine besondere Schwierigkeit stellte die Nutzung von Internet und Telefon dar. So gab es keinen funktionstüchtigen Telefonanschluss im Zimmer, sodass auf das eigene Handy oder eine der teuren Telefonzellen auf dem Gelände zurückgegriffen werden musste, und auch die Möglichkeiten der Internetnutzung waren äußerst beschränkt.

Vor Semesterbeginn absolvierte Veronika einen Intensivsprachkurs vor Ort, welcher sich nebenher zum Knüpfen erster Kontakte hervorragend eignete. Zusätzlich besuchte sie einen Sprachkurs während der Vorlesungszeit ihres Aufenthaltes, den sie aber aufgrund seines Preises von 75 Euro bei einer deutlich zu hohen Teilnehmerzahl nicht weiterempfehlen würde. Zum Leidwesen besonders der ausländischen Studenten befanden sich die Vorlesungspläne nicht im Internet, was eine Planung des Studiums deutlich erschwerte.

Veronikas Fakultät, jene der Wirtschaftswissenschaften, gehörte zum Campus 4, welcher vom Wohnheim mit der Tram in etwa 15 Minuten zu erreichen war. Die Anforderungen der Vorlesungen sind in etwa mit deutschem Niveau vergleichbar, es wird aber fast ausnahmslos diktiert, da sich kaum Folien im Internet befinden. Die Universität bietet ein großes Angebot an Sportkursen, die nach der Ableistung einer einmaligen Gebühr von zehn Euro besucht werden können.

Da die meisten einheimischen Studenten über das Wochenende nach Hause fuhren, gestaltete sich ein Kontakt zunächst schwierig und beschränkte sich auf die internationalen Studierenden des Wohnheims. Programme wie „Bienvenue à Caen“, welche den Kontakt zwischen ausländischen Studenten und einheimischen Familien verbessern sollen, konnten diesem Problem Abhilfe schaffen. So entwickelte sich mit der Zeit auch der Kontakt zu französischen Studenten.

Abgesehen von einigen beschriebenen Schwierigkeiten, hat sich der Auslandsaufenthalt für Veronika dennoch gelohnt und als interessante Erfahrung herausgestellt.

Artikelaktionen

Sprachreisen 2012

NEU: Den Sprachreisenkatalog 2012 kostenlos bestellen: Sprachreise-Katalog 2012 bestellen
Sprachreise-Katalog kostenlos anfordern.
T5 Jobmessen