Englisch lernen und die Sprachkenntnisse festigen - mit GLS!
Eine Sprachreise macht Lust auf mehr? Bei Annika war das der Fall. Nach ihrer ersten zweiwöchigen Sprachreise nach Bicton (Südengland) 1996, reiste sie zwei Jahre später wieder auf die britische Insel, um einen Sprachkurs in Weymouth zu absolvieren. Doch wo und wann wendet man die gelernte Sprache am sinnvollsten an? Im Ausland! Und so ging Annika 2001 mit der Organisation GLS für ein High School Year nach Australien. Und auch 2007 zog es sie wieder ins englischsprachige Ausland, aber diesmal als Group Leader.
Mit welchem Sprachreiseanbieter bist du nach England gegangen?
Ich bin in beiden Fällen mit der Organisation GLS nach England gegangen. Ich habe mich das erste Mal für die Organisation entschieden, da Freunde von mir gute Erfahrungen mit GLS gemacht hatten.
Warum hast du dich gleich zwei Mal für eine Sprachreise nach England entschieden?
Das erste Mal wollte ich nach England, weil meine Freundin wollte, dass ich mitkomme. Das habe ich dann einfach gemacht. Das hat mir dann so gut gefallen, dass ich zusammen mit einer anderen Freundin ein paar Jahre später noch einmal gefahren bin.
Die britische Insel ist ein Sammelpunkt für Sprachschüler aus der ganzen Welt. Warum fiel eure Länderwahl auf England?
England war damals die einzige Alternative. Die Schwester meiner Freundin war das Jahr zuvor da, deshalb sind wir dahin gefahren.
Wie war der Unterricht in der Sprachschule aufgebaut?
In einem Internat in England fanden die Sprachkurse statt. Dort wurde man am ersten Tag getestet und dann in ein Level eingeteilt. Man hatte vormittags Unterricht bei einem Native Speaker und nachmittags Activities.
Activities?
Die Activities am Nachmittag wurden, wie der Unterricht, von einem Native Speaker geleitet. Wir haben da die unterschiedlichsten Dinge unternommen: Bogenschießen, Fußball, Arts and Craft, Schwimmen etc.
Jeden Mittwoch haben wir einen Halbtagesausflug in die nähere Umgebung gemacht und jedes Wochenende einen Ganztagesausflug – zum Beispiel nach London oder Oxford.
Was würdest du im Nachhinein sagen, wie effektiv ist eine zweiwöchige Sprachreise?
Als junger Mensch, ich war damals zwölf und vierzehn Jahre, ist eine Sprachreise, um einen ersten Kontakt zu der Fremdsprache zu bekommen, ganz gut. Das Problem ist, dass man in einer deutschen Gruppe ist und dort meistens deutsch spricht. Natürlich sind dort auch andere Gruppen, wie beispielsweise Franzosen oder Italiener, mit denen man Englisch redet. Es sind aber nur einige Lehrer und Activity Leader Native Speaker; im Internat gibt es da nicht besonders viele Muttersprachler.
Ist deiner Meinung nach das Preis-Leistungsverhältnis bei Sprachreise-Organisationen stimmig?
Das kann ich nur schwer beurteilen, da ich die Preise anderer Gesellschaften nicht kenne. GLS hat aber im Prinzip einen sehr guten Ruf. Die Mitarbeiter kümmern sich sofort, wenn es Probleme gibt. Außerdem wechseln sie auch die Unterkünfte, wenn sie schlechte Erfahrungen gemacht haben.
Du hast 2001 erneut die Dienstleistungen von GLS in Anspruch genommen und bist für ein High School Year nach Australien gegangen. Wie hat dich GLS bei diesem Auslandsaufenthalt unterstützt?
Ich hatte eine Ansprechpartnerin in Australien, an die ich mich jeder Zeit wenden konnte. Auch die Gastfamilie wurde mir von GLS bzw. der australischen Partnerorganisation vermittelt. Außerdem haben sie sich um eine passende Schule bemüht.
Du warst ein halbes Jahr in Australien. Warum hast du kein ganzes Jahr an der australischen High School verbracht?
Das Schuljahr in Australien fängt immer im Januar an. Wenn ich ein Jahr geblieben wäre, hätte ich zwei Schuljahre in Deutschland verpasst.
Welche Unterschiede gibt es zwischen dem australischen und dem deutschen Schulsystem?
Es gibt sehr viele Unterschiede. Das australische Schulsystem ist nicht dreigliedrig, das heißt alle Schüler werden zusammen unterrichtet. Von der ersten bis zur sechsten Klasse gehen die Kinder zur Elementary School, danach gehen sie bis zur zwölften Klasse auf die High school.
Die Fächer, die Schüler wählen können, sind zum Teil schon berufsorientiert. Es gibt beispielsweise Accounting oder Hospitality.
In Mathematik gibt es Kurse (A, B und C), dort wird dann nach Leistung differenziert.
Den Biologie-Unterricht habe ich beispielsweise als sehr praxisorientiert in Erinnerung. Dort haben wir für eine Woche Küken bekommen, dessen Verhalten wir beobachten sollten.
Die australische Schule ist auch eine Ganztagesschule, wir hatten dort bis 15.00 Uhr Unterricht.
Letztes Jahr hast du dann sogar selbst für GLS gearbeitet. Wie hast du den Job als Group Leader bekommen?
Ich habe bei GLS angefragt, wer als Group Leader eingestellt wird, und ob ich das in meinen Semesterferien machen könnte. Nachdem ich eine kurze Bewerbung geschrieben hatte, haben sie mich sofort genommen. Ich musste lediglich zu einer Informationsveranstaltung nach Berlin.
Als Group Leader ging es für dich nach England. Welche Aufgaben hast du dort übernommen?
Ich musste eigentlich nur auf die Kinder aufzupassen, insbesondere bei Ausflügen. Obwohl auch immer Native Speaker dabei sind. In der Regel half ich den Kindern dann bei der Übersetzung. Bei mir sind mehrere Kinder krank geworden. Meine Aufgabe war es, mit ihnen zum Arzt zu fahren und für sie zu übersetzen, weil sie noch nicht so gut Englisch sprachen.
Wurde die Arbeit als Group Leader vergütet?
Ja, dafür habe ich eine Vergütung bekommen.
Möchtest du gerne noch einmal als Group Leader arbeiten?
Wenn das möglich ist, würde ich das gerne machen. Momentan mache ich mein Referendariat, aber vielleicht finde ich danach etwas Zeit.
Würdest du prinzipiell eine Sprachreise zum Verbessern der Sprachkenntnisse empfehlen oder doch lieber eine andere Art von Auslandsaufenthalt?
Ja, ich würde eine Sprachreise definitiv weiter empfehlen. Wenn Kinder das wirklich wollen, und nicht nur die Eltern, ist es eine tolle Sache. Natürlich ist im Alter von 16 Jahren ein Highschool-Aufenthalt viel besser, da er länger andauert. Gerade mit 13 oder 14 Jahren ist eine Sprachreise aber ein erster toller Einstieg, um mit der Fremdsprache in Kontakt zu kommen. Eltern brauchen sich dabei auch nicht um ihre Kinder sorgen. Bei GLS, und bestimmt auch bei anderen Organisationen, werden die Kinder wirklich ausgezeichnet betreut.
Wie hältst du dich nach deinen Auslandsaufenthalten sprachlich fit?
Ich war gerade für ein Praktikum in Kanada. Außerdem unterrichte ich jetzt auch Englisch an einer Grundschule. Nebenbei lese ich englische Bücher, wenn es die Zeit zulässt. Außerdem habe ich noch sehr viel E-Mail-Kontakt zu meinen Freunden, die in der ganzen Welt verstreut sind. Mit ihnen schreibe ich natürlich auch auf Englisch.
Danke für dieses interessante Gespräch
Von Julia von der Heyden


