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HDI Ranking der UNO: Dänemark sinkt um zwei Ränge im Vergleich zum Vorjahr

Die im aktuellen Jahresbericht der UNO veröffentlichte Rangliste zum HDI (Human Development Index) vergleicht 182 Nationen im Hinblick auf den dortigen Lebensstandard. Norwegen erreicht die Spitzenposition, gefolgt von Australien und Island. Dänemark liegt laut der UNO auf dem 16. Rang und damit sechs Ränge vor Deutschland (Rang 22). Sierra Leone, Afghanistan und Niger belegen die hintersten Ränge.

HDI Ranking der UNO: Dänemark sinkt um zwei Ränge im Vergleich zum Vorjahr

Wichtige Faktoren zur Bestimmung des HDI sind beispielsweise das Einkommen, die Lebenserwartung und der Bildungsstand der Bevölkerung. Die Daten, die der Ermittlung des HDI zugrunde lagen, stammen allerdings aus dem Jahr 2007 und bilden den Zustand vor dem Eintreten der Weltwirtschaftskrise ab. 2006 erreichte Dänemark noch den 14. Rang.

Vor der Weltwirtschaftskrise zählte Dänemark zu einem der reichsten Länder der Welt. Bei einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 57.051US$ übertraf Dänemark Deutschland (40,324US$) bei Weitem. Verglichen mit den Nationen auf den ersten zwanzig Rängen lag Dänemark im Hinblick auf den BIP pro Kopf auf Platz 5 hinter Luxemburg, Norwegen, Island und Irland.

Unter den 5,4 Mio. Dänen sind etwa 3,3% Einwanderer, die größtenteils aus der Türkei und Deutschland stammen. Immigranten haben in Dänemark gute Bildungschancen: 33,3% der Einwanderer haben Zugang zur höheren Bildung, während nur 30,3% der gebürtigen Dänen eine (Fach-)Hochschule besuchen oder besuchten. Die Arbeitslosenquote unter Immigranten lag 2007 in Dänemark bei 5% und war damit um die Hälfte niedriger als in der Schweiz (10,4%). Einwanderer haben demnach recht gute Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden.

Im Hinblick auf die durchschnittliche Lebenserwartung liegen die Dänen mit 78,2 Jahren etwas vor den Deutschen, die im Schnitt 79,8 Jahre alt werden. Spitzenreiter sind in diesem Punkt die Japaner mit 82,7 Jahren. Mit der geringsten Lebensdauer müssen der Studie zufolge Menschen aus Zimbabwe mit nur 43,4 Jahren, gefolgt von den Afghanen mit 43,6 Jahren rechnen.

Die komplette Studie ist online unter http://hdr.undp.org/en/media/HDR_2009_EN_Complete.pdf

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