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Mein Auslandssemester an der CBS in Kopenhagen

Eigentlich wollte ich immer wie die meisten der deutschen Erasmus-Studenten nach Frankreich oder Spanien für mein Auslandssemester - vorrangig natürlic,h um die erworbenen Französisch- und Spanischkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Doch spontan hab ich mich fuer Kopenhagen entschieden und dies im Nachhinein keine Sekunde bereut.

Mein Auslandssemester an der CBS in Kopenhagen

Was war nun wichtig zur Vorbereitung? Um die Wohnungssuche hat sich zum Glück die Dänische Uni gekümmert. Je nach persönlichen Präferenzen konnte man zwischen ca. 16 verschieden Wohnheimen, privaten Unterkünften, Einzel- oder Doppelzimmern wählen. Meist wohnt man ausschließlich mit anderen Erasmus Studenten zusammen. Ich selbst habe aber im Tietgenkollegiet gewohnt, welches mehr den dänischen Studenten vorbehalten ist. In dem Wohnheim mit 360 Zimmern hat die CBS Anspruch auf 18 Zimmer. So kam es, dass ich mit 10 Dänen und einer Kanadierin auf einem Flur gewohnt habe. Da ich ja in Dänemark zum Austausch war, fand ich es persönlich sehr toll, auch wirklich mit Dänen zusammenzuleben, was natürlich auch beim Erlernen der Sprache ein erheblicher Vorteil ist. Dänen sind sehr organisiert, trinken Kaffee und Alkohol in enormen Mengen und sind sehr gesellig. Wir haben oft zusammen gekocht, viele Parties gefeiert und danach auch alle gemeinsam wieder aufgeräumt. Den Putzplan hat jeder eingehalten, jeder hat auf den anderen Rücksicht genommen und dreckiges Geschirr stand unglaublicherweise nie länger als ein paar Stunden herum. So war das WG-Leben auf jeden Fall toll.Freunde in Kopenhagen

Die CBS ist schon ein kleines Fashion-Mekka, und man fühlt sich teilweise wie auf einer Modenschau frei nach dem Motto, „Sehen und gesehen werden“ - also für alle Fashion Victims wie mich: der Himmel auf Erden. Die Dänen sind nicht nur sehr modebewusst und stylish, sondern haben auch bei der Inneneinreichtung, zumindest was ich so gesehen habe, durchweg einen stilvollen Geschmack. Momentan umfasst der Campus der CBS 4 Gebäude: Porcelænshaven, Solbjerg Plads, Dalgas Have und Kilen. Alle Gebäude sind sehr neu und architektonisch sehr interessant. Ausgestattet mit Mensa, Computerräumen, Bibliothek sowie Unibar, wo gleich nach bestandener Prüfung, auch früh um 10 das erste Carlsberg Bier getrunken werden kann. An der CBS studieren ca. 14.000 Studenten, wovon ca. 500 Austauschstudenten sind. Die Mehrzahl der Hoersäale sind für rund 150 Studenten ausgelegt, die allerdings nie ausgelastet sind, denn genau wie in Deutschland besteht in Dänemark keine Anwesenheitspflicht in den Vorlesungen. Die Vorlesungsqualität hing für mich persönlich ziemlich stark vom Dozenten ab. Zu jeder Vorlesung mussten entsprechende Bücher besorgt werden, die konnte man allerdings auch günstig von Vorgängern oder, so wie ich, gebraucht bei amazon.uk, erwerben. Die einzelnen Kapitel waren immer im Voraus der jeweiligen Vorlesung zu lesen. Wie intensiv man das nun betrieb war allerdings jedem selbst überlassen, denn unterjährige Tests gab es nicht, lediglich eine Klausur am Ende des Semesters.

Promenade KopenhagenDie Stadt ist wirklich wunderschön, und sobald die Sonne rauskommt, tummelt sich ganz Kopenhagen auf der Strøget (der Hauptshoppingmeile) und am Nyhavn. Möglichkeiten zum Weggehen gibt es viele. Empfehlen kann ich auf jeden Fall die kostenlosen Konzerte jeden Freitag im Tivoli (allerdings nur von Mai bis September). Lediglich den Eintritt für den Tivoli muss man zahlen. Empfehlenswert ist eine Saisonkarte für 200DKK, ca. 28€. Das „Rust“ hat mir sehr gut gefallen. In das Jazzhouse hab ich es leider nicht geschafft, aber da soll es toll sein. Und natürlich nicht zu vergessen die unzähligen Studi-und Wohnheimparties. Was Sightseeing und Museen angeht, schnappt ihr euch am besten einen Reiseführer. Hier alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Gewiss ist: langweilig wird es nicht. Meine Highlights: Vor Frue Kirke, Kanaltour (im Sommer), Christiana, die unzähligen Parks, Nyhavn, Strøget.

Das einzig Wichtige, was noch zu sagen ist. Ratsam ist, gleich von Anfang an eine CPR.-Nr. beim Einwohnermeldeamt des jeweiligen Bezirks zu besorgen. Mit der ist man offiziell registriert und kann kostenlos zum Arzt gehen.

Fazit: Es war einfach eine Wahnsinnszeit, die ich nie vergessen werde. Obwohl diese Erfahrung, glaube ich, jeder Erasmus Student, egal an welchem Ort nun, macht. In diesem Sinne „Hej,Hej“ und viel Spaß bei eurem Auslandssemester.

von Stefanie Olbrich

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