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Essen und Ausgehen: Kulinarische Experimente und lebendige Clubszene

Wer in Shanghai lebt, kommt um kulinarische Experimente kaum herum – sollte er aber auch nicht! Bei der schier unerschöpflichen Auswahl an Restaurants, Suppenküchen, Foodcourts und Garständen auf den Straßen wird es nie langweilig. Shanghai hat eine sehr schnelllebige Restaurantszene und was heute total angesagt ist, kann morgen bereits wieder von der nächsten Modeströmung überrollt werden. Die neuesten Trends erfährt man unter anderem in dem kostenlos ausliegenden Magazin „That’s Shanghai“. Ähnlich wie beim Wohnungsmarkt, gibt es auch hier etwas für jeden Geldbeutel: extravagante Lokale in den Prachtstraßen und an der Uferpromenade, kleine Restaurants in den Seitenstraßen sowie Imbissbereiche in den Kaufhäusern.

Essen und Ausgehen: Kulinarische Experimente und lebendige Clubszene

Die typische Shanghaier Küche basiert auf den Gegensätzen leicht und schwer sowie süß und würzig. Besonders gerne wird gebacken, frittiert und geröstet. Ebenso spielen die Suppenküchen eine wichtige Rolle im Alltag und man kann in Shanghai Hunderte verschiedener Suppen kosten. Ein traditionelles Gericht, das in ganz China nachgeahmt wird, sind die Dumplings (xialongbao) – kleine Teigtäschchen mit allerlei Füllungen – unbedingt probieren!

Ohne Chinesisch-Kenntnisse empfiehlt es sich generell erstmal ab Mittelklasserestaurants aufwärts essen zu gehen, die englische Speisekarten besitzen. Gerade für Vegetarier kann das sonst zu einem Spießrutenlauf werden – die meisten Chinesen verstehen nämlich nicht, warum Nicht-Buddisten kein Fleisch essen wollen. Aber auch „Allesesser“ können beim blinden Bestellen an ihre Grenzen stoßen und nicht jeder möchte wahrscheinlich frittierte Hühnerköpfe essen. Sehr hilfreich ist es immer mit chinesischen Bekannten bzw. mit einem Wörterbuch bewaffnet loszuziehen, dann bekommt man in der Regel auch das was man möchte. Hat man sich etwas eingewöhnt, kann man sich auch ruhig in einer der zahlreichen Garküchen einen Snack auf die Hand holen. Es sieht zwar nicht immer sehr sauber aus, aber bei den hohen Temperaturen mit denen gekocht wird, kann man dort ohne Gefahr essen.

Wer nach der Arbeit oder am Wochenende auf der Suche nach einem Drink ist oder sich in einem angesagten Club die Nacht um die Ohren hauen möchte, muss leider etwas tiefer in die Tasche greifen. Im Gegensatz zum in der Regel günstigen Essen, wird hier gerne mal richtig zugeschlagen. Dazu muss gesagt werden, dass Chinesen nicht in Bars und Kneipen gehen und außer während des Essens kaum Alkohol konsumieren. Sowohl fürs Essen als auch für Drinks ist die Französische Konzession eine gute Anlaufstelle. Hier gibt es neben chinesischen auch jede Menge europäischer Restaurants und vor allem Cocktailbars und Kneipen. Die Preise sind aber, wie gesagt, westlicher Standard und darüber. Sowohl durch die vielen Ausländer, als auch durch einen Generationswechsel, hat Shanghai eine sehr lebendige Clubszene, in der DJs aus aller Welt ihr Stelldichein geben. Frauen haben oft freien Eintritt, die Getränkepreise sind zum Teil astronomisch und die Türsteher machen Gesichtskontrolle – also nicht viel anders als in Deutschland.

Zum Abschluss noch ein Tipp, wenn man sich mal etwas gönnen möchte: Einen Tisch im „M on the Bund“ reservieren und in einem der besten Restaurants Shanghais die atemberaubende Sicht von der Dachterrasse des Traditionshauses auf die Skyline Pudongs genießen.

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