Mein Austauschjahr in Piracicaba
Vor ungefähr einem Jahr kam ich nach 13 Stunden Flug gemeinsam mit anderen deutschen Austauschschülern um 5 Uhr morgens Ortszeit in São Paulo am Flughafen an. Dort erwartete uns ein dreistündiges Schlangestehen, bis wir durch die Passkontrolle waren. Ich kam mit meinem spärlichen Gepäck, 20 Kilo hatte ich nur mitnehmen dürfen, in die Ankunftshalle, wo meine (Gast-)Familie auf mich wartete. Mein Gastbruder konnte Englisch, da er zum Austausch auf den Phillipinen gewesen war, doch er blieb in São Paulo, wo er studierte. Auf der zweistündigen Reise nach Piracicaba wollte ich trotz Müdigkeit nicht schlafen, da ich direkt soviel wie möglich von diesem so ganz anderen Land und dessen Kultur sehen wollte.
Vor ungefähr einem Jahr kam ich nach 13 Stunden Flug gemeinsam mit anderen deutschen Austauschschülern um 5 Uhr morgens Ortszeit in São Paulo am Flughafen an. Dort erwartete uns ein dreistündiges Schlangestehen, bis wir durch die Passkontrolle waren. Ich kam mit meinem spärlichen Gepäck, 20 Kilo hatte ich nur mitnehmen dürfen, in die Ankunftshalle, wo meine (Gast-)Familie auf mich wartete.
Mein Gastbruder konnte Englisch, da er zum Austausch auf den Phillipinen gewesen war, doch er blieb in São Paulo, wo er studierte. Auf der zweistündigen Reise nach Piracicaba wollte ich trotz Müdigkeit nicht schlafen, da ich direkt soviel wie möglich von diesem so ganz anderen Land und dessen Kultur sehen wollte.
Wenige Tage nach meiner Ankunft brach meine Gastschwester zu ihrem Austausch nach Belgien auf und ich war von nun an Einzelkind und vor allem darauf angewiesen, so schnell wie möglich Portugiesisch zu lernen. Zuerst ging ich nachmittags mit meiner Gast-Mutter, einer Grundschullehrerin, zu ihrem Unterricht, wobei ich schon ein wenig Portugiesisch lernte. Kinder sind bekanntlich die besten Lehrer. Alle waren ganz begeistert, mir das Alphabet, Namen von Tieren und so weiter beizubringen.
Eine Woche später war dann alles so weit geklärt, dass ich in meiner Schule anfangen konnte. Alle begrüßten mich sehr herzlich. Die Brasilianer sind ein sehr offenes Volk, sie schließen schnell Freundschaften und sind sehr interessiert an Ausländern, auch da sie zum größten Teil noch nie im Ausland waren.
Von nun an ging ich vormittags in die Schule und war nachmittags alleine zu Hause. Meine Gast-Eltern, die gerne ausschliefen, arbeiteten nachmittags. So traf ich höchstens mal noch so gerade meine Mutter an, die mir nur schnell sagte ich solle nicht vergessen, den Pudel auszuführen. Es gab mittags - wie in Brasilien üblich - jeden Tag Reis und braune Bohnen, manchmal Nudeln oder Fleisch dazu. In meiner Familie wurde für gewöhnlich am Sonntag, wenn mein Gastbruder aus São Paulo nach Hause kam, frisches Essen gekocht, um dieses die ganze Woche über immer wieder aufzuwärmen.
Anfang Oktober hatten wir ein Treffen mit allen Austauschschülern des Distriktes. Der Distrikt 4310 im Staat São Paulo ist der kleinste Brasiliens, wir waren 25 Austauschschüler. Es war schön, die Anderen kennen zu lernen und wir hatten ein tolles Wochenende, bei dem wir über die angebotenen Reisen informiert wurden, aber auch Zeit zum Austausch hatten. Leider gab es in dieser Konstellation nur ein Treffen.
In den Herbstferien bin ich mit 24 weiteren Austauschschülern (zwei davon aus meinem Distrikt) ins Pantanal (ein urwaldartiges Sumpfgebiet) gefahren. Es war eine ganz andere Erfahrung, mit so vielen Jugendlichen aus aller Welt zu reisen und natürlich fand ein reger Kulturaustausch statt. Nie konnte man so gut wie dort etwas über fremde Länder in Erfahrung bringen. Auf dieser Reise in die freie Wildnis haben wir viele Krokodile, Gürteltiere, Wasserschweine, Affen, Storche, Vogelspinnen, Schlangen und vor allem Moskitos gesehen. Wir haben Piranhas gefischt, waren Schnorcheln und Schlauchbootfahren.
Bald nachdem ich von dieser Reise zurück gekommen war, hatte ich mit meiner Klasse Abschlussball. Die Sommerferien fingen Ende November an. Bei Temperaturen von inzwischen weit über 30°C fehlte leider die Vorweihnachtsstimmung total. Bis auf die Dekorationen in den Einkaufszentren deutete bis Heiligabend nichts auf Weihnachten hin. Die Festtage selbst waren eine Enttäuschung, da sie kaum gefeiert wurden.
Neujahr war dafür umso besser. Ich war mit meinem Counsellor und dessen Familie, sowie meiner belgischen Freundin und deren Gastfamilie auf einer Feier im Country Club. Alle waren brasilianischer Tradition folgend weiß gekleidet und es wurde viel getanzt.
Mitte Januar lernte ich endlich São Paulo kennen. Meine Familie hatte mir schon so oft versprochen, mich dorthin mitzunehmen, doch dieses Versprechen nie eingelöst. Nun war ich mit meiner Freundin Thaís und ihrer Familie dort. São Paulo, Hauptstadt meines Staates und mit über 15 Millionen Einwohnern größte Stadt des Landes, ist eine Ansammlung vieler Kulturen. An drei Tagen haben wir uns das japanische Viertel (Bairro de Liberdade) angeschaut, waren in zwei der insgesamt 64 Einkaufszentren der Stadt, auf einem Kunstmarkt, einem Aussichtspunkt und im Immigrantenmuseum.
In der folgenden Woche brach ich zu meiner „Nordostreise“, der Sommertour, auf. Zu diesem Anlaß kamen Rotary Austauschschüler aus ganz Brasilien in Araçatuba zusammen. Von dort aus machten wir uns auf nach Brasília (Distrito Federal), der Hauptstadt Brasiliens im Herzen des Landes und erster Punkt unserer einmonatigen Reise. Diese erst 1960 gegründete Stadt ist architektonisch mit ihrer Flugzeugform und den Regierungsgebäuden, welche wir besichtigt haben, sehr interessant.
Nächster Stopp war der Nationalpark Chapada Diamantina (Bahia), mit seinen wunderbaren Bergen, Wasserfällen und Höhlen. Von Salvador aus sind wir nach Fortaleza (Ceará), der nördlichsten Stadt unserer Reise, geflogen.
Von da an sind wir die Bundeshauptstädte des Nordostens, welche alle am Strand liegen, abgefahren. Glücklicherweise hatten wir hierbei immer Temperaturen um die 40°C. So haben wir, nachdem wir in Fortaleza Buggy gefahren sind und in einem Erlebnisfreibad waren, in Natal (Rio Grande do Norte) den größten Cashew-Baum der Welt betreten. Zwischendurch haben wir immer wieder in kleineren Städten angehalten. Zum Beispiel waren wir in Morro Branco, wo es natürliche Sandvorkommen in vielen Farbtönen gibt, welche später Verwendung in den berühmten brasilianischen Sandlandschaften in Flaschen finden.
Über Recife (Pernambuco), wo bereits alles für den Karneval dekoriert wurde, kamen wir nach Maceió (Alagoas), wo es unglaublich schöne Strände gibt und wir Forró, einen landestypischen Tanz, gelernt haben.
Über Aracajú (Sergipe) und Praia do Forte, wo wir ein Schildkrötenschutzprojekt besichtigt haben, kamen wir in Salvador, der Hauptstadt Bahias, an. Bahia hat, wie die meisten brasilianischen Staaten, eine ganz eigene Kultur. So haben wir hier die wohl national bekannteste „Kirche des guten Endes“ besichtigt, uns auf dem Kunstmarkt umgeschaut und sowohl ein folkloristisches Theaterstück als auch eine Karnevalsparty besucht.
Nächstes Ziel war Porto Seguro, die Stadt, in der damals die portugiesischen Eroberer zuerst landeten. Anschließend lagen noch weitere 15 Stunden Busfahrt bis Rio de Janeiro vor uns. Die Brasilianer sind sehr stolz auf Rio und beschreiben es als schönste Stadt der Welt. Dazu haben sie ein berühmtes Sprichwort, welches lautet: „In sieben Tagen schuf Gott die Erde, zwei davon brauchte er allein für Rio de Janeiro.“ Dies zeigt sowohl ihre Religiosität als auch ihren Nationalstolz.
In der Hauptstadt des gleichnamigen Staates haben wir, das Maracanã (einstmals größtes Fußballstadium der Welt) besichtigt, waren auf dem Zuckerhut und am Corcovado (der Christusstatue). Die Reise war so abgestimmt, dass wir etwas vom Karneval in Salvador miterleben konnten. Einen Tag oder besser gesagt eine Nacht, nämlich von 10 Uhr abends bis 10 Uhr morgens waren wir beim berühmten Carioca Karneval und einen weiteren Abend bei einer Karnevalsfeier im Hard Rock Cafe.
Letztes Ziel unserer Reise war die „Königsinsel“ Angra dos Reis, wohin wir mit einem Boot übersetzten. Von dort aus traten wir unsere Rückreise an. Leider fiel unser Bus fünf Stunden vor São Paulo durch eine Panne aus, so dass wir einen Ersatzbus anforderten, welcher 2 Stunden später in Gestalt eines Nahverkehrsbusses kam. Dieser brachte uns, zu dritt in eine Bank gequetscht, mit dem Gepäck auf dem Schoß, nach São Paulo, von wo aus wir mit Überlandbussen bis in unsere Städte fuhren. Als wir nach Mitternacht in Piracicaba ankamen, verspürten wir bloß noch ein starkes Verlangen nach Schlaf.
Zwei Tage nach meiner Rückkehr, als ich eben meinen Koffer wieder ausgepackt hatte, erfuhr ich von meiner Gastmutter, die auch noch Ferien hatte, dass eine neue Gastfamilie für mich gefunden sei und ich diese am folgenden Morgen kennen lernen sollte, aber erst irgendwann in fernerer Zukunft wechseln würde.
Am nächsten Tag fragte sie mich ob ich denn fertig wäre und auf meine Bestätigung meinte sie, ich hätte doch noch gar nicht gepackt. So trafen 10 Minuten später mein Counsellor und seine Frau sowie meine neue Gastfamilie mit Vater, Mutter und jüngere Schwester ein und wollten mich mitnehmen. Ich konnte leider erst später am Tag nachkommen, da ich erst noch packen musste.
Wieder lernte ich eine ganz andere Art der Familienkonstellation kennen. Mein Gastvater arbeitete in São Paulo und wohnte dort auch die Woche über, so dass er nur am Wochenende nach Hause kam. Meine Gastmutter war Sekretärin eines Bundestagsabgeordneten aus Piracicaba und meine Gastschwester ging in die 9. Klasse derselben Schule wie ich. Sie war ganz begeistert, viel mit mir unternehmen zu können. Ich hatte das Zimmer meiner Gastschwester Larissa (übrigens kein seltener Name in Brasilien), die zur Zeit zum Austausch in Dänemark ist.
In den folgenden Monaten verbrachte ich viel Zeit mit meiner Gastfamilie, meinen Freunden und gegenseitigen Besuchen anderer Austauschschüler. Etwas Besonderes war zum Beispiel die Feier eines 15. Geburtstages, auf welcher ich war. Dieser ist in Brasilien für Mädchen traditionsgemäß (Heiratsfähigkeit) der allerwichtigste. Das Geburtstagskind tritt zuerst in einem weißen Ballkleid ein, wobei es einer Braut nicht unähnlich sieht, und erscheint dann in einem weiteren Ballkleid zum Walzer, den es zuerst mit seinem Vater und dann mit allen weiteren männlichen Gästen tanzt.
In den Osterferien hat mich meine Familie aus Deutschland besucht. Wir waren in São Paulo (SP), haben uns die Foz de Iguaçu (Iguassu-Wasserfälle – größte der Erde) (PA) von der brasilianischen und argentinischen Seite angeschaut und haben die Familie von Renan, der zu der Zeit bei meiner Familie in Hagen wohnte, in Cascavel (PA) besucht. Die Menollis haben uns sehr nett empfangen und uns ihre Stadt gezeigt. Anschließend sind wir nach Rio geflogen, wo wir uns ebenfalls berühmte Sehenswürdigkeiten angeschaut haben und die Ostermesse der São Bento Kirche besucht haben. Letztlich haben wir einige Tage sowie auch den Geburtstag meines Bruders in Piracicaba verbracht. Wir haben uns die Stadt angeschaut, bei einer Ballonfahrt auch von oben und sind Schlauchboot gefahren. Meine Familie hat meine Gastfamilien und die Familie meines Counsellors, sowie andere Rotarier und einige meiner Freunde kennen gelernt. Den Besuch meiner Familie kann ich nur als sehr positiv beurteilen, da sie mich und das Land, in dem ich ein Jahr gelebt habe, so auf jeden Fall besser verstehen können. Alle, die ich aus Brasilien kenne, erkundigen sich auch immer nach ihnen und umgekehrt.
Wenige Tage nach der Abreise meiner Familie bin ich mit den Eltern einer Freundin in den Süden, nach Santa Catharina gefahren. Dieser Staat ist recht europäisch, aber nicht so „deutsch“ wie angepriesen. Allerdings findet man vieles in Deutsch geschrieben und auch einige wenige Fachwerkhäuser. In Blumenau findet jährlich das zweitgrößte Oktoberfest der Welt statt.
Kurze Zeit später zog in meine Familie auch noch ein amerikanischer Austauschschüler. Wir waren mit ihm für ein verlängertes Wochenende am Strand Guarujá in der Nähe São Paulos. Bald darauf flog er aber schon zurück, ohne das vergangene Jahr sonderlich genossen zu haben. Die meiste Zeit hatte er mit dem Sehen amerikanischer TV-Sender verbracht. So trafen meine Schwester und ich ihn auch an, wenn wir mittags aus der Schule kamen.
Im Mai fand die 9. Distriktkonferenz statt, welche aufgrund des hundertjährigen Bestehens von Rotary etwas ganz besonderes war. Über vier Tage waren viele der Rotarier meines Distriktes im Grande Hotel der kleinsten Stadt Brasiliens, Àguas de São Pedro, versammelt. Da diese Stadt nur eine halbe Stunde von Piracicaba entfernt war, kam ich auch am Donnerstag und Freitag zu den Veranstaltungen. Samstag und Sonntag mussten die Austauschschüler ihre Länder vorstellen. Hierzu habe ich einen Strudel gebacken sowie eine Fahne und Bücher mitgebracht. Die anderen beiden Deutschen hatten Fotos und eine Landkarte dabei. Am Samstagabend fand der Gouverneursball statt, welcher einfach super war.
Am folgenden Wochenende war in meiner Stadt das Fest der Nationen, wobei die deutsche Hütte die beliebteste war. Dort habe ich zum Beispiel mit meiner Gast-Familie Kartoffelsalat, Kassler, Rotkohl und Eisbein mit Sauerkraut zu Mittag gegessen. Abends habe ich meinen Freunden den Holzfällertanz beigebracht.
Leider gibt es in Brasilien neben vielem Schönen auch Trauriges, wie zum Beispiel die Armenviertel. Nach einigen Bedenken wurde mir die Zustimmung gegeben, eines der Armenviertel meiner Stadt, zusammen mit einer Gruppe von Mönchen, zu besuchen. Den Menschen, welche dort leben, geht es sehr schlecht. Oft haben sie nicht einmal Reis für den kommenden Tag, viel zu kleine Kleidung und keine richtigen sanitären Anlagen. Sie besuchen keine gute Schule, so dass sie kaum Chancen auf eine gute Arbeitsstelle haben. Besonders traurig daran ist, dass sich die wohlhabenderen Familien, die von diesem Elend im eigenen Land meist gar nicht weit entfernt wohnen, kein bisschen für diese Menschen interessieren. Sie stempeln sie zumeist als Kriminelle ab, die allenfalls als billige Arbeitskräfte gut sind.
Anfang Juni habe ich meinen Vortrag über Deutschland gehalten, zu dem die Clubmitglieder teilweise ihre gesamten Familien mitbrachten und auch Rotarier anderer Klubs kamen. Die meisten Austauschschüler halten in Brasilien keinen Vortrag, deshalb war dies eine besondere Veranstaltung. Ich buk einen Apfelstrudel, von dem bei der Distriktkonferenz leider nicht alle etwas abbekommen hatten. Alle waren von meinem Strudel und dem Vortrag, zu dessen Abschluss ich dem Klub eine Deutschlandflagge schenkte, die nun im Casa de Amizade (Versammlungshaus) hängt, begeistert. Ich bekam ebenfalls Geschenke, wie eine beispielsweise eine Brasilienflagge, ein Armband und Blumen. Auch ein Kuchen war für mich bestellt worden. Nun, da sich mein Austausch dem Ende neigte, ging ich, obwohl ich ursprünglich nicht dazu eingeladen war, wöchentlich zu den Rotarytreffen. Vor allem die Ehefrauen der Rotarier waren mir sehr ans Herz gewachsen.
Am folgende Wochenende habe ich 26 Stunden Busfahrt (jeweils 13 hin und zurück) auf mich genommen, um noch einmal Renans Familie in Cascavel zu besuchen. Kaum wieder in Piracicaba, kamen mich zwei Freundinnen aus Island und der Türkei besuchen. Am 14. Juni hatte ich dann meinen 17. Geburtstag. Von meiner Gastmutter bekam ich einen Drachenflug geschenkt! Das war ein unvergessliches Erlebnis. Abends war ich mit meiner Familie, meinem Besuch und der Familie meines Counsellors Pizza essen. An den folgenden Tagen habe ich meinen Freundinnen, die weit weg wohnten, Piracicaba und Umgebung gezeigt. So waren wir beispielsweise in der Millionenstadt Campinas einkaufen und in Americana beim Rodeo. Rodeo ist etwas sehr spannendes und es gibt viele verschiedene Disziplinen. Zusätzlich wurde als Showunterbrechung für eine Seifenoper gefilmt. Die Brasilianer sind verrückt nach ihren Seifenopern! Am Wochenende habe ich mit Rébecca, der Belgierin, in Piracicaba, unsere Abschieds- und meine Geburtstagsfeier veranstaltet, zu der viele brasilianische Freunde, unsere Familien und auch einige Austauschschüler kamen. Wir haben dann an den folgenden Tagen noch einiges unternommen, waren beispielsweise mit meiner Familie im „Phantom der Oper“ in São Paulo. Danach habe ich Rébecca mit ihrer Familie zum Flughafen begleitet.
Kurz vor meinem Rückflug habe ich noch ein paar Tage in São Paulo verbracht, zum Einem mit meinem Onkel aus Deutschland, zum Anderen mit meiner isländischen Freundin. Außerdem habe ich noch gelernt, wie meine Lieblingsspeisen „Pastel“ und „Pão de Queijo“ zubereitet werden.
Am Tag vor meinem Abflug habe ich mich ein letztes Mal mit meinen Freunden getroffen. An diesem Tag war das Finale der Copa Libertadores (Südamerikanische Champions League) und mein Team (São Paulo FC) holte zum dritten Mal den Titel.
Wenige Stunden später hieß es dann leider Abschiednehmen. Am Flughafen wurde ich von meiner Familie, der Familie meines Counsellors und Freunden verabschiedet. Auch kam ich mit meinen 44 kg Übergepäck und 5 Handgepäckstücken durch. Nun hieß es nach 335 unvergesslichen Tagen in Brasilien: zurück nach Hause.
Von Larissa Willeke


