Erfahrungsbericht Brüssel
Gordon Kunze studierte ab Juli 2002 im siebten Fach-Semester 10+2 Monate an der Schule La Cambre.
Erasmus ist die Chance, sich in einem neuen Umfeld umzusehen und eine neue Gesellschaft mit anderer Sprache kennenzulernen. Das gibt eine Menge Moeglichkeiten und viel Interessantes zu entdecken. So finden sich in anderen Staedten andere Kulturkreise, die Hochschule hat teilweise andere Schwerpunkte, das Leben und die Ansichten der Menschen sind anders. Man hat die Moeglichkeit, sich fuer eine begrenzte Zeit einen neuen Freundeskreis aufzubauen und auch spaeter aufrechtzuerhalten. Man sieht eine Menge. Man kann davon ausgehen, dass das Studium und die Lebenshaltungskosten erheblich hoeher sind als an der Heimatuni und dass man von den Menschen so genommen wird, wie man sich gibt. Es wird eine Menge ungeplanter Ereignisse geben und vieles ist nicht planbar. Aber das macht Erasmus eben zu einer persoenlichen Erfahrung.
Hier ein paar Kurzinfos zu Erasmus in Bruessel an La Cambre: La Cambre ist eine kleine franzoesischsprachige Schule in Ixelles, einem Stadtteil im Sueden von Bruessel mit guter Verkehrsanbindung und sehr persoenlichen Verhaeltnis zwischen Lehrenden und Studenten.
Bruessel liegt auf der europaeischen NordSuedAchse zwischen GB und Spanien. Es hat sehr guenstige Verkehrsverbindungen nach Nord und Süd sowie Richtung Großraum Ruhrgebiet auch mit der Bahn.
Eine Wohnung zu suchen dauert zwischen drei Tagen und einer Woche, je nachdem, wie zeitig man vor oder waehrend des Studienbeginns kommt. Alles ist moeglich, was man will, aber in Bruessel herrscht Wohnungsmangel, dh. Preise ab 250 Euro aufwaerts fuer WG, ca 350 Euro aufwaerts fuer ein Studio. Das Angebot ist nicht unbedingt6 saniert, Dusche in der Kueche ist keine Seltenheit. Als Tipp: Für eine Übergangszeit kann man mit manchen kleinen Hotels auch Monatsmieten absprechen. Eine kleine finanzielle Ruecklage ist noetig, da die Auslandsbafoegzahlungen erst sehr spaet anlaufen (4 Monate). Die Anerkennung von Kursen ist schwierig und sollte mit der Heimatuni abgesprochen werden, da die Kurse immer einen oder zwei ECTS-Punkte weniger haben als ihr voellig gleichwertiges Aequivalent in Dresden.
Viel Spass und Erfolg allen nach mir in Bruessel.
Gordon Kunze
Gordon.Kunze@web.de


