Australien auf dem 2. Platz im Hinblick auf den Lebensstandard
Im HDI-Ranking 2009 der UNO belegt der Inselkontinent den 2. Platz und liegt damit weit vor der Bundesrepublik Deutschland, welche auf Platz 22 von insgesamt 182 Nationen liegt. Die „Goldmedaille“ ging an Norwegen. Damit liegt Norwegen knapp vor Australien und Island, während Sierra Leone, Afghanistan und Niger die hintersten Ränge belegen. Das Ranking wurde auf der Basis von Daten aus dem Jahr 2007 erstellt. Anzumerken ist dabei, dass die Daten des Berichts aus der Zeit vor der Wirtschaftskrise stammen und aus diesem Grund nicht mehr ganz aktuell sind.
Die australische Bevölkerung, die größtenteils in urbanen Gegenden lebt, liegt mit einer Lebenserwartung von 81,4 knapp hinter den Japanern, die mit einer Lebensdauer von durchschnittlich 82,7 Jahren am längsten leben. Unter den insgesamt 20,9 Millionen Australiern leben ca. 4,34 Millionen Einwanderer, von denen der Großteil aus Ozeanien, der Inselwelt des Pazifiks, kommt. Auch in Zukunft wird dem Kontinent ein reger Zuwachs der Bevölkerung prognostiziert, die im Jahre 2020 23,7 Millionen betragen soll. Das Land ist mit einer Größe von 7,7 qkm 22mal so groß wie Deutschland. Die Größe und die Lage des Inselkontinents sind verantwortlich für seine klimatische Vielfalt: Während das Klima im Süden und Osten gemäßigt ist, werden im Norden tropische Temperaturen erreicht und das Zentrum mit Wüstengebieten durchzogen. Diese Umstände bescheren Australien seine reiche Tier- und Pflanzenwelt.
Wer sich in Australien dauerhaft niederlassen möchte, hat bei einer Immigranten-Arbeitslosenquote, die bei 6,1% liegt, vergleichsweise recht gute Chancen, Arbeit zu finden. Dies mag auch am guten Wirtschaftswachstum des Kontinents liegen. Vor allem der Dienstleistungssektor und die Landwirtschaft sind wichtige Wirtschaftszweige. Allerdings können nicht alle Australier gleichermaßen von der guten Wirtschaftslage profitieren, da der Reichtum des Inselkontinents ungleich unter der Bevölkerung verteilt ist (Gini-Index von 35,2%). Die Langzeitarbeitslosigkeit ist mit 0,7% im Vergleich zu Deutschland mit 4,8% sehr gering. Damit bietet das Land Auswanderern gute Voraussetzungen, dauerhaft erfolgreich „Down Under“ zu leben.
Die komplette Studie ist online unter http://hdr.undp.org/en/media/HDR_2009_EN_Complete.pdf


